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    Ratgeber: Vom Kinderzimmer zum Jugendzimmer

    von Katja Keweritsch - 06.05.20

    Dein Teenager findet die Prinzessinnentapete peinlich? Und das Ritterburgbett ist eine Zumutung? Zeit, dass das Kinderzimmer erwachsen wird.

    Jugendzimmer in verschiedenen Stilrichtungen

    Der Unterschied zwischen Kinder- und Jugendzimmer

    Jugendzimmer in Holzoptik mit verschiedenen Möbeln

    Ja, es geht beim Unterschied zwischen Kinder- und Jugendzimmer um Prinzessinnentapeten und Ritterburgbetten. Aber vor allem geht es um etwas anderes: Selbstbestimmung. Das Kinderzimmer haben Eltern, Freunde, Großeltern & Co. liebevoll eingerichtet. Jetzt sind die Bewohner selbst dran. Kinder werden zu Leuten. Mit eigenem Geschmack und eigenen Ideen.

    Lass dich überraschen, wie dein Teenager sein Zimmer eingerichtet haben möchte. Meist wird es neutraler, leerer und praktischer, als befürchtet. Und wenn nicht? Dann muss dein Teenager darin leben, nicht du. Auf dem Weg zum Erwachsenwerden ist es wichtig, sich auszuprobieren. Du darfst Ideen beisteuern, finanzielle Möglichkeiten erläutern. Aber die letzte Entscheidung sollten die jungen Bewohner selbst treffen.

    Ein Jugendzimmer planen

    Jugendzimmer mit verschiedenen hellen Möbeln

    Wie immer sollte man einen Umzug zum Entrümpeln nutzen. Überleg gemeinsam mit deinem Teenager, welches Spielzeug, Mobiliar etc. ihr spenden, verschenken oder verkaufen wollt. Nur wirklich wichtige, geliebte Dinge sollten mit in das neue Jugendzimmer einziehen.

    Nächster Schritt: einen Plan skizzieren. Und das geht so: Zeichne die Umrisse des Zimmers auf Karopapier, ein Meter sind zehn Kästchen. Dann zeichnet ihr grob die Möbel auf, die in das Zimmer sollen: Bett, Schreibtisch, Stuhl, Stauraum. In demselben Maßstab. Auf diese Weise könnt ihr alles hin- und herschieben und verschiedene Möglichkeiten ausprobieren. Tipp: Raumplaner gibt es natürlich auch als App.

    Tolle Idee: ein Moodboard. Ganz gleich ob analog oder digital. Hier kann dein Teenager Möbel, Farben, Deko & Co. zusammenstellen, die ihm gefallen. So ergibt sich ziemlich schnell ein erster Eindruck des neuen Reichs.

    Die Wände eines Jugendzimmers

    Jugendzimmer mit verschiedenen Möbeln im Skandi Stil

    Keine Sorge – die meisten Teenager bevorzugen neutrale Wandfarben wie Weiß, Beige oder Grau. (Bestimmt auch, um sich vom vermeintlich kindlichen Rosa/Blau abzusetzen.) Das ist praktisch, weil man sich an ihnen nicht so schnell satt sieht. Außerdem harmonieren sie mit allen Möbeln.

    Wenn es unbedingt knalliger sein soll: nicht gleich das ganze Zimmer streichen. Eine farbige Wand bringt Tiefe in den Raum ohne ihn unruhig wirken zu lassen. Dein Teenager will partout schwarze Wände? Okay. Vielleicht könnt ihr euch auf einen kleinen Wandabschnitt in Schwarz einigen. Das wirkt weniger dominant.

    Tipp: Ihr könnt auch Funktionsbereiche farblich voneinander trennen. Also z.B. die Wand hinter dem Bett grau streichen, die Fläche um den Schreibtisch blau, den Rest weiß. Auch schön: die einzelnen Bereiche mit unterschiedlichen Abstufungen desselben Tons gestalten. Das wirkt besonders harmonisch. Alternative: eine Wand mit einer hübschen Fototapete verschönern.

    Das Bett – Chill-Oase und Schlafplatz

    Jugendzimmer mit verschiedenen Möbeln im Industrial Stil
    grau-weißes Jugendbett mit Stauraum
    weißes Jugendbett im Skandi Stil

    Jugendliche liegen viel. Auch tagsüber. Das nennt man chillen. Dein Teenager wird also viel Zeit auf dem Bett verbringen. Deshalb sollte es groß genug und gemütlich sein. Tipp: Aus Paletten lässt sich ganz einfach und kostengünstig eine Liegewiese bauen.

    Das Kinderzimmerbett ist noch super intakt, aber leider sehr uncool? Wie wäre es mit einer frischen Farbe? Einem anderen Kopfteil? Oder hübschen Füßen im Midcentury-Style? Aus vielen Kinderbetten kannst du mit ein bisschen Kreativität hübsche Jugendbetten zaubern. Tipp: Die meisten Hochbetten kann man zudem zu einfachen Betten zurückbauen.

    Alternative zum Bett: ein Schlafsofa. Auf diese Weise werden Schlafen und Chillen deutlich voneinander getrennt. Zudem müssen Freunde nicht auf dem Bett sitzen, wenn sie zu Besuch kommen. Das ist vielen Jugendlichen nämlich peinlich.

    Einen Arbeitsplatz einrichten

    schwarz-weißer Gamingstuhl
    Möbel für den Arbeitsplatz im Skandi Stil
    Brauner Holzschreibtisch für das Jugendzimmer

    Ein Jugendzimmer ist ein bisschen wie eine Wohnung innerhalb der Wohnung. Oder besser: wie ein ganzes Leben in einer Wohnung. Deshalb braucht dein Teenager neben Bett und Stauraum vor allem einen Arbeitsplatz. Tipp: Wählt einen großen Schreibtisch. Oder zumindest eine breite Arbeitsplatte. Denn: Neben Heften und Büchern für Hausaufgaben muss auch Platz zum Basteln und Kreativsein bleiben - plus Stellfläche für PC, Laptop, Tablet, Bildschirm & Co.

    Tipp: Investiert in einen guten Schreibtischstuhl. Das ist umso wichtiger, wenn dein Teenager gerne am Computer spielt. Sogenannte Gaming-Chairs bieten viel Komfort und entlasten die Wirbelsäule. Genauso sinnvoll: eine gute Arbeitslampe. Sie sollte neben dem Hauptlicht und einer Leselampe am Bett eine von mindestens drei Lichtquellen im Jugendzimmer sein.

    Passenden Stauraum schaffen

    Kommode und Schminktisch im Skandi Stil
    weiße Garderobe für Jugendliche
    Weiß-graues Jugendzimmer mit Platz für Stauraum

    Beim Thema Stauraum solltet ihr euch genau anschauen, was wirklich notwendig ist. Braucht man einen riesigen Schrank mit Kleiderstange für T-Shirts und Jeans? Oder reicht eine Kommode? Muss es die große Wohnwand sein oder wäre nicht ein Regal im Modulsystem praktischer, weil man es immer wieder neu gestalten kann?

    Wenn dein Teenager beim Entrümpeln des Kinderzimmers gründlich ausmistet, stellt ihr vielleicht auch fest, dass ohne das ganze Spielzeug gar nicht mehr so viel Stauraum vonnöten ist. Vielleicht reichen eine Kommode und ein Bücherregal. Plus ein Frisiertisch, um das Chaos im Bad zu reduzieren. Und große Haken für Jacken und Taschen.

    Manchmal müssen auch gar keine neuen Möbel angeschafft werden. Es reicht, wenn ihr die vorhandenen anders anordnet. Denn: Im Kinderzimmer kleben Bett, Regale und Schränke immer an den Wänden, um große Flächen zum Spielen auf dem Boden freizuhalten. Das brauchen Jugendliche nicht mehr. Wie wäre es deshalb, wenn ihr das Standregal als Abtrennung in den Raum hineindreht? Oder das Bett? Auf diese Weise entsteht auch mit alten Möbeln ein neues Jugendzimmer.

    Wenn Freunde kommen: Relax-Möbel

    Zwei Sitzkissen in grau und blau

    Abhängen ist wichtig. Gerne mit Freunden. Deshalb solltet ihr unbedingt über gemütliche Chill-Ecken im neuen Jugendzimmer nachdenken. Ideale Partner: Sitzsäcke. Sie können sich dort breit machen, wo vorher gespielt wurde - auf dem Boden. Auch hübsch: ein 2er-Sofa, zwei kleine Sessel, Poufs oder Hocker. Alternative: ein Schlafsofa. Tagsüber bietet es Platz zum Lümmeln und für Freunde, nachts entsteht ein gemütliches Bett.

    Was die Deko in einem Jugendzimmer angeht

    Pinnwand in Weltkarten Optik
    farbige Lampion-Lichterkette mit gemütlichem Sofa
    weißer Leuchtkasten mit schwarzem Spruch

    Auch wenn es dir in den Fingern juckt – die Deko ist Sache des Zimmerbewohners. Aber natürlich darfst du Ideen beisteuern. Zum gemütlichen Abhängen machen sich Kissenlandschaften gut. Tipp: Wählt große Kissen, die bei viel Besuch auch mal als Liegefläche dienen können. Auch hübsch: Pflanzen, eine Weltkarte, Lichterketten oder Leuchtboxen.

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