Grillen mit Gas heißt: aufdrehen, vorheizen, loslegen. Wer regelmäßig für Familie und Gäste kocht, findet bis 600 Euro eine besonders interessante Auswahl, denn hier endet die Einsteigerklasse und die Ausstattung wird richtig alltagstauglich. Statt zwei kleiner Brenner bekommst du in diesem Rahmen meist drei bis vier Hauptbrenner, eine ausgewachsene Grillfläche und einen Deckel, mit dem du auch indirekt garen kannst.Genau die Brennerzahl ist der wichtigste Hebel für deine Kaufentscheidung. Mehrere getrennt regelbare Brenner erlauben dir Zonengrillen: vorne scharf angrillen, hinten bei kleiner Flamme ziehen lassen. Ein Seitenbrenner ist in dieser Klasse häufig dabei und praktisch für Soßen, Beilagen oder eine Pfanne, kostet aber Stellfläche. Ein Deckelthermometer gehört fast immer dazu und ist die Grundlage für Braten, Pulled Pork oder Pizza. Achte zusätzlich auf einen Fettauffangbehälter, der sich leicht entnehmen lässt, auf Ablageflächen links und rechts sowie auf stabile Rollen mit Feststellbremse.Bei den Rosten lohnt der genaue Blick. Emaillierte Gusseisenroste speichern Hitze gut, liefern klare Branding-Streifen und sind pflegeleicht, solange die Emaille intakt bleibt. Roste aus massivem Edelstahl sind korrosionsfester und leichter, halten die Wärme aber weniger lang. Wichtig ist außerdem, woraus Deckel und Garraum bestehen: doppelwandiger Stahl oder Guss halten die Temperatur konstanter als dünnes Blech, was sich beim indirekten Grillen sofort bemerkbar macht.Den Preis bestimmen die Brennerzahl, die Materialstärke, die Qualität der Verteilersysteme über den Brennern und die Verarbeitung von Wagen und Deckel. In diesem Budget bekommst du solide Technik und ordentliche Leistung, verzichtest aber meist auf Infrarot-Hecksysteme, serienmäßige Drehspieße oder aufwendige Sondermodelle mit Zusatzgarraum.Vergleiche Grillfläche, Brenner und Rostmaterial nebeneinander, dann findest du das Gerät, das zu deiner Terrasse und deiner Grillrunde passt.