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Matratzen

Wie man sich bettet, so liegt man

Du verbringst ein Drittel Deines Lebens im Bett und veränderst durchschnittlich sechzig Mal pro Nacht die Liegeposition. Die Wahl einer neuen Matratze sollte also gut durchdacht sein. Generell unterscheidet man zwischen vier verschiedenen Arten: Kaltschaummatratzen sind durch Einschnitte in unterschiedliche Liegezonen unterteilt. Dadurch warten sie mit einer hohen Punktelastizität auf, die den Körper gut stützt. Allerdings sind sie aufgrund ihrer Wärmeisolation weniger für Menschen geeignet, die stark schwitzen. Auch Latexmatratzen sind punktelastisch. Zudem können sich Hausstaubmilben in ihnen nicht einnisten, was sie besonders attraktiv für Allergiker macht. Die Kategorie der Federkernmatratzen wird noch einmal unterteilt in Bonnell-, Taschen- und Tonnentaschenfederkernmatratzen. Bonnellfedern sind taillierte Spiralfedern, die den Kern einer Matratze bilden. Sie sind leicht und günstig, neigen aber zu starkem Nachschwingen und unterstützen den Körper nicht punktuell. Bei Taschenfederkernmatratzen sind die Stahlfedern in kleine Stoffsäckchen eingenäht, was den Körper optimal stützt. Sie haben zwischen drei und neun unterschiedliche Liegezonen, was einen hohen Schlafkomfort verspricht. Qualitativ noch hochwertiger sind die Tonnentaschenfederkernmatratzen, da ihre Stahlfedern eine zusätzliche Wölbung aufweisen, die die Matratze noch flexibler und punktelastischer macht. Viscoelastische Matratzen eignen sich vor allem für Menschen mit orthopädischen Problemen, da sie sehr empfindlich auf Körperwärme und Druck reagieren. Deshalb darf es im Zimmer auch nie zu kalt werden – bei weniger als 16 Grad verwandeln diese Matratzen sich in ein Brett. Neben diesen gängigen Arten findest Du auch noch die komplett aus natürlichen Materialien hergestellten Futonmatratzen sowie die Wasserbettmatratzen. Wegen dieser Vielfalt an Arten und Modellen solltest Du also genau hinschauen, bevor Du Dich für eine Matratze entscheidest.

Wie auf Wolken

Damit Du Dich wie auf Wolken gebettet fühlst und morgens gut erholt aus dem Traumland zurückkehrst, ist die Wahl der richtigen Matratze entscheidend. Und zwar die Wahl der richtigen Matratze für Dich! Welche das ist, hängt unabhängig von den einschlägigen Infos über die verschiedenen Arten von Deinen ganz persönlichen Voraussetzungen ab. Dazu zählen zunächst Dein Geschlecht, Dein Alter, Deine Größe und Dein Gewicht. Aber auch gesundheitliche Belastungen wie eine Hausstaubmilbenallergie oder ein Bandscheibenvorfall spielen eine Rolle. Besonders wichtig sind Deine Schlafgewohnheiten. Wenn Du vorwiegend auf dem Bauch schläfst, benötigst Du eine andere Matratze als ein Seitenschläfer oder jemand, der sich nachts oft umdreht. Darüber hinaus spielt der Lattenrost für Deinen erholsamen Schlaf eine Rolle. Zum einen stellt er eine Belüftung für die Matratze her und schafft ein angenehmes Bettklima. Zum anderen unterstützt er die Matratze in ihren spezifischen Eigenschaften. Im Allgemeinen kannst Du zwischen festen, verstellbaren und Lattenrosten mit einer randlosen Unterfederung wählen. Letztere kommen oft zum Einsatz, wenn zwei Matratzen sich ein großes Bett teilen. Sie sind so konstruiert, dass sich die Kautschukkappen für die Federleisten nicht seitlich im Rahmen befinden, sondern direkt auf den Holmen aufgesetzt werden. Dadurch wird die Federwirkung auf die gesamte Liegefläche übertragen und die Lattenroste stoßen lückenlos aneinander. Überziehst Du Deine Matratzen zudem mit einer Moltonauflage, gehört die Besucherritze der Vergangenheit an. Oder Du zauberst Dir mit einem Topper ein tolles Kuschelerlebnis ins Bett. Diese dünnen Auflagen schmälern dabei nicht die Wirkung Deiner Matratze. Sie umfangen Deinen Körper lediglich wie eine Wolke und geben Dir damit ein himmlisches Gefühl.

Raumgewicht, Härtegrad, Materialien

Wie erkennst Du eine gute Matratze?

Ein wesentliches Qualitätsmerkmal guter Matratzen ist das Raumgewicht (abgekürzt RG). Es gilt als Kennzahl für die Haltbarkeit und gibt an, wie viel Kilogramm Rohmasse in einem Kubikmeter Schaumstoff aufgeschäumt werden. Je höher die RG-Zahl, desto schwerer der Schaumstoff und umso höher die Langlebigkeit und Elastizität einer Matratze. Ein Wert ab 40 gilt dabei als gut. Auch die Stauchhärte ist ein wichtiges Kriterium für Qualität. Je geringer sie ist, desto geringer die Fähigkeit des Schaums, nach Belastung wieder die ursprüngliche Form anzunehmen. Störende Sitzkuhlen können so entstehen. Menschen mit einem höheren Gewicht sollten auf eine Matratze mit einem Wert um die 40 kPa zurückgreifen. Für leichtere Menschen und Kinder reicht oftmals ein Wert von 30 kPa. Zudem sollte die Gesamthöhe einer Matratze zwischen 19 und 24 Zentimetern liegen, die Höhe des Kerns in Abhängigkeit vom Körpergewicht zwischen 14 und 19 Zentimetern betragen. All diese Daten findest Du bei den Herstellerangaben zu Deiner favorisierten Matratze.

Je härter, desto besser?

Die unterschiedlichen Kerne (Latex, Kaltschaum, Federkern etc.) einer Matratze bestimmen deren Härte. Allerdings gibt es für diesen Härtegrad bisher noch keinen einheitlichen Standard. Die Hersteller benutzen also ihre eigenen Einstufungen, was für den Verbraucher oft irreführend ist. Generell variiert der Härtegrad zwischen H1 (weich) und H5 (sehr hart). Dabei gilt: Je höher der Härtegrad, desto härter und belastbarer ist die Matratze. Das bedeutet jedoch nicht, dass eine H5 Matratze auch die richtige für Dich ist! Je nach Gewicht und Körpergröße benötigen Menschen unterschiedlich harte Matratzen. Dass Du Dich für den richtigen Wert bei Deiner Matratze entschieden hast, erkennst Du daran, dass Deine Wirbelsäule beim Liegen in der Seitenlage eine Waagerechte bildet. Zudem darfst Du nicht ins Hohlkreuz verfallen, wenn Du auf dem Rücken liegst. Denn sowohl eine zu weiche als auch eine zu harte Matratze können zu Verspannungen und Schmerzen führen. Im Internet gibt es verschiedene Härtegrad-Rechner, die Dir bei der Wahl helfen können.

Welche Matratze passt zu Dir?

Nach einer entspannten Nacht erholt aufwachen – das muss eine Matratze leisten. Abgesehen von Deinen persönlichen Voraussetzungen und Vorlieben lässt sich dabei ganz allgemein sagen: Kaltschaummatratzen eignen sich für Menschen, die sich nachts viel bewegen. Sie sind auch geeignet für Personen, die schnell frieren, Allergien oder Rückenprobleme haben. Federkernmatratzen passen mit ihrer hohen Luftdurchlässigkeit hingegen zu Leuten, die nachts stark schwitzen. Durch ihre Stabilität sind sie gut für Bauch- und Rückenschläfer geeignet – auch für solche mit einem höheren Gewicht. Menschen mit Rückenproblemen oder Allergiker sollten besser zu einem anderen Modell greifen. Latexmatratzen bieten beispielsweise optimale Bedingungen für Menschen mit einer Hausstaubmilbenallergie. Mit ihrem weichen Liegegefühl entsprechen sie zudem den Anforderungen von Bauch- und Seitenschläfern. Auch wenn Du Rückenprobleme hast, bist Du mit dieser Wahl gut beraten. Viscoelastische Matratzen helfen Menschen mit orthopädischen Problemen oder Durchblutungsstörungen. Sie sollten allerdings ruhige Schläfer sein, da diese Matratzen lange brauchen, um in ihren Ursprungszustand zurückzukehren.

Vom Tierfell zum Federkern

Heute haben wir bei der Wahl der richtigen Matratze die Qual der Wahl. In frühen Zeiten hingegen begnügten sich die Menschen mit Stroh oder Tierfellen, die auf dem Boden ausgelegt wurden. Erst die alten Ägypter verlagerten das Bett vom Boden eine Etage höher. Der simple Grund: Schutz vor giftigen Kriechtieren. Prunkvolle Liegen entwickelten sich bald zu einem Zeichen von Macht und Pharaonen lagen auf ersten Matratzen, die mit Wolle und Pflanzenfasern gefüllt waren. Nach Europa kam die Matratze mit den Kreuzrittern des 12. und 13. Jahrhunderts. Sie brachten sie aus den arabischen Ländern mit, wo „matrah“ Bodenkissen bedeutet. Über Jahrhunderte blieb die Matratze jedoch ein Privileg der Reichen und Adligen. Erst mit der Industriellen Revolution des 19. Jahrhunderts kam eine umfassende Wende in der westlichen Schlafkultur und die Matratze wurde zu einem Einrichtungsgegenstand für jedermann. Interessanterweise entwickelte ein schottischer Arzt 1833 das erste Modell eines Wasserbettes – fünfzig Jahre bevor die erste Federkernmatratze erfunden wurde.

Tipps zur Matratzenpflege

Süße Träume auf der richtigen Matratze

Ja, sie ist nicht das optische Highlight in Deinem Zuhause. Und meistens siehst Du sie wahrscheinlich nicht einmal. Aber spätestens, wenn Du Dich zum Schlafen auf die Matratze Deines Bettes kuschelst, weißt Du die Zeit zu schätzen, die Du Dir für die Auswahl genommen hast. Denn Matratze ist nicht gleich Matratze. Überleg genau, welches Modell zu Dir passt – für dauerhaft süße Träume.

Keine Angst vor der Besucherritze!

Lieber eine große oder zwei separate Matratzen im gemeinschaftlichen Bett? Letztlich ist das natürlich Geschmackssache. Aber wenn zwei Personen sehr unterschiedliche Ansprüche an eine Matratze stellen, sind getrennte Schlafstätten die bessere Idee. Die lästige Besucherritze lässt sich dennoch vermeiden: Lattenroste mit randloser Federwirkung schließen lückenlos aneinander an. Wenn Du darüber noch einen breiten Topper oder eine Moltonauflage platzierst, ist die Besucherritze Vergangenheit.

Bitte wenden!

Egal für welche Art von Matratze Du Dich entscheidest – bedenke immer, dass Du Dir ein kleines Sensibelchen nach Hause holst, das gehegt und gepflegt werden möchte. Denn nur wenn Du Deine Matratze mehrmals pro Jahr wendest (längs und quer), ihr genug Frischluft zuführst und sie im Sommer auch mal in die Sonne legst, wirst Du lange von ihren Vorteilen profitieren.

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