Gartengestaltung & Ideen für den Garten

Hier findest du 5 Gartentypen im Porträt sowie konkrete Tipps für die ersten Schritte bei der
Gartengestaltung. Lass dich von vielen Beispielen inspirieren.

Ratgeber für Gartenplanung - Schritt für Schritt

1. Erste Schritte bei der Gartengestaltung

Du solltest dir ausreichend Zeit nehmen, um deinen Garten zu planen. Es gilt herauszufinden, was für einen Garten du möchtest, welche Materialien du magst und wie viel Budget zur Verfügung steht. Ein idealer Zeitpunkt, um alle Ideen und Wünsche zu sammeln, ist die Herbst- und Winterzeit. Möchtest du die Hilfe eines Gartenplaners in Anspruch nehmen, hast du im Winter außerdem bessere Chancen, den passenden Landschaftsarchitekten oder Gartenbau-Unternehmer zu finden, da diese im Frühjahr und Sommer meist stärker ausgebucht sind.

Am Anfang notiere Wünsche und Vorstellungen, die du an deinen Garten hast. Beantworte dir folgende Fragen:

  • Wie viele Personen werden sich im Garten aufhalten, wie viele davon sind Kinder und wie alt sind sie?
  • Wie pflegeintensiv oder pflegeleicht soll der Garten werden?
  • Brauchst du eine befestigte Terrasse für eine Sitzecke und einen Grillplatz?
  • Wie groß muss die Rasenfläche sein? (Platz zum Spielen für die Kinder)
  • Möchtest du ein Gemüse- oder Blumenbeet, Obstbäume?
  • Soll ein Schwimm- oder Zierteich angelegt werden?
  • Sollen Wege durch den Garten führen?
  • Hast du schon einen bestimmten Stil für deinen Garten im Kopf?
  • Welchen Stil hat dein Haus – der Garten sollte nämlich zum Stil des Hauses passen.
  • Welches Budget hast du zur Verfügung bzw. welche Summe möchtest du nicht überschreiten?

Mit dem Ergebnis fertige eine maßstabsgetreue Gartenskizze an und experimentiere mit den Flächen für die beste Aufteilung.

2. Bester Zeitpunkt für die Gartengestaltung

Nach der Planungsphase kann es losgehen mit der Gartengestaltung. Entweder, du ziehst jetzt einen professionellen Gartenplaner hinzu und besprichst mit ihm deine Ideen. Oder du legst selber Hand an. Dafür empfehlen wir den Zeitraum zwischen April und Oktober. Zu dieser Zeit ist die Beschaffenheit des Bodens ideal, um neuen Rasen zu säen, Hecken zu setzen oder Sträucher zu pflanzen.

Ganz gleich, ob du selbst Hand anlegst oder einem Profi die Arbeit überlässt, für die Umgestaltung eines Gartens sind mehrere Wochen einzuplanen. Selbst die Gestaltung von kleinen Gärten kann viel Zeit in Anspruch nehmen, wenn sie detailreich und raffiniert angelegt werden.

3. Welcher Gartentyp passt zu meinen Bedürfnissen?

Ob rustikal, modern oder natürlich, welcher Garten es werden soll, entscheidet in erster Linie der eigene Geschmack. Jedoch soll ein Garten auch den persönlichen Bedürfnissen entsprechen. Wer kleine Kinder hat, wird mit einem Garten im japanischen Stil genauso wenig glücklich wie jemand, der einen pflegeleichten Garten haben möchte. Falls du noch unsicher bist, welcher Gartentyp zu dir passt, stellen wir die fünf gängigsten Gartentypen vor.

Neben der Auswahl heimischer Pflanzen muss man auch ein bisschen Mut zur Wildnis haben. Erst dann kommt ein Naturgarten richtig zu Geltung.

Naturgarten

Wie der Name bereits vermuten lässt, steht hier die Natürlichkeit im Mittelpunkt. Was nicht bedeutet, dass dieser Gartentyp pflegeleicht ist, im Gegenteil. Ein Naturgarten braucht bis auf den Winter das ganze Jahr über regelmäßig Pflege. Natursteinmauern oder ein Weidengeflecht umranden Blumenbeete mit einer bunt gemischten Blütenvielfalt aus heimischen Gewächsen. Natürlich gewachsene Wiesen, darauf Obstbäume, Kräuter- und Salatbeete versorgen dich über die Saison hinweg mit eigenem Obst und Gemüse. Dieser Gartentyp ist auch ein idealer Ort für heimische Bienen, Schmetterlinge und Vögel. Ein Komposthaufen darf nicht fehlen, das i-Tüpfelchen ist ein kleiner angelegter Naturteich.

Klare Linien, ein Holz- oder WPC-Deck, moderne Loungemöbel und Pflanzen in Töpfen statt im Beet. In einem Design-Garten ist weniger oft mehr. Durch die Verwendung von Kies auf Wegen und Beeten bleibt der Pflegeaufwand gering.

Design-Garten

Im Design-Garten sieht alles aufgeräumt aus. Statt Gemüsebeeten und Rasen gibt es hier ein Holzdeck und Kiesflächen, die in geradlinigen Parzellen angelegt sind. Akzente setzen indirekte Beleuchtung, exotische Pflanzen in Kübeln und vielleicht ein Swimmingpool. Pflanzen kommen nur reduziert zum Einsatz, einfarbige Blumen bilden ein Zusammenspiel mit immergrünen Hecken aus Zypressen oder Kirschlorbeer. Wer mag, integriert einen Gartenpavillon oder Wintergarten. Der Design-Garten ist ideal für diejenigen, die am Wochenende ihre freie Zeit genießen möchten und kein großer Fan von ausgiebiger Gartenarbeit sind. Er benötigt nur wenig Pflege – einmal im Frühjahr Hecken stutzen und gelegentliches Unkrautjäten reichen in der Regel aus, um die schlichte Eleganz des Gartens zu bewahren.

Der Familiengarten hat Spielzonen und viel Rasen. Büsche und Sträucher sind robust und pflegeleicht.

Familiengarten

Hier steht ein hoher Nutzwert im Mittelpunkt. Idealerweise dient der Familiengarten den Eltern zur Erholung und den Kindern zum Spielen und Toben. Um das alles unter einen Hut zu bekommen, besteht ein Familiengarten aus einer großzügigen Rasenfläche. Denn Spielgeräte, Planschbecken und ein Fußballfeld brauchen Platz. Auf der Terrasse mit befestigtem Boden stehen die Sitzecke und ein Grill. Kleine Obstbäume und Gemüsebeete runden das Ganze ab. Durch die große Rasenfläche macht der Garten nur wenig Arbeit. Integriert man noch ein Gemüse- oder Blumenbeet in den Familiengarten, erhöht sich der Pflegeaufwand dementsprechend. Komfortabler als bodengleiche Beete sind Hochbeete, weil du dich bei der Gartenarbeit nicht so tief bücken musst.

In einem Kiesgarten sind Pflanzen so zu arrangieren, als ob die Natur selbst den Garten gestaltet hätte.

Kiesgarten

Stauden, Gräser und ein Boden aus Geröll sollen an eine weitläufige Prärie erinnern. Wer sich für einen Kiesgarten entscheidet, legt Wert auf eine schlichte, moderne Anmutung. Die Verwandlung des Gartens in eine Steppenlandschaft ist nicht ganz einfach. Stauden und Gräser müssen so gekonnt im Garten platziert sein, dass das Arrangement natürlich aussieht. Im Sommer kann sich der Kiesboden durch die Sonne kräftig aufheizen und nicht jede Pflanze fühlt sich in so einer Umgebung wohl. Gerne werden Buchsbäume oder Koniferen gepflanzt, obwohl sie für diese Böden nicht geeignet sind. Besser sind Kräuter wie Lavendel, Thymian oder Rosmarin, blühende Präriestauden und Gräser oder Zwiebelpflanzen wie Blaustern oder Zwerg-Iris. Die Pflege eines Kiesgartens ist überschaubar – gelegentliches Gießen und Unkrautjäten reichen normalerweise aus.

Themengarten

Hier steht die Ästhetik des Gartens im Mittelpunkt. Themengärten widmen sich immer einem speziellen Thema, von dem sie nicht abweichen. Man kennt sie in Form eines Zen-Gartens, Bauerngartens oder Cottage-Gartens. Die Monothematik lässt sich aber auch allein auf die Pflanzen reduzieren. So zählt auch ein Rosengarten, Palmen- oder Kakteengarten zum Spektrum der Themengärten. Ganz egal, für welches Thema du dich entscheidest, Kombinationsmöglichkeiten sind nur begrenzt möglich. Gartenmöbel, Beleuchtung, Pflanzen und Designelemente müssen immer zum jeweiligen Thema passen.

Ratgeber für Gartenplanung - Schritt für SchrittGartengestaltungs-Idee für einen Themengarten: ein japanischer Zen-Garten oder Trockengarten. Typisch sind Kies, Steine und Moos, Blumen kommen eher selten vor. Die wellenförmige Struktur im Kiesbett deutet Wasser nur an.

4. Ein Beet für Gemüse und Blumen planen

Was gibt es Schöneres, als selbst angebautes Gemüse zu essen und sich jeden Tag an frischen Blumen aus dem Garten zu erfreuen? Wer sich diesen Traum verwirklichen möchte, sollte das Gemüsebeet in einer sonnigen bis halbschattigen Lage anlegen. Vier bis fünf Sonnenstunden pro Tag braucht es, um die beliebtesten Gemüsesorten wie Karotten, Zucchini, Salat oder Gurken anzubauen. Die Bodenqualität des Beetes sollte aus lockerem, sandigen Humusboden bestehen, damit sich Feuchtigkeit nicht im Erdreich stauen kann.

Bei der Planung eines Blumenbeetes zuerst prüfen, ob die favorisierten Pflanzen eher Schatten oder Sonne bevorzugen. Erst danach den Ort im Garten für das Beet benennen. Die Wahl der Pflanzen bestimmt auch die Größe des Blumenbeetes. Denn damit sich die volle Blütenpracht entwickeln kann, muss man vorher wissen, wie viel Platz sie benötigen.

Bevor es ans Pflanzen geht, solltest du prüfen, ob der Boden genügend Nährstoffe enthält. Ist der Boden nährstoffarm, sollte er gedüngt oder das Beet mit nährstoffreicher Erde angereichert werden. Einen Bodentest kannst du selber machen. Jedes Gartencenter führt entsprechende Produkte.

5. Gartenmöbel müssen zum Gartenthema passen

Wetterfeste Loungemöbel sind robust und pflegeleicht und verlagern im Sommer das Wohnzimmer-Feeling auf die Terrasse.

Bei der Wahl der neuen Gartenmöbel solltest du darauf achten, dass sie zum Thema des Gartens passen. Neben der Optik spielen auch Funktionalität, Material und der Aufstellungsort eine wichtige Rolle. Ist die Terrasse zum Beispiel überdacht - die Gartenmöbel sind Wind und Wetter nicht direkt ausgesetzt - müssen diese nicht unbedingt witterungsbeständig sein. Anders sieht es aus, wenn die Gartenmöbel die ganze Saison über unter freiem Himmel stehen.

Besonders Möbel aus Holz oder Metall benötigen regelmäßige Pflege, damit sie vor Sonneneinstrahlung und Regen geschützt sind. Schutz bieten hier spezielle Holz- bzw. Metalllasuren. Wenn dir das zu viel Arbeit ist, sind Gartenmöbel aus Kunststoff oder Aluminium eine gute Alternative. Sie sind sehr pflegeleicht und robust – auch das Billigimage von Alu- oder Kunststoffmöbeln gehört der Vergangenheit an. Mittlerweile gibt es in diesem Segment viele hochwertige Modelle.

Loungemöbel mit wetterfesten Polstern haben meistens ein Geflecht aus Polyrattan. Dieses Material ist durch seine Wetterbeständigkeit sehr langlebig und pflegeleicht. Die Sitzauflage sollte einen Kern aus hochwertigem Schaumstoff und die Bezüge aus beschichtetem Polyester haben. Dann sind sie wasserabweisend und saugen sich bei einem Regenschauer nicht mit Wasser voll. Garten- oder Loungemöbel aus natürlichem Rattan sind nicht wetterfest. Sie müssen - wie Holzmöbel - mit einer wasserabweisenden Lasur behandelt werden, bevor man sie nach draußen stellen kann.

6. Gartenplaner und Landschaftsarchitekten bieten professionelle Hilfe

Selbst wenn du ein ambitionierter Hobbygärtner bist, solltest du vor dem Start überlegen, ob du alle Arbeiten alleine umsetzen kannst und willst. Vor allem wenn ein Schwimmteich oder Zierteich geplant ist, eine Terrasse gebaut werden soll oder der Garten in Hanglage liegt, kann ein professioneller Gartenplaner oder Landschaftsarchitekt von großer Hilfe sein.

Ein guter Gartenplaner muss fundierte Kenntnisse haben hinsichtlich klimatischer und regionaler Gegebenheiten vor Ort. Gleichzeit sollte er architektonisches Wissen haben, damit Garten und Haus nach der Umgestaltung eine optische Einheit bilden. Da Gartenplaner keine geschützte Berufsbezeichnung ist, solltest du dich vorab gut informieren, wem du deinen Garten anvertraust. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, wendet sich an einen Landschaftsarchitekten. Landschaftsarchitekten haben ein Diplomstudium absolviert und sind in einer Architektenkammer verzeichnet.

Tipp: Informiere dich bei Freunden, Familie oder Nachbarn, die bereits einen professionell angelegten Garten haben. Gab es dort Probleme oder war man mit der Arbeit zufrieden? Diese Informationen helfen, um einen geeigneten Gartenplaner für sich zu finden. Auf der Suche nach Gartenplanern hilft auch der Bund Deutscher Landschaftsarchitekten oder die Deutsche Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur.

7. Was kostet eine professionelle Gartengestaltung?

Die Kosten für eine professionelle Umgestaltung des Gartens hängen von mehreren Faktoren ab:

  • Größe des Grundstücks
  • Auswahl der Pflanzen
  • Ggewählte Designelemente wie Sichtschutz, Skulpturen, Beleuchtung
  • Anlegen von Wegen mit Kies oder Pflastersteinen
  • Anlegen eines Schwimm- oder Zierteichs

Je nach Anbieter und Aufwand kostet eine komplette Gartenplanung etwa zwischen 800 und 1.500 Euro. Wird derselbe Anbieter auch mit der Ausführung beauftragt, gibt es oft einen Preisnachlass. Beim Neubau eines Hauses mit neu angelegtem Garten gilt als Richtwert, dass die Gartengestaltung nicht mehr als 15 Prozent der Baukosten des Hauses übersteigen sollte. Um böse Überraschungen zu vermeiden, lass dir immer einen Kostenvoranschlag vom Landschaftsarchitekten oder Gartenplaner erstellen. Kosten werden kalkulierbarer und man sieht schnell, was finanziell geht und welche Arbeiten eventuell auch später erledigt werden können.

8. Kostenlose Gartenplaner-Tools aus dem Internet

Wenn du deinen Garten zur Probe zunächst selbst gestalten möchtest, findest du kostenlose Gartenplaner-Tools im Internet sowie zum Downloaden für den heimischen PC oder das Handy. Hier solltest du neben gärtnerischem Wissen auch eine gewisse Routine im Umgang mit Software-Programmen haben. Nicht jeder kommt mit der Bedienung von Gartenplaner-Tools auf Anhieb zurecht. Eine gewisse Einarbeitungszeit solltest du einkalkulieren. Wer solche Tools ausprobieren möchte, kann folgende Gartenplaner-Tools kostenlos aus dem Internet herunterladen.

Zusätzlich gibt es eine ganze Reihe professioneller Software (z.B. Palette CAD, Badplan 3D/creativ ), die kreative Raum- und Materialgestaltung bieten. Diese Programme richten sich jedoch vorwiegend an Badexperten und erfordern mindestens eine gründliche Einarbeitungszeit, wenn nicht sogar Fachwissen. Anfängern, die sich einfach nur ein wenig umschauen wollen, seien zunächst die einfacheren, kostenlosen Online-Planer empfohlen, um überhaupt ein Gefühl für ihr neues Badezimmer zu bekommen.

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