Wohnbasics

Gartendeko-Ideen: Deko auswählen, aufstellen und pflegen

von / moebel.de Redaktion

Ob Gartenstecker, Sonnenfänger oder Feuerschalen - wie du passende Gartendeko auswählst, aufstellst und pflegst und dem Garten eine persönliche Note gibst.

In diesem Artikel:

  • Die verschiedenen Arten von Gartendeko
  • Gartendeko-Ideen mit praktischem Zusatznutzen
  • Gartendeko richtig aufstellen
  • Pflegetipps: So hast du jahrelang Freude an deiner Gartendeko

Die verschiedenen Arten von Gartendeko

Eine liebevoll arrangierte Gartendeko macht deinen Garten individuell und kann selbst triste Ecken in echte Schmuckstücke verwandeln. Du hast generell die Wahl zwischen fest installierter und mobiler Gartendeko, die du je nach Anlass einsetzen und bei Bedarf neu arrangieren kannst. Dazu gehören Gartenstecker, Gartenfackeln oder Windlichter, die für Partys oder gemütliche Sommerabende zum Einsatz kommen und die du bei schlechtem Wetter jederzeit abnehmen kannst. Dagegen bleiben Objekte wie Lampen, Brunnen oder Gartenfiguren aus Stein oder Bronze ganzjährig im Garten.

Viele Deko-Objekte wie Pflanzgefäße, Vogelhäuser, Vogeltränken und alle frostempfindlichen Objekte kommen saisonal zum Einsatz. Im Winter fallen Objekte in bunten Farben besonders auf, wenn die Natur mit wenig eigenen Farben aufwarten kann. Nistkästen werden von den Vögeln zwar auch nur vorübergehend bezogen, bunt lackierte Modell sind aber ganzjährig ein Blickfang.

Links: Lust aufs Entdecken: Hier eine kleine Bronzefigur auf der Lehne einer Bank, dort ein kleines Vogelhäuschen. Viele Gärten zeichnen sich durch liebevolle Details aus, die wie zufällig arrangiert sind und erst auf den zweiten Blick auffallen. Mitte links: Star der Abendstunden und trüben Tage: Sonnenfänger strahlen bei schwachem Licht so hell als hätten sie eingebaute LEDs. Der Effekt entsteht aber nur durch Lichtreflexion. Mitte rechts: Ob als Regenfass, Miniteich oder Pflanzgefäß: Holzfässer machen vor allem in Landhausgärten eine gute Figur. Rechts: Blüten gehören zur schönsten Gartendeko überhaupt. Dahlien kannst du auch in große Kübel setzen und die Riesenblüten auf der Terrasse genießen.
Fotos: Thomas Heß, Shutterstock

Etwas ganz besonderes sind so genannte Sonnenfänger, das sind flache Objekte aus farbigem Acrylglas, die du entweder aufhängen oder als Gartenstecker im Beet arrangieren kannst. Der Clou: Selbst schwaches Sonnenlicht lässt den Rand der Scheiben eindrucksvoll in geheimnisvollem Licht leuchten. Besonders auffällig sind die Sonnenfänger in der Morgen- und Abenddämmerung sowie an trüben Tagen - also genau dann, wenn du es besonders gerne siehst. Bei direktem Sonnenlicht stehen die Acrylobjekte mit ihren Formen und Farben selbst im Vordergrund. Inzwischen gibt es Sonnenfänger nicht nur als klassische Scheiben, sondern als Blüten, Falter oder in diversen geometrischen Figuren.

Objekte aus Holz oder verschnörkeltem Schmiedeeisen passen genau wie Skulpturen aus Naturstein bestens in Naturgärten. Für moderne, streng formal angelegte Gärten dürfen es auch gerne Edelstahl, Glas oder der angesagte Edelrost sein. Knallbunt und verspielt ist überall erlaubt, wenn du es nicht übertreibst. Denn bei der Gartendekoration gilt grundsätzlich “weniger ist mehr”. Sonst überfrachtest du den Garten schnell, er wirkt extrem kleinteilig und damit insgesamt kleiner.

Was den Edelrost angeht: Eigentlich ist Rost gar nicht willkommen, denn wenn er kommt, sind Gegenstände aus Metall beschädigt und bekommen braune Flecken. Aber egal ob Körbe, Feuerstellen, Rankhilfen oder Tierfiguren - Objekte mit so genanntem Edelrost werden immer beliebter und passen zu jedem Gartenstil. Für diese Deko lässt man robusten Corten-Stahl bewusst großflächig rosten, sodass dünne, aber gleichmäßige Patina entsteht, die im Laufe der Jahre immer neue Farbnuancen annimmt und somit dynamisch wirkt. Aber: Auf Steinböden können Edelrostobjekte Rostflecken verursachen.

Gartendeko-Ideen mit praktischem Zusatznutzen

Gartendeko ist schön, klar. Aber im Gegensatz zu Windspielen oder Gartensteckern haben Vogelfutterhäuser, Nistkästen, Lampen, viele Rankgitter und Wasserspiele auch noch einen praktischen Zusatznutzen: Sie sind Schnellimbiss oder Kinderstube für Vögel, sie entschärfen abends Stolperfallen auf Treppen oder Wegen, sie geben Pflanzen Halt oder sorgen als plätschernde Muntermacher für eine angenehme Hintergrundmusik im Garten, die sogar lästige Störgeräusche aus der Nachbarschaft übertünchen kann.

Terrakottakübel bringen, wie auch andere Pflanzgefäße und Pflanzenkübel in Steinoptik, einen Hauch von Dolce Vita und Urlaubsatmosphäre in den Garten, sind aber in erster Linie Heimat für Kübelpflanzen.

Mit so genannten Pflanztaschen aus Leinen oder Kunststoffen sparst du viel Stellfläche auf der Terrasse oder dem Balkon, du kannst sie an der Wand aufhängen und mit Sommerblumen oder Kräutern bepflanzen.

Solar- oder Elektrolampen, Lampions, Fackeln, Feuerkörbe oder auch Windlichter: Wohl nichts anderes sorgt abends für so viel Atmosphäre wie stimmungsvolles Licht. Und mit Erdstrahlern werden auf einmal auch Pflanzen oder große Natursteine interessant, die man am Tag gar nicht beachtet. Wenn du die Lampen geschickt platzierst, fallen sie tagsüber gar nicht auf und sie erwachen erst zur abendlichen Lichtshow.

Viele moderne Lampen und Laternen sind so schick designt, dass sie tagsüber ein echtes Gestaltungselement darstellen. Das gilt besonders für Modelle aus Edelstahl und Schmiedeeisen. Gartenlampen mit Solar haben den Vorteil, dass du sie überall auch spontan einsetzen kannst, allerdings ist die Leuchtkraft im Vergleich zu Lampen mit gängigem 230-Volt-Anschluss begrenzt.

Links: Kleine Springbrunnen sehen nicht nur gut aus, sondern beruhigen auch durch ihr leises Plätschern. Mitte: Am Gartenteich lässt sich Licht besonders stimmungsvoll einsetzen. Rechts: Ob gekauft oder selbst gemacht: Windlichter verbreiten in jedem Garten stimmungsvolles Licht.
Fotos: Thomas Heß, Shutterstock

Moderne Feuerstellen für den Garten sind mobil und du siehst das Feuer im Gegensatz zu einem Gartenkamin von allen Seiten. Feuerschalen sind flache, auf drei oder vier Beinen stehende Schalen aus Metall oder Keramik und in der Regel aus einem Stück gearbeitet. Bis auf ein kleines Wasserabzugsloch in der Mitte sind Feuerschalen geschlossen, sodass keine Asche auf den Boden fallen kann. Feuerkörbe haben hohen Seitenwände mit breiten Luftschlitzen und dadurch eine optimale Luftversorgung. Es können aber Asche und Glut seitlich herausfallen, weshalb du den Korb immer auf einen möglichst breiten, feuerfesten Untersetzer stellen solltest. Du kannst den Korb auch innen mit engmaschigem Drahtgeflecht auskleiden, das die Glut zurückhält. Achte unbedingt darauf, dass jede Art von Feuerstelle nicht direkt neben Pflanzen steht, die abstrahlende Hitze würde deren Blätter vertrocknen.

Gartendeko richtig aufstellen

Hast du dich für eine bestimmte Art von Deko entschieden, solltest du den Standort für größere und für hängende Objekte gut auswählen. Sind schwere Steinfiguren und Brunnen einmal installiert, bleiben sie dauerhaft an Ort und Stelle. Idealerweise sieht man die Objekte sowohl von der Terrasse als auch von der Wohnung.

Sicherer Stand und feste Knoten: Gartendeko muss sicher befestigt sein, damit sie bei Wind nicht umfällt oder durch den Garten weht. Objekte auf einem Stab sind meist kopflastig und brauchen einen langen Erdspieß, damit sie nicht umkippen. Gegenstände mit vier Standbeinen stehen nur auf völlig ebener Fläche sicher, sonst kippeln sie. Für unebenes Gelände sind drei Standbeine besser, die stehen immer sicher.

Hängendes muss sicher befestigt sein, was du mit Kordeln oder Ketten sowie stabilen Aufhängehaken oder Ösen aus Metall erreichst. Bei frei hängender Deko wie Windspielen ist die Aufhänghöhe wichtig. Auf keinen Fall so, dass sie dir im Weg sind. Außerdem musst du sie schnell wieder abnehmen können, damit sie bei Sturm nicht beschädigt werden.

Direkt an Gartenwegen oder Sitzplätzen sind zerbrechliche oder spitze Dekoobjekte fehl am Platz, nur allzu leicht stößt man die Objekte mit der Schubkarre an oder kann sich bei Unachtsamkeit verletzen. Beet- und Gartenstecker dürfen die Gartenarbeit nicht behindern und eignen sich daher vor allem für ruhige Bereiche.

Pflegetipps: So hast du jahrelang Freude an deiner Gartendeko

Das verwendete Material bestimmt die Haltbarkeit von Objekten sowie deren Pflegeaufwand. Absolut wetterfest sind Steine, Kunststoff und lackiertes Metall, Holz wird erst durch Pflegeöle oder Lasuren richtig outdoortauglich, hält sich dann aber an luftigen Standorten ohne direkten Erdkontakt jahrelang. Das Holz bleicht höchstens aus oder setzt graue Patina an.

Links: Lagerfeuer und Grill zugleich: Feuerschalen sorgen für Wärme und Romantik. Rechts: Moderne Fackeln sind auch tagsüber tolle Blickfänge. Sind die Modelle aus Metall, darf die Beschichtung nicht beschädigt werden. Sonst droht Rost.
Fotos: ofenseite.de, Thomas Heß

Achte darauf, dass Holz und Metall keinen direkten Erdkontakt haben, das führt zu rascher Fäulnis und Rost. Bei Pflanzkübeln aus Holz legst du einfach flache Steine unter, sodass ein Zwischenraum entsteht und Feuchtigkeit abtrocknen kann. Kübel, Gießkannen und andere Gegenstände aus Kunststoff sind zwar stoßfest, werden bei Frost aber oft spröde und sollten den Winter am besten im Keller verbringen.

Besonders in feuchten Wintern setzen sich Algen und Moose gerne auf fest installierten Objekten fest. Stein, Metall oder Kunststoffe lassen sich mit einem Schwamm und warmem Seifenwasser reinigen, bei größeren Objekten kannst du auch einen Hochdruckreiniger nehmen, sofern es sich nicht um Holz handelt. Lackiertes Eisen rostet, wenn die Lackschicht durch mechanische Beschädigung undicht geworden ist. In dem Fall kannst du den beschädigten Lack nur abschleifen und das blanke Metall neu lackieren.

Mehr zu Thema im Magazin:

Ähnliche Artikel

Kommentare

0
Weitere Artikel
Loading...