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Gartendeko selber machen

von / moebel.de Redaktion

Schöne Gartendeko kannst du mit etwas Fantasie und handwerklichem Geschick leicht selber machen. Ideen und Anleitungen mit Beton, Holz und Metall.

In diesem Artikel:

  • Upcycling: Aus alt mach neu
  • Deko mit Naturmaterial
  • Gartendeko aus Holz
  • Gartendeko aus Metall
  • Gartendeko aus Beton selber machen
  • Ideen mit Wasser
  • Licht als dekoratives uns stimmungsvolles Element

Upcycling: Aus alt mach neu

Warum viel für eine Gartendeko ausgeben, die dann auch noch Massenware ist? Stöbere doch einfach mal im Haus oder im Keller nach ausrangierten Sachen und funktioniere diese einfach um. Upcycling liegt im Trend. So kannst du ein altes Küchensieb etwa als Blumenampel einsetzen, Maurerkübel oder halbe Weinfässer als Miniteiche und ausgediente Einmachgläser bekommen ein zweites Leben als stimmungsvolle Windlichter. Sehr beliebt sind Europaletten, aus denen du Hochbeete oder Blumenregale bauen kannst.

DIY-Idee: Genähte Tontöpfe

Näh’ dir einen Blumentopf: Du kannst aus beschädigten Tontöpfen ganz leicht eine schöne Deko für den Garten basteln. Dafür brauchst du eine feste Kordel oder dünne Kette, einen Keramikbohrer und einen Topf, bei dem alle Bruchstücke noch vorhanden sind und die nicht zu kleinteilig sein dürfen. Du bohrst in die Scherbe und den Topf mehrere Löcher, „nähst“ die Scherbe oder den beschädigten Bereich am Topf fest und verknotest das Kordelende nach dem letzten Loch, damit die Kordel fixiert wird. Die Arbeit lohnt sich natürlich nur bei hochwertigen Töpfen.

Links: Beschädigte Tongefäße werden dank Keramikbohrer und Kordel zum Blickfang. Rechts: Baumstümpfe sehen dekorativ aus und lassen sich sogar in die Gartengestaltung mit einbeziehen, z.B. als Hocker.
Fotos: Thomas Heß, Shutterstock

Deko mit Naturmaterial

Schon eine urige, mit Moos bewachsene Baumwurzel wird an einem Teich oder Bachlauf zum Dekoobjekt und bietet sogar Tieren einen Unterschlupf. Wenn du magst, kannst du auch Sedum-Arten auf der Wurzel ansiedeln. Besonders geformte oder gefärbte Natursteine sind ebenfalls dekorativ, vor allem wenn es größere Objekte sind, die du bewusst in Szene setzt und abends sogar noch beleuchten kannst. Das sieht nicht nur gut aus, sondern regt auch die Fantasie an, wenn man in den Gesteinsformen im abendlichen Spiel von Licht und Schatten Gesichter oder Fabelwesen entdeckt.

Aus gleichmäßig geformten, eher großen Natursteinen kannst du eine Trockenmauer aufschichten (bis zu 80 cm), die idealerweise einen Hang abstützt. Dazu brauchst du keinen Mörtel und Zement, denn die Steine halten durch ihr Eigengewicht. Besonders schön sieht es aus, wenn du die Mauer bepflanzt, zum Beispiel mit Blaukissen. Das verleiht ihr einen Hauch von Romantik und Landlust. Aber Achtung: Die Pflanzen brauchen ein Fundament aus festgestampftem Kies oder alten Gehwegplatten und müssen zum Hang hin eine leichte Neigung haben, damit sie nicht vorne überkippen.

Gartendeko aus Holz

Neben kleinen Accessoires wie Kerzenständern gehören selbst gebaute Igelhäuser und vor allem Vogelhäuser und Nistkästen zur beliebtesten Gartendeko. Ob bunt lackiert, in ausgefallenen Formen oder gar der Nachbau des eigenen Hauses in XXS.

Vogelhäuser

Egal welche Form und Farbe du für dein Vogelhaus auswählst, alle sollten bestimmte Merkmale haben, damit sie auch angenommen werden. Als Baumaterial kommen nur wasserfest verleimte Bretter infrage, normales Sperrholz quillt bei Feuchtigkeit auf. Das Dach muss wasserfest sein und immer so weit überstehen, dass weder Regen noch Schnee von der Seite ins Haus kommen können. Jedes Vogelhaus muss sicher stehen, damit es auch ein Schneesturm nicht umwerfen kann: Ideal ist entweder ein einfacher Pfosten, den du tief in den Boden stecken kannst, oder ein Dreibeingestell, das in jedem Gelände sicher steht und nicht kippelt. Vier Füße neigen dagegen in unebenem Gelände zum Kippeln. Die Öffnungen des Futterhauses müssen groß genug sein, damit unterschiedliche Vogelarten bequem ein- und ausfliegen können.

Nistkästen

Auch für die beliebten Nistkästen gibt es einige Regeln. Mit dem Durchmesser des Einflugloches legst du fest, welcher Vogel einziehen soll, zum Beispiel 2,8 cm für Blaumeisen und 3,2 cm für Kohlmeisen. Die Ränder des Einflugloches dürfen nicht scharfkantig, sondern sollten etwas angeschliffen werden. Sonst stoßen sich die Vögel beim Einfliegen die Flügel an. Und wer will sich schon jedes Mal an der Haustür verletzten. Picken Vögel emsig am Einflugloch herum, wollen sie es nicht vergrößern, sondern entschärfen!

Die Grundfläche des Kastens sollte 12 x 12 cm groß sein und das Einflugloch etwa 15 cm weit vom Boden entfernt sein.

Links: Nistkästen sind auch für Anfänger schnell gebaut und werden von den Vögeln gerne angenommen. Rechts: Der Bau eines Vogelhauses ist natürlich auch ein Spaß für Kinder.
Fotos: Shutterstock

Holzschutz

Mit regelmäßiger Pflege halten Holzobjekte jahrelang. Wenn Holz der Witterung direkt ausgesetzt ist, solltest du es mit Holzschutzmitteln abhärten. Wenn die Holzmaserung erkennbar bleiben soll, nimmst du Lasuren oder Öle. Lacke gibt es in allen möglichen Farben, sie verdecken allerdings die Maserung und bilden eine geschlossene Oberfläche. Wichtig ist in jedem Fall, dass deine Holzdeko keinerlei Kontakt zum Gartenboden hat oder sich irgendwo Regenwasser sammeln kann, was rasche Fäulnis zur Folge hätte.

Gartendeko aus Metall

Bepflanzte Gießkannen oder Kübel aus Zink sind eine beliebte Dekoration und gehören in jeden ländlich-rustikalen Garten. Zum gleichen Ambiente passen auch alte Rechen ohne Stiel, die du als Wandhaken für die Schuppenwand verwenden kannst.

Links: Schöne Deko, schnell gemacht: Metallkannen und –gefäße sind perfekte Pflanztöpfe oder Vasen. Rechts: Aus Metallschrott lassen sich tolle Objekte für den Garten basteln. Rost ist in diesem gewollt.
Fotos: Shutterstock, Thomas Heß

Windspiele

Windspiele aus Metallröhrchen sind mit etwas Geschick schnell selber gebastelt und können an dünnen Kordeln aufgehängt werden. Als Klöppel kannst du eine Holzkugel oder Ähnliches nehmen. Immer wenn Metall durchbohrt oder mit einer Blechschere in Form geschnitten wird, ist etwas handwerkliches Geschick gefragt. Wo im Zusammenhang mit Metall gebohrt oder gehämmert wird, solltest du eine Schutzbrille tragen. Eine herkömmliche Brille zur Sehkorrektur reicht dabei nicht aus. Wer schweißen kann, hat natürlich noch wesentlich mehr Möglichkeiten, denn Metall eignet sich hervorragend für kleine Skulpturen oder auch Vogelscheuchen. Vor allem in modernen Gärten ist so eine Deko eine perfekte Ergänzung.

Metall schützen

Um Rost zu verhindern, kannst du die Metalloberfläche mit Schutzlack behandeln. Und zwar bevor sich Rost festgesetzt hat, sonst wird es unter dem Lack weiter rosten. Bereits rostiges Metall solltest du vor dem Lackieren sorgfältig abschleifen, um auf der sicheren Seite zu sein. Lacke, die du direkt auf rostige Stellen pinseln kannst, funktionieren meist nur, wenn der Rost nicht zu tief ins Metall eingedrungen ist. Wichtig, durch mechanische Beschädigung und kleine Risse im Lack kann Feuchtigkeit eindringen und so Rost verursachen. Also rechtzeitig nachlackieren.

Gartendeko aus Beton selber machen

Beton ist robust, wetterfest, lackierbar – und lässt sich in Formen gießen. Perfekt, um sich daraus selber eine schöne Gartendeko zu machen. Du kannst Backformen oder Kinderförmchen oder mit feinkörnigem Beton ausgießen und die entstehenden Objekte bunt lackieren und auf dem Tisch oder zwischen Pflanzenkübeln verteilen.

Wer gerne bastelt, kann sich aus Estrichbeton robuste und ganz individuelle Pflanzkübel machen. Der Aufwand ist überschaubar, der Beton nach einer Woche durchgetrocknet und der Kübel kann benutzt werden - und das jahre-, wenn nicht sogar jahrzehntelang. Der einzige Nachteil der Kübel ist das enorme Gewicht, stehen sie einmal an Ort und Stelle, werden sie dort auch bleiben.

Das Prinzip so eines Kübels ist dagegen denkbar leicht: Du nimmst zwei stabile Pappkartons unterschiedlicher Größe, stellst sie ineinander und füllst den Zwischenraum mit Beton auf. Zwischen den Kartons sollte ein 5 cm breiter Zwischenraum bleiben, was der späteren Wandstärke des Kübels entspricht.

Für das Mosaikmuster farbige Glassteine auf doppelseitigem Klebeband auslegen, das Klebeband auf dem äußeren Karton fixieren. Die Steine werden vom zähflüssigen Beton (vorsichtig einfüllen!) umschlossen und sitzen darin später bombenfest. Mit feiner Fugenmasse füllst du später eventuell noch verbliebene Hohlräume zwischen den Steinen aus.

Links: Farbklecks im Winter. Das Mosaik aus Glassteinen fällt auch in der dunklen Jahreszeit sofort auf. Rechts: Miniteich für den Tisch: Tannenwedel wachsen auch im Glas.
Fotos: Thomas Heß

Ideen mit Wasser

Mit Hilfe von Wasserpflanzen wie Tannenwedel, Minirohrkolben und Unterwasserpflanzen wie das Tausendblatt kannst du einen ganz besonderen Vasenschmuck für den Gartentisch zaubern - einen Teich in XXS. Das bietet sich vor allem an, wenn diese Pflanzen im Gartenteich zu üppig geworden sind und ein Teil von ihnen ohnehin dort ausziehen muss.

Licht als dekoratives uns stimmungsvolles Element

Ausgediente, aber formschöne Gläser sind viel zu schade für das Altglas. Als Windlichter zaubern sie eine herrliche Abendstimmung auf jeden Balkon. Um die Gläser aufzupeppen, brauchst du einen kräftigen Schuss Serviettenkleber und wahlweise durchscheinendes Japanpapier oder Goldglitter aus dem Bastelladen. Verteile den Kleber mit einem Pinsel von innen gleichmäßig bis unter den Rand vom Glas.

Links: Windlichter aus Marmeladengläser sind schnell gemacht und sehr effektvoll. Rechts: Teesiebe werden zu stimmungsvollen Outdoorlampen.
Fotos: Thomas Heß

Gib den Glitter ins Glas, sodass der Boden gut bedeckt ist. Schwenk das Glas so lange, bis der Glitter auf der Glaswand eine deckende Schicht bildet. Überschüssigen Glitter gibst du wieder in die Packung. Wenn du willst, kannst du den Glasrand ebenfalls mit Serviettenkleber einpinseln und farblich passendes Geschenkband straff um den Rand wickeln.

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