Achtsam wohnen in der dunklen Jahreszeit

Windlichter-Kuscheldecken-gemuetliche zimmerecke

Von Katja Keweritsch

Mit dem November startet oft der Winterblues. Alles ist kalt, dunkel und nass. Wir zeigen dir, wie du dieser ungemütlichen Jahreszeit ein Schnippchen schlägst. Denn durch sinnliche Eindrücke zuhause und ein paar Achtsamkeitstipps steckst du Schmuddelwetter & Co. viel besser weg. Wollen wir wetten?

1. Schöne Stoffe laden zum Berühren ein

Wolle, Samt und Felle

Sinnlich wohnen bedeutet in der Tat, dass alle Sinne in deinem Zuhause angesprochen werden. Auch die Haptik, das tastende Begreifen. Wahrscheinlich sprechen uns deshalb Stoffe wie Samt, Filz oder Wolle so sehr an: Sie laden ein, sie zu berühren. Immer sind wir versucht, kurz mit der Hand darüber zu streichen.

Außerdem wirken sie elegant und wertig - im Fall von Samt sogar fast herrschaftlich. Je mehr dieser edlen Stoffe du in deinem Zuhause einsetzt, desto wärmer und wohnlicher wird es bei dir. 

2. Mit Kerzen wird’s romantisch

Kerzen

Knisterndes Feuer gilt zurecht als Sinnbild sinnlichen Wohnens. Da aber wohl die wenigsten Zuhause mit einem antiken, gemauerten Kamin trumpfen können, vergnügen wir uns mit der nicht minder romantischen Alternative: Kerzenschein. Und hier endlich darfst du dekorieren, was das Zeug hält!

Denn bei Kerzen gilt: Mehr ist eindeutig mehr. Gruppiere hübsche Kerzenständer auf Fensterbänken, Tischen, Sideboards und auf dem Boden. Achte darauf, jeweils eine ungerade Anzahl zu arrangieren. Das empfinden wir als harmonischer.

Ausnahme: zwei Kerzen. Ein Duo funktioniert immer. Tipp: Besonders stimmig wirkt es, wenn es sich um zwei gleiche Kerzenständer handelt.

3. Teppiche sorgen für Stil und warme Füße

Teppiche

Kalte Füße im Winter – uuah. Das verleidet einem sogar den romantischen Aspekt von Schnee und Dunkelheit. Deshalb solltest du unbedingt präventiv aktiv werden und in einen flauschigen Teppich investieren. Denn: Selbst im Dunkeln aufstehen zu müssen, fühlt sich nur noch halb so schlimm an, wenn deine Füße neben dem Bett mit einem soften Flokati kuscheln dürfen.

Zudem sorgen Teppiche auch optisch sofort für Wohlfühlatmosphäre. Sie verleihen einem Raum Stil, dämpfen Geräusche und vereinen Möbel ganz unterschiedlicher Couleur zu einem stimmigen Ensemble.

4. Mollige Decken zum Einkuscheln

Kuschelige Felle

Romantische Hüttenstimmung: Mit den Decken aus Fellimitat versetzt du dein Wohnzimmer optisch in die Berge. Ob Alpen oder Rocky Mountains hängt dabei vom Muster ab, mollig warm und flauschig ist beides.

Unschlagbar einladend wirken außerdem Schaffelle auf Stühlen, Sesseln oder Sofas. (Einige davon gibt es sogar in der ökologischen Variante.) Du kannst sie sogar als Teppich vor dein Bett legen und morgens kuschelnd in den Tag starten.

Der Klassiker: hübsche Wolldecken. Verteil sie großzügig auf deinem Sofa oder der Wohnlandschaft und freu dich auf einen urgemütlichen Winter.

5. Blumen holen die Natur in dein Zuhause

Blumen

Je mehr die Natur sich draußen zurückzieht, desto größer wird unsere Sehnsucht nach grünen Blättern und duftenden Blüten. Mit einzelnen Ästen, hübschen Pflanzen oder einem üppigen Strauß kannst du diesem Verlangen während der kalten Jahreszeit begegnen.

Tipp: Arrangier einige Pinienzapfen auf einem kleinen Teller auf der Fensterbank (Alternative: Tannengrün oder Gewürze wie Kardamom, Sternanis oder Zimt). Durch die Wärme der Heizung verströmen sie bald einen zarten Duft. Auf diese Weise wird das Naturerlebnis in deinem Zuhause noch sinnlicher.

Übrigens: Welche Pflanzen besonders pflegeleicht sind und zusätzlich für ein gutes Raumklima sorgen, haben wir dir in dem Magazinartikel zusammengeschrieben.

6. Goldene Accessoires zaubern einen Hauch von Boho-Chic

Bild: goldene Accessoires

Achtsam wohnen muss nicht immer heißen, dass man minimalistisch wohnt und auf jede Deko verzichtet. Wichtig ist es, wie Marie Kondo in ihrem bekannten Buch "The Magic Cleaning" schreibt, sich bewusst zu machen, welche Dinge einem Freude bereiten und welche nicht.

Goldene Accessoires zum Beispiel wirken edel, zeitlos und wertig. Selbst kleine glänzende Deko-Objekte versprühen einen Boho-Charme, den wir besonders gerne in der dunklen Jahreszeit funkeln sehen.

Am besten kommen goldene Accessoires dabei zur Geltung, wenn du sie reduziert einsetzt: Genieß den warmen Schimmer, den eine einzelne glattpolierte goldene Vase, Lampe oder Kanne ausstrahlt.

Tipp: Besonders intensiv glänzen die Objekte vor dunklen Farben. Meist reicht ein goldener Akzent, um einem Raum mehr Tiefe zu verleihen. 

7. Gemeinsam genießen

Bild

Vor einiger Zeit schon schwappte der Hygge-Trend aus Dänemark zu uns herüber. Dabei geht es vor allem um Gemütlichkeit. Aber auch um Genuss, Wärme, Geborgenheit und Glück.

Die gesellige Zeit mit Freunden und Familie ist den Dänen heilig. Gemeinsam backen, Kakao trinken, klönen und die Seele baumeln lassen. Auch das ist sinnliches Wohnen. Den Moment genießen, mal entschleunigen, achtsam sein. Sich eine Ruhepause gönnen, auch wenn die Küche noch nicht sauber ist und das Kinderspielzeug noch immer auf dem Fußboden herum fliegt.

Gemeinsam genießen will sagen: Sei gut zu dir! Sei gut zu deinen Lieben! Genießt die gemeinsame Zeit!

8. Der Inbegriff von sinnlichem Wohnen: ein gemütlicher Sessel

Bilder Sessel

Draußen ist es dunkel und kalt, doch drinnen warten der kuschelige Lesesessel, ein warmer Kakao und ein gutes Buch, die spannende Netflix-Serie oder die liebste Lieblingsmusik. So lässt sich der Winter aushalten. Besonders gemütlich wird es, wenn dein Sessel flauschige Kissen, Armlehnen und einen Hocker für die Füße bereitstellt. Oder wenn er so groß ist, dass du bequem in unterschiedlichen Positionen lümmeln kannst.

Tipp: Stoff ist als Bezug immer komfortabler als Leder. Der Grund: Vor allem Kunstleder und minderwertiges Leder fühlen sich kälter an und sind rutschig, so dass du deine Sitzposition oft verändern musst. 

Noch mehr Tipps, wie du achtsam wohnst, findest du in unserem Magazin-Artikel: Wohnen nach WABI SABI: So funktioniert der Trend

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