Wohnbasics

Der perfekte Lesesessel

von Katja Keweritsch

Mit oder ohne Hocker, aus Stoff oder Leder – die bevorzugte Sitzposition beim Lesen entscheidet darüber, welcher Lesesessel am bequemsten ist.

 

In diesem Artikel:

1. Die bequemste Leseposition
2. Lieber ein extra Hocker oder besser ein XXL-Sessel?
3. Der passende Bezug - Leder oder Stoff
4. Die Art der Polsterung
5. Mit dem Lesesessel einrichten
6. Die richtige Größe finden
7. Auf einen Blick: den passenden Lesesessel finden

1. Die bequemste Leseposition

Wer beim Lesen gerne aufrecht sitzt, braucht entweder einen Sessel mit einer geraden oder einer ergonomisch geformten Rückenlehne. Zudem sollte der Lesesessel nicht zu breit sein, damit er den Körper von beiden Seiten angenehm stützt.

Es ist komfortabel, wenn die Rückenlehne so hoch ist, dass sie den Kopf stützt. Ohrensessel bieten die Möglichkeit, den Kopf auch seitlich anzulehnen. Gleichzeitig schirmen diese Lehnen Geräusche leicht ab, man sitzt etwas ruhiger und geschützter.

Wer beim Lesen gerne im Schneidersitz sitzt oder die Beine anzieht, für den ist eine breite, tiefe Sitzfläche von mindestens 60 Zentimetern ideal.

Für jemanden, der beim Lesen lieber liegt als sitzt, lohnt die Investition in einen Relaxsessel. Manuell oder per Knopfdruck lässt sich die Rückenlehne absenken, während gleichzeitig eine Fußstütze nach oben fährt. Gestützt durch Kopf- und Armlehnen entsteht so eine angenehme liegende Leseposition.

2. Lieber ein Extra-Hocker oder besser ein XXL-Sessel?

Auf einem XXL-Sessel mit einer mehr als ein Meter tiefen Sitzfläche kann man die Beine ganz bequem ausstrecken. Allerdings braucht so ein kompaktes Möbel Raum, um zu wirken. Am besten macht sich ein XXL-Polstersessel deshalb in einer separaten Leseecke.

Ein Lesesessel mit einem extra Polsterhocker oder Ottoman kann ganz unterschiedlich eingesetzt werden. Zum einen natürlich als Fußstütze, zum anderen wird der Polsterhocker zu einer zusätzlichen Sitzgelegenheit oder mit einem Tablett zu einem Beistelltisch. Manche finden es außerdem angenehmer, wenn die Fußstütze niedriger ist als die Sitzfläche. Am besten vor dem Kauf ausprobieren.

3. Der passende Bezug - Leder oder Stoff

Leder ist typisch für klassische Ohrensessel. Allerdings kann ein Lederbezug beim Sitzen abhängig von der Sesselform etwas rutschen und weniger Halt bieten, gerade wenn man länger in einer Position sitzen möchte. Ein Bezug aus Stoff bietet mehr Halt.

Soll der Stoffbezug besonders strapazierfähig sein, sollte er mindestens 20.000 Scheuertouren standhalten. Bei einem Velours dürfen es gerne mehr als 30.000 sein. Wer den Bezug des Lesesessels selber gelegentlich waschen möchte, wählt einen Sessel mit abziehbarer und waschbarer Husse.

4. Die Art der Polsterung

Bei einer festen Polsterung ist der Bezugsstoff straff gespannt und nahezu faltenfrei. Beim Sitzen sinkt man kaum ein. Wenn du beim Lesen gerne aufrecht sitzt, bietet dir diese Art der Polsterung eine optimale Stütze. Allerdings ist der Bezug wegen der höheren Spannung des Stoffs einer stärkeren Abnutzung ausgesetzt. Der Bezugsstoff hat idealerweise eine hohe Scheuerbeständigkeit.

Bei einer weichen Polsterung sinkt man förmlich in den Lesesessel ein. Oft schmiegen sich Schaumstoffflocken oder Daunen als abschließendes Polstermaterial um den Körper und sorgen für ein besonders bequemes Sitzen. Wellen, Falten und Sitzmulden sind bei weich gepolsterten Möbeln normal. Wer beim Lesen gerne in den unterschiedlichsten Positionen sitzt, ist mit so einer weichen Polsterung gut beraten.

5. Mit dem Lesesessel einrichten

Wer eine separate Leseecke inszenieren möchte, schafft eine Sitzinsel aus Lesesessel, kleinem Tisch, Stehleuchte und einem Einzelteppich. Verbindendes Element können Farben sein, die gut zusammen passen.

Der Lesesessel kann aber auch in eine bestehende Sitzgruppe integriert werden. Dabei wirkt es durchaus charmant, wenn der Sessel sich in Farbe und Stil vom Rest der Einrichtung unterscheidet und einen bewussten Stilbruch darstellt.

6. Die richtige Größe finden

Im Möbelhaus sieht ein Sessel immer viel kleiner aus als in der Wohnung. Um die Wirkung im eigenen Wohnzimmer zu testen, kannst du Umzugskartons dort stapeln, wo der Sessel später stehen soll. Für kleine Wohnzimmer eignen sich Lesesessel auf sichtbaren Füßen besser, weil sie graziler und leichter wirken.

7. Auf einen Blick: den passenden Lesesessel finden

  • Ohrensessel schirmen optisch und akustisch ab und schenken mehr Ruhe.
  • Bei einer Sitztiefe und –breite von mehr als 60 Zentimetern kannst du deine Beine bequem unterschlagen.
  • Ein Hocker dient auch als zusätzliche Sitzgelegenheit oder Tisch.
  • Stoff oder Leder? Abhängig von der Sesselform kann das Sitzen im Ledersessel rutschig sein, am besten Probe sitzen.
  • Ein guter Bezugsstoff sollte über mindestens 20.000 Scheuertouren verfügen.
  • Eine feste Polsterung stützt, wenn man bevorzugt aufrecht sitzt und liest.
  • Eine weiche Polsterung eignet sich prima zum Lümmeln.

Foto im Aufmacher: Jodie Johnson / Shutterstock

Ähnliche Artikel

Kommentare

0
Weitere Artikel
Loading...