Pflegeleichte Zimmerpflanzen

von KATJA KEWERITSCH - 19.02.2019

Ob Urban Jungle oder Botanik-Trend - Grün boomt. Wir zeigen 10 Zimmerpflanzen, die die Natur in dein Zuhause holen. Plus Pflegetipps.

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Birkenfeige – auch im Badezimmer ein entspannter Mitbewohner

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Die auch als Ficus oder Benjamini bekannte Birkenfeige (Ficus benjamina) ist ein entspannter Mitbewohner. Sie braucht einen hellen, 22 bis 28 Grad warmen, aber nicht zu sonnigen Standort. 

Da die Pflanze aus den Tropen stammt, verträgt sie Luftfeuchtigkeit gut und eignet sich prima für das Badezimmer. Es gibt sie inzwischen mit vielen unterschiedlichen Blattfarben – von weiß über gelb bis hin zu hellgrün marmoriert, geadert oder gerandet. Zugluft und einen kalten Boden mag die Birkenfeige gar nicht. Mit trockener Heizungsluft hingegen kommt sie bestens klar. Achtung: Für Latex-Allergiker ist die Birkenfeige weniger geeignet. Denn: Bei Rindenverletzungen tritt ein weißer, klebriger Saft aus, der Latex enthält.

Bogenhanf – stilvoller Luftfilter

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Metzgergrün, Schwiegermutterzunge, Bajonettpflanze – die Spitznamen des Bogenhanfs (Sansevieria) sind nicht eben schmeichelhaft.

Dabei punktet der Exot mit Stil und Durchhaltevermögen: Ob Sonne oder Schatten ist ihm egal. Und Wasser benötigt er auch nur alle zwei bis drei Wochen. Lediglich auf Kälte reagiert er empfindlich: Kühler als 15 Grad darf es nicht werden. Absoluter Pluspunkt: Die großen Blätter des Bogenhanfs erhöhen den Sauerstoffgehalt in der Luft und verbessern das Raumklima.

Übrigens: Auf deine nächste Koreareise solltest du unbedingt Bogenhanf mitnehmen. Dort werden Geschäftspartner gerne mit der stilvollen Pflanze begrüßt.

Damit passen deine neuen Mitbewohner zu deinem Stil

Einblatt – die Pflanze, die mit dir spricht

einblatt

Du weißt nie genau, wann eine Pflanze wieder gegossen werden muss?

Dann ist das Einblatt (Spathiphyllum) deine Zimmerpflanze. Denn: Wenn der Boden zu trocken ist, lässt es theatralisch seine Blätter hängen - richtet sie aber bereits kurz nach der Wassergabe wieder auf. Die auch als Friedenslilie bekannte Pflanze ist eine Meisterin der Körpersprache.

Sie benötigt einen dunkleren Standort, ist ansonsten aber absolut anspruchslos. Also perfekt für alle Pflanzen-Anfänger, die eine Pflanze brauchen, die sie beim Lernen unterstützt.

Grünlilie – NASA-erprobte Lufterfrischungsmaschine

grünlilie

Sie stellt jeden Luftfilter in den Schatten: Die Grünlilie (Chlorophytum comosum) holt laut NASA-Studien 95 Prozent des Benzols, Formaldehyds, Kohlenmonoxids und der Nitrate aus der Luft.

Zusätzlich kümmert sie sich um die chemischen Ausdünstungen von Tapeten, Isoliermaterialien, und Reinigungsmitteln. Eigentlich sollte jeder in seinem Zuhause eine der anspruchslosen Pflanzen beherbergen. Grünlilien gedeihen sowohl im Schatten als auch in der Sonne. Sie verkraften sogar, wenn du das Gießen mal vergisst.

Dann ziehen sie die Feuchtigkeit eben einfach eine Weile lang durch ihre langen Blätter.

Grünlilien machen sich auch super in stylischen Blumenampeln

Gummibaum – Comeback eines Klassikers

gummibaum

Hatte man sich an der klassischen Zimmerpflanze in den 80er Jahren ein wenig satt gesehen, erlebt der Gummibaum (Ficus elastica) heute im Zuge des Botanik-Trends ein fulminantes Comeback. 

Vor allem Arten mit derben, dunkelgrünen Blättern passen in den zurzeit so angesagten Urban-Jungle. Dort steht der Gummibaum gerne hell, halbschattig und warm. Kälter als 18 Grad darf es nicht werden. Ansonsten ist er anspruchslos. Lediglich die großen Blätter müssen ab und zu von Staub befreit werden, damit die Pflanze Fotosynthese betreiben kann. Achtung: Die Blätter nicht mit Milch, Öl oder Bier abreiben. Das schadet der Pflanze. Wenn sich ein Fettfilm auf den Blättern gebildet hat, einfach mit einem feuchten Tuch abwischen.

Drachenbaum – die Palme, die keine ist

drachenbaum

Er sieht aus wie eine Palme, wächst ebenso exotisch und schindet mindestens so viel Eindruck - doch der Drachenbaum (Dracaena) gehört offiziell zu den Spargelgewächsen.

Es gibt reichlich unterschiedliche Arten mit einer Vielzahl an Blattvarianten. Ihnen allen gemein ist der verholzende Stamm, der Wasser speichert. Der Drachenbaum verzeiht also, wenn du es mit dem Gießen nicht so genau nimmst. Auch an seinen Standort stellt er keine besonderen Ansprüche. 

Fazit: Genau die richtige Pflanze für alle, die an ihrem grünen Daumen noch arbeiten. Oder für die, die ihn schon lange aufgegeben haben.

Gib deiner Pflanze den Platz, den sie verdient

Efeutute – aufrecht oder hängend, für Zuhause oder das Büro

Efeutute

Aufrecht oder hängend – die Efeutute (Epipremnum) kann beides. 

Sie entwickelt lange Triebe, die sich bei den handelsüblichen Zimmerpflanzen entweder um einen künstlichen Stamm ranken oder entspannt von einer Blumenampel herunter hängen. Dabei bevorzugt die Pflanze aus der Familie der Aronstabgewächse einen hellen Standort ohne direktes Sonnenlicht oder Zugluft. Laut NASA-Bericht gehört sie zu den Pflanzen mit den stärksten luftreinigenden Eigenschaften.

Das macht die Efeutute nicht nur zu einem angenehmen Mitbewohner, sondern auch zu einer perfekten Kollegin im Büro.

Elefantenfuß – freiheitsliebender Wasserspeicher

Elefantenfuß

Er steht für Stärke und Durchhaltevermögen: In seinem dicken, dem Fuß eines Dickhäuters ähnelnden Stamm kann der Elefantenfuß (Beaucarnea) Wasser speichern, um Trockenzeiten zu überleben. 

Er verzeiht also, falls du das Gießen mal vergessen solltest. Allerdings mag der Elefantenfuß es nicht, wenn seine Blätter irgendwo anstoßen. Da reagiert er empfindlich und mit braunen Spitzen. Ansonsten steht er gerne hell, ohne direktes Sonnenlicht.

Tipp: Katzenbesitzer sollten auf einen Elefantenfuß verzichten. Denn die süßen Kleinen lieben es, an den langen Trieben zu kauen. Das ist für die Tiere zwar nicht schädlich, aber die Blätter des Elefantenfußes überleben so eine Snack-Attacke meist nicht.

Fensterblatt – mondän und mega-in

Fensterblatt

Große, dunkelgrüne Blätter mit Löchern – das Fensterblatt (Monstera) ist eine stylische Statement-Pflanze. 

Sie wird oft als Inspirationsquelle in der Welt der Kunst und der Mode benutzt. Im Zuge des Botanik-Trends findest du auch oft Schwarz-Weiß-Drucke einzelner Blätter als Accessoire.

Was das Fensterblatt in Real-Life angeht: Platzierst du es an einem halbschattigen Platz mit einer Temperatur von mindestens 21 Grad und einem stets feuchten Wurzelballen hast du schon alles getan, was diese anspruchslose Pflanze zum Wachsen benötigt.

Palmfarn – moderne Urzeitpflanze

Palmfarn

Palmfarne (Cycadales) sind alt. Sehr alt. Etwa 300 Millionen Jahre. Sie sind eines der wenigen Gewächse, das aus der Urzeit übrig geblieben ist - wahrscheinlich auch, weil sie sehr anspruchslos sind. Palmfarne mögen es gerne hell und sonnig. Das Licht sollte dabei gleichmäßig von allen Seiten kommen, da die Kronen sonst sehr einseitig wachsen. Beim Gießen solltest du den Wurzelballen immer vollständig nässen und dann komplett abtrocknen lassen bevor du erneut wässerst. Wichtig: Der Palmfarn ist ein bisschen phlegmatisch und schätzt die Dinge, wie sie sind – wenn er einmal irgendwo steht, möchte er nicht mehr umplatziert werden.

Falls Dir diese Pflanzen trotzdem noch zu kompliziert sind

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