Eine kindersichere Familienküche planen

Mit einer offenen Küche den Überblick behalten

So gern Kinder beim Kochen und Backen helfen, so schnell verpufft ihr Interesse oft wieder. Manchmal ist es halt doch wichtiger, ein Bild zu malen oder die Schublade mit den Schüsseln auszuräumen. Eine Küche mit offenem Grundriss und integriertem Essplatz erlaubt dir, dein Kind auch dabei jederzeit im Blick zu behalten. Du kannst weiter kochen, während dein Schatz sich im Hochstuhl mit Apfelschnitzen stärkt und dich dabei unterhält.

Eine Kinderküche in die Küche einbauen

Kinder lernen durch Anschauen und Nachmachen. Wieder und wieder. Übung macht schließlich den Meister. In einer eigenen kleinen Küche kann dein Kind nach Herzenslust experimentieren und kochen spielen, während du das Essen zubereitest. Ihr könnt gemeinsam Karotten schneiden und parallel das Geschirr spülen. Vielleicht magst du deinem Schatz zusätzlich eine Schublade in deiner Küche freiräumen – für all die wichtigen Küchengerätschaften. So fühlen sich Kleine schnell ganz groß.

Mit Lerntürmen eine extra Kinderebene einplanen

Wie ärgerlich, wenn die spannenden Dinge immer irgendwo oben passieren, wo man selbst noch nicht hinreicht. Um kleine Kinder sicher an den Abläufen in der Küche teilhaben zu lassen, gibt es deshalb sogenannte Lerntürme. Sie ähneln einem Hocker, verfügen aber über ein umlaufendes Geländer, das besonders unter Dreijährige effektiv vor einem Sturz schützt. Viele Lerntürme kannst du später zu einem normalen Tritt oder einer Art Sitzecke umfunktionieren. Sinnvoll und nachhaltig!

Kindern Stauraum in der Küche schenken

Dein Kind räumt ständig alle Schubladen, Regale und Körbe aus? Toll! Wieder ein neuer Entwicklungsschritt. Dein Schatz lernt, dass Dinge in anderen Dingen versteckt sein können – und testet dieses neue Wissen natürlich auch in deiner Küche. Deshalb: Schenk deinem Kind den Stauraum einer Schublade oder den eines Schranks. Räum dort sichere Gegenstände ein, die dein Knirps spannend findet und gerne ausräumt. Später kannst du dort auch Malsachen oder Spiele deponieren, mit denen dein Kind sich beschäftigen kann, während du kochst.

Tipps für eine sichere Familienküche

Viele Dinge in der Küche sind heute schon ab Werk sicherz.B. Induktionskochfelder, die nur dann Hitze entwickeln, wenn ein Topf darauf steht. Oder Backöfen, die dank mehrlagiger Scheiben von außen nicht mehr heiß werden. Darüber hinaus gibt es kleine Sicherheitshelfer, mit denen du deine Küche aufrüsten kannst. Keine Sorge – die Phase, in der deine Küche einem Hochsicherheitstrakt ähnelt, geht schneller vorbei, als du denkst.

  • Herdschutzgitter: lässt sich einfach um das Kochfeld herum anbringen, damit dein Kind keine heißen Töpfe oder Pfannen herunterziehen kann.

  • Schrankriegel: wird einfach aufgeklebt und verschließt Schranktüren sicher mit einem Mechanismus, den die Kleinen noch nicht durchschauen. Wichtig wenn hinter den Türen Putzmittel lagern!

  • Steckdosensicherung: am besten an allen Steckdosen im ganzen Haus anbringen.

  • Magnetschlösser für Schubladen: Auf diese Weise lassen sich Schubladen nur mit einem Magneten öffnen, der in Elternreichweite aufbewahrt wird. Fingerklemmen ausgeschlossen.

  • Schutz vor elektrischen Geräten: Wasserkocher, Mixer, Toaster – alles unbedingt außerhalb der Reichweite deines Kindes platzieren. Achte darauf, dass keine Kabel herunterhängen!

  • Auf Tischdecken verzichten: Der Reiz, daran zu ziehen, ist einfach zu groß.

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