Der Kleiderschrank-Guide

von: Katja Keweritsch - 07.02.2020

Ordnung schaffen sie zum Glück alle - trotzdem unterscheiden sich Kleiderschränke voneinander. Finde deinen perfekten Kleiderschrank für dein Schlaf- oder Ankleidezimmer.

Kleiderschränke-Guide

Super für verwinkelte Wohnungen - begehbare Kleiderschränke

Schön, aber nur für Villen? Von wegen! Begehbare Kleiderschränke eignen sich prima für Wohnungen mit kleinen, verwinkelten Zimmern. Warum nicht eines als Kleiderschrank einrichten? Wie du alles aus deinem Schrank herausholst, liest du in unserem Magazinartikel: Ideen für einen begehbaren Kleiderschrank. Der Vorteil: Du kannst einzelne Kleiderschrankmodule kombinieren, wie du möchtest. So entspricht alles deinen Bedürfnissen und fügt sich auch noch in die hinterste Nische. Zudem wirkt ein begehbarer Kleiderschrank großzügig und der Raum weniger gedrungen als mit einem geschlossenen Schrank. Weiteres Plus: Du behältst immer den Überblick über deine Klamotten.

Der Nachteil: Es sammelt sich schnell Staub auf den Kleidungsstücken. Und: Wenn Ordnung und du normalerweise getrennte Wege gehen, wird dich das Chaos, dass du täglich siehst, vielleicht nerven. Andererseits: Wofür gibt es Schubladen?

Begehbarer Kleiderschrank

Wow-Effekt für kleine Räume: Falttürenschrank

Falttürenschrank

Ein Falttürenschrank ist genau das richtige für dich, wenn: du nach einer platzsparenden Lösung suchst, dir die Optik riesiger Schiebetüren missfällt, du einen Kleiderschrank mit Wow-Effekt möchtest. Denn: Falttürenschränke ähneln optisch normalen Drehtürenschränke. Allerdings schieben sich bei ihnen immer mehrere Türen zusammen, wenn du sie öffnest. Der Vorteil: Anders als bei Schiebetüren kannst du den Kleiderschrank vollständig öffnen und das komplette Innenleben überblicken. Weiteres Plus: Ideale Lösung für verwinkelte Ecken, da störende Wände umgangen werden.

Der Nachteil: Die einzelnen Lamellen eines Falttürenschranks nehmen beim Öffnen mehr Raum ein als Schiebetüren. Das heißt: Du musst Bett, Sideboard oder Nachttisch mit gebührendem Abstand platzieren.

Drehtürenschrank - der Klassiker

Drehtürenschrank

So kennen und so lieben wir ihn: einen Kleiderschrank mit Drehtüren, die nach außen aufschwingen. Der Vorteil: Du kannst mehrere Türen gleichzeitig öffnen, um den Inhalt deines Kleiderschranks komplett im Blick zu haben. Gerade wenn morgens zwei Personen parallel nach Klamotten kramen ist das eine wertvolle Eigenschaft. Der Nachteil: Drehtürenschränke benötigen Platz, da sich die Türen in den Raum hinein öffnen. Du musst sie deshalb mit genügend Abstand zum Bett aufstellen.

Ist ein Schwebetürenschrank nicht dasselbe wie ein Schiebetürenschrank?

Schwebetürenschrank mit Spiegel

Nein, ein Schwebetürenschrank ist nicht dasselbe wie ein Schiebetürenschrank - auch wenn beide Begriffe oft synonym verwendet werden. Der Unterschied liegt in der Türmechanik: Schiebetüren laufen oben und unten auf Schienen. Für Schwebetüren wird nur oben eine Schiene montiert, so dass es scheint, als schwebten sie. Durch den Wegfall der unteren Schiene, kannst du Schwebetüren leichter und leiser öffnen. Der Vorteil beider Türvarianten: Sie nehmen keinen zusätzlichen Raum ein, eignen sich deshalb prima für kleine Zimmer. Der Nachteil von Schwebe- und Schiebetüren: Du kannst nie den ganzen Inhalt deines Kleiderschranks auf einmal betrachten. Da du die Türen beim Öffnen von einer Seite zur anderen schiebst, verdeckst du automatisch jeweils eine Hälfte. Plus: Wenn morgens zwei Personen gleichzeitig nach dem richtigen Outfit suchen, beginnt der Tag bereits mit Gerangel.

Eckkleiderschränke nutzen den Raum optimal

Eckkleiderschrank

Wenn du den zur Verfügung stehenden Raum optimal nutzen möchtest, solltest du dich für einen Eckkleiderschrank entscheiden. So vermeidest du tote Winkel, die keine weitere Funktion übernehmen können. Ideal für kleinere Räume, die möglichst viel Stauraum hergeben sollen. Ob du dich dann für Dreh-, Schiebe-, Falt- oder Schwebetüren – oder eine Kombi aus allen - entscheidest, hängt von deinen Vorlieben und den räumlichen Gegebenheiten ab. Der Nachteil: Eckkleiderschränke können sehr klobig wirken. Am besten verhinderst du diesen Effekt, wenn du auf den Türen deines Kleiderschranks Spiegel anbringst.

Individuelle Lösungen - Schranksysteme

Schranksysteme

Du hast genaue Vorstellungen über die Aufteilung deines Kleiderschranks? Oder dein Schlafzimmer lässt nur wenig Spielraum was das Verstauen deiner Klamotten angeht? Dann bist du mit einem Schranksystem gut beraten. Denn: Du kannst es individuell nach deinen Bedürfnissen gestalten. Ganz egal, ob du mehr Platz für Krawatten oder Schuhe benötigst. Der Nachteil: Je individueller ein Schranksystem sein soll, desto teurer wird es meistens. Kleiderschränke von der Stange sind preisgünstiger. Andererseits gehört ein Kleiderschrank zu den Möbelstücken, die uns Jahre, wenn nicht gar Jahrzehnte begleiten. Deshalb lohnt sich eine höhere Investition hier in den meisten Fällen.

Mobile Kleiderschränke sind modern und flexibel

Mobiler Kleiderschrank

Rollgarderoben bzw. Kleiderwagen sind unglaublich flexibel: Du kannst sie von einer Seite des Raums auf die andere schieben, je nachdem, wo sie gerade weniger stören. Sie nehmen kaum Platz ein und eignen sich deshalb besonders gut für WG-Zimmer oder kleine Wohnungen. Zudem wirken sie weniger klobig als Kleiderschränke. Viele Modelle verfügen neben der klassischen Kleiderstange auch über Fächer für Shirts und Aufbewahrungsboxen, die Unterwäsche und Socken beherbergen. Ideal für alle mit wenigen Kleidungsstücken – ganz im Sinne des modernen Minimalismus, findest du in unserem Artikel „Kleiderschränke - die schönsten Alternativen". Der Nachteil von mobilen Kleiderschränken: In der Tat nur wenig Platz für die Garderobe. Du solltest gut im Ausmisten sein, um lediglich mit einem mobilen Kleiderständer auszukommen. Auch verstauben die Sachen ohne Türen leicht.

Kleiderschränke: was das Material angeht

Schwebetürenschrank Materialien
Massivholz-Kleiderschrank

Die meisten Kleiderschränke bestehen heute aus beschichteten MDF- oder Spanplatten. Das macht z.B. riesige Schwebetüren so leicht, dass es keine ausladenden Schienen braucht, um sie an Ort und Stelle zu halten. Zudem ist das Material wesentlich preisgünstiger als Massivholz. Und was das Furnier angeht: Hier ist so ziemlich alles möglich - von glänzender Betonoptik über mattes Holzimitat bis hin zu großflächigen Fotos.

Wenn du eine naturnahe Schlafumgebung und nachhaltiges Material schätzt, dann solltest du dich für einen Massivholzschrank entscheiden. Die offenporige Struktur des Holzes sorgt für ein angenehmes Raumklima, punktet mit antibakterieller Wirkung und verhindert die elektrostatische Aufladung von Staub. Mit einem Massivholzschrank leistest du dir zwar ein kostspieliges, aber zugleich auch wertbeständiges Möbel, das dir über viele Jahre Freude bereiten wird.

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