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Pflanzen-Power mit Vasen, Ampeln & Co.

von Katja Keweritsch

Welche drei Vasen man zu Hause haben sollte, wie man sie clever kombiniert und welche Trendpflanzen gerade den Ton angeben.

Wie Pflanzen beim Einrichten helfen

Die auffällige Strelitzie verleiht dem blauen Sofa einen exotischen Look. Foto: Blumenbüro Holland
Die auffällige Strelitzie verleiht dem blauen Sofa einen exotischen Look.
Foto: Blumenbüro Holland

Pflanzen sind nicht nur schön - sie verleihen einem Raum eine ganz persönliche Note. Egal, ob als gliederndes Raumelement oder schnell auswechselbare Deko. Darüber hinaus reichern sie die Luft mit Sauerstoff an und geben Feuchtigkeit ab, was das Raumklima verbessert. Während der Heizperiode können größere Anpflanzungen sogar trockene Luft verhindern. Zudem schlucken Pflanzen Schall, wichtig in Büros und größeren Räumen ohne Teppich, die mit Pflanzen wohnlicher werden.

Wichtig für die Pflege der Pflanzendeko: Die Raumtemperatur sollte konstant bleiben und nicht unter 12 Grad fallen. Auch ein Standort auf dem Fensterbrett über der Heizung bekommt Pflanzen oft nicht. Sie gedeihen am besten in hellen Räumen ohne direkte Sonneneinstrahlung. Für dunklere Ecken oder Badezimmer mit hoher Luftfeuchtigkeit gibt es spezielle Pflanzen, die unter diesen Bedingungen wachsen.

Dekotipp: Pflanzen gekonnt gruppieren

Sowohl einzelne Stiele als auch Topfpflanzen kommen in der Gruppe besser zur Geltung. Foto: Blumenbüro Holland
Sowohl einzelne Stiele als auch Topfpflanzen kommen in der Gruppe besser zur Geltung.
Foto: Blumenbüro Holland

Eine Pflanze allein wirkt manchmal verloren, zwei sind schon ein Arrangement. Es lohnt sich, mehrere Pflanzen zu einer Gruppe zusammenzustellen. Das funktioniert sowohl mit eingetopften Pflanzen als auch mit Sträußen oder einzelnen Stielen.

Dabei ist es wichtig, dass Blumentöpfe oder Vasen ein gemeinsames Element haben. Das kann das gleiche Material, dieselbe Farbfamilie oder die gleiche Form sein. So wirkt das Ensemble immer stark, aber nicht unruhig. Besonders hübsch sehen einzelne Blumen in Vasen aus. Entweder alle zusammen auf dem Sideboard oder in einer geraden Linie auf dem Tisch.

Favoriten und neue Trendsetter

Heute präsentiert man Orchideen als Gruppe in einer großen Schale. Schale „Geri“ von Loberon. Foto: Loberon
Heute präsentiert man Orchideen als Gruppe in einer großen Schale. Schale „Geri“ von Loberon.
Foto: Loberon

Orchideen sind Pflanzen-Klassiker. Allerdings werden sie heute anders arrangiert als früher: zu mehreren in einem Topf oder als Duo oder Trio nebeneinander. Aber auch mit der warmen Feuchtigkeit des Badezimmers kommen die tropischen Pflanzen gut klar. Da sie keinen Mutterboden benötigen, können sie sogar ohne Topf in einer Halterung an der Wand hängen.

Neu entdeckt haben Interior-Designer das Moos. Ganz puristisch wird es einfach in einer großen Schale arrangiert oder in einen hohen, schmalen Topf gepflanzt. Auf dem Vormarsch sind auch Pflanzenbilder, die mit echtem Moos bestückt wurden, und einfach an die Wand gehängt werden.

Alte Lieblinge, die jetzt ein Revival erleben: Gummibaum und Zierspargel. Gummibäume stehen gerne hell und benötigen nur wenig Wasser. Sie sind dankbar, wenn ihre Blätter ab und an entstaubt werden. Der Zierspargel thront mit seinen fedrigen Blättern besonders schön auf einem Sockel im Halbschatten.

Vasen-Klassiker

Gemusterte Vasen bringen Spannung in ein Ensemble, das einer Farbfamilie entstammt. Vasen von Bloomingville. Foto: Bloomingville
Gemusterte Vasen bringen Spannung in ein Ensemble, das einer Farbfamilie entstammt. Vasen
von Bloomingville.
Foto: Bloomingville

Mit einer Bodenvase, einer mittelgroßen, eckigen Vase und einer mit engem Hals für einzelne Stängel ist man bestens ausgestattet. Ob aus Glas oder Porzellan, ganz clean in Weiß oder exzentrisches 50er-Jahre-Modell, bleibt dem eigenen Geschmack überlassen.

Wichtig bei allen Blumen: Bereits nach kurzer Zeit ohne Wasser schließt sich die Membran an der Anschnittstelle, sodass die Blume kaum noch Wasser aufnehmen kann. Sie muss deshalb unbedingt neu angeschnitten werden, bevor sie in die Vase gestellt wird.

Moderne Blumentöpfe

Material und Oberfläche von Übertöpfen dürfen variieren, wenn sie farblich zueinander passen. Übertöpfe von Broste Copenhagen. Foto: Broste Copenhagen
Material und Oberfläche von Übertöpfen dürfen variieren, wenn sie farblich zueinander passen.
Übertöpfe von Broste Copenhagen.
Foto: Broste Copenhagen

Moderne Blumentöpfe bestehen aus Metall, Kunststoff, Glas oder Keramik. Vor allem bei Glasgefäßen sollte Granulat statt Erde verwendet werden, da es sich nicht am Topf absetzt und ihn verschmutzt.

Pflanzen als Raumteiler

Gleichzeitig auf Tisch und Tresen thronend, trennen diese Anthurien die Küche vom Essbereich. Foto: Blumenbüro Holland
Gleichzeitig auf Tisch und Tresen thronend, trennen diese Anthurien die Küche vom Essbereich.
Foto: Blumenbüro Holland

Als Raumteiler gliedern Pflanzen einen Raum in unterschiedliche Bereiche, ohne sie komplett voneinander zu trennen. Das funktioniert besonders gut mit großen Pflanzen wie Bambus oder Palmen. Setzt man sie zudem in Rollkübel, sind sie auch noch mobil und flexibel einsetzbar. Kleinere Pflanzen werden mit Hilfe besonders hoher Gefäße zum Raumteiler oder indem man sie auf einem Podest platziert.

Die richtigen Pflanzen für Ampeln

Petersilie, Rosmarin & Co. sind in einer Ampel immer schnell zur Hand. Hängende Pflanztaschen von Authentics. Foto: Authentics
Petersilie, Rosmarin & Co. sind in einer Ampel immer schnell zur Hand. Hängende Pflanztaschen
von Authentics.
Foto: Authentics

Für Ampelpflanzen ist es wichtig, dass sie nicht zu weit vom Fenster entfernt und nicht zu hoch hängen. Da das Licht von schräg oben einfällt, ist es direkt unter der Zimmerdecke für viele Pflanzen bereits zu dunkel.

Neben klassischen Hängepflanzen wie Efeutute, Kletterfeige, Geweihfarn oder Grünlilie bieten sich bei einer Ampelbepflanzung in der Küche auch Kräuter an. Dabei sollte die dominanteste Pflanze in einer mehrstöckigen Ampel immer unten positioniert werden.

Neben Hängepflanzen können Ampeln aber auch mit Kletterpflanzen wie Jasmin, Goldtrompete oder Passionsblume bestückt werden, da diese ohne Kletterhilfe ihre Triebe hängen lassen.

Kleine Gewächshäuser für drinnen

In einem kleinen Gewächshaus fühlen sich Pflanzen und Kräuter aus dem Mittelmeerraum besonders wohl. Gewächshaus „PS 2014“ von Ikea. Foto: Inter Ikea Systems B.V.
In einem kleinen Gewächshaus fühlen sich Pflanzen und Kräuter aus dem Mittelmeerraum
besonders wohl. Gewächshaus „PS 2014“ von Ikea.
Foto: Inter Ikea Systems B.V.

Ein kleines Gewächshaus für drinnen macht sich immer gut als hübsches Deko-Objekt. Darüber hinaus kann man darin aber auch Saatgut oder Jungpflanzen ziehen, die man später nach draußen auf den Balkon oder in den Garten pflanzt. In der Küche lassen sich Mini-Gewächshäuser auch gut mit Kräutern wie Rosmarin oder Thymian bestücken, die das warme Mikroklima besonders schätzen.

Hängende und vertikale Gärten

Mit Pflanzen, die von der Decke hängen, stellen so genannte Sky Planter die Welt auf den Kopf. Hängende Blumentöpfe „Sky Planter“ von Boskke. Foto: Boskke
Mit Pflanzen, die von der Decke hängen, stellen so genannte Sky Planter die Welt auf den Kopf.
Hängende Blumentöpfe „Sky Planter“ von Boskke.
Foto: Boskke

Wer seine Pflanzen gerne einmal auf eine andere Art und Weise in Szene setzen möchte, kann sie mit dem „Sky Planter“ kopfüber von der Decke hängen lassen. Ein Netz in Kombination mit einem speziellen Verschlussring sorgt dafür, dass weder Erde noch Pflanze aus dem Topf purzeln. Dabei wird die Pflanze mit Hilfe eines integrierten Wasserspeichers aus Ton kontinuierlich mit Wasser versorgt, sodass ein „Sky Planter“ sich wunderbar für Menschen ohne grünen Daumen eignet.

Die besten Gießkannen

Nostalgische Schneiderkannen aus Metall sind besonders dekorativ. Allerdings eignen sie sich mit ihrem breiten Brausemundstück eher zum Gießen großer Zimmerpflanzen. Bei kleineren Töpfen leisten Kannen mit einer langen Tülle bessere Dienste. Bei hochwertigen Gießkannen liegt die Austrittsöffnung der Tülle zudem deutlich höher als die Einfüllöffnung. Dadurch verringert sich das Risiko, ungewollt Wasser zu verschütten.

Auf einen Blick – dekorieren mit Pflanzen:

  • Pflanzen verbessern das Raumklima und sind gute Schallschlucker.
  • Pflanzen immer gruppieren: das wirkt gewollt und nicht wahllos.
  • Im Trend liegt man mit Moos, Gummibäumen und Zierspargel.
  • Mit einer hohen Bodenvase, einer mittelhohen und einer mit engem Hals ist man für alle floristischen Gegebenheiten gerüstet.
  • Blumentöpfe sollten aus einer Farbfamilie stammen.
  • Pflanzen sind gute Raumteiler.
  • Hängende und vertikale Gärten sind die Stars des Urban Gardening.

Foto im Aufmacher: Vasen von Holmegaard. Foto: Holmegaard

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