Der große Betten-Guide: Alles was du wissen musst

von KATJA KEWERITSCH

Egal ob Boxspringbett, Futon oder Hochbett – wir zeigen die Vorteile verschiedener Bett-Arten und geben Tipps zum Bettenkauf.

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Boxspringbetten bieten hohen Schlafkomfort

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Das Besondere an einem Boxspringbett ist, dass es statt eines Lattenrosts einen Federkern hat. Der befindet sich in einem aus massivem Holz gefertigten Untergestell, dem Boxspring. Darauf liegt zumeist eine normale Federkernmatratze, die wiederum von einem dünnen Topper bedeckt wird. Durch diesen Aufbau empfindet man das Liegen auf einem Boxspringbett als besonders leicht und federnd.

Vor allem bei Rückenbeschwerden bieten sich Boxspringbetten mit ihrem doppelten Federkern an. Wichtig ist deshalb, darauf zu achten, dass keine Kaltschaummatratze als Boxspringauflage gewählt wird. Durch ihr kompaktes Material federt sie deutlich weniger, sodass der Effekt des Boxsprings verloren geht.

Boxspringbetten zeichnen sich außerdem dadurch aus, dass die Luft in ihnen gut zirkulieren kann und sie Feuchtigkeit problemlos absorbieren. Auf einem Boxspring liegen sich Matratzen zudem nicht so schnell durch wie auf herkömmlichen Lattenrosten, sodass sie länger halten. Allerdings wirken Boxspringbetten durch ihren Aufbau und den mindestens einen halben Meter hohen Einstieg sehr kompakt. Sie sehen immer ein bisschen nach Hotelbett aus und können zu kleine Räume mit ihrer massigen Optik leicht erdrücken.

Futonbetten – schlafen auf natürlichen Materialien

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Das Wort Futonbett ist kein geschützter Begriff. Oft werden niedrige Bettgestelle als Futonbetten bezeichnet, obwohl sie mit dem aus Japan stammenden Futon nichts gemein haben. Ein richtiges Futonbett umfasst ein Bettgestell aus Holz, das mindestens 1,40 m x 2,00 m groß ist, da die mehrschichtigen Futonmatratzen nicht kleiner hergestellt werden können.

Mit einem stolzen Gewicht von bis zu 14 Kilogramm pro Quadratmeter sindFutonmatratzen sehr schwer. Sie bestehen aus mehreren Schichten verschiedener Naturmaterialien. Im Kern sorgt Naturlatex für dauerhafte Elastizität. Um Feuchtigkeit nach außen zu transportieren, wird es von Rosshaar oder Kokos umhüllt. Es folgen je eine Schicht Baumwolle und Schurwolle, die wie Hygienefilter wirken und sowohl reinigen als auch Feuchtigkeit absorbieren. Bei hochwertigen Futonmatratzen werden diese Materialien nicht miteinander verklebt, sondern zusammen mit einem kräftigen Baumwoll-Satin-Bezug punktgeheftet, was sie noch elastischer macht.

Auf Futonmatratzen liegst du stabil ohne zu federn, wippen oder einzusinken. Auch schaffen die Naturmaterialien ein besonders atmungsaktives Bettklima. Sie sind zudem ein absoluter Trendsetter, was ökologisches Wohnen und Nachhaltigkeit angeht. Zumal sie mit der richtigen Pflege, also regelmäßigem Lüften, bis zu 15 Jahre oder sogar noch länger in Form bleiben. Allerdings wirst du einige Nächte brauchen, um dich an eine Futonmatratze zu gewöhnen - vor allem, wenn du bisher auf einer anderen Art von Matratze geschlafen hast.

Mehr Stauraum mit Funktionsbetten

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Egal ob mit Schubladen oder Regalbrettern – Funktionsbetten schenken dir mehr Stauraum in deinem Schlafzimmer. Von Bettdecken über Bücher bis hin zu Kleidung kannst du alles in ihnen verstauen, ohne dass dein Schlafzimmer vollgestopft wirkt.

Einige dieser praktischen Helfer haben zudem ein ausziehbares Unterbett, das für Übernachtungsgäste genutzt werden kann. Solche Funktionsbetten bieten sich vor allem für kleine Wohnungen oder Kinderzimmer an.

Schrankbetten, die sich vollständig hochklappen lassen, eignen sich zudem prima als Gästebetten für kleine Räume, die normalerweise anderweitig genutzt werden.

Die Vorteile eines Wasserbetts

Wenn man von Wasserbetten spricht, ist die mit Wasser gefüllte und in eine wärmedämmende Schaumstoffumrandung integrierte Liegefläche gemeint. Das Ganze wird auch als Softside-Wasserbett bezeichnet. Du kannst es entweder gleich mit einem passenden Rahmen erwerben oder du entscheidest dich für ein Wasserbett, das du in dein bereits vorhandenes Bettgestell integrierst. Mit einem passenden Sockel ist das bei fast jedem Modell möglich.

Wasserbetten sind besonders hygienisch und deshalb sehr gut für Allergiker geeignet. Die Wassertemperatur kann je nach Wunsch eingestellt werden – im Sommer kühl, im Winter warm. Außerdem ermöglichen Wasserbetten eine vollkommen gleichmäßige Druckverteilung, sodass der Körper in jeder Position optimal unterstützt wird. Zur Wellenberuhigung können unterschiedlich dicke Vlieslagen in das Wasserbett eingebracht werden.

In der Anschaffung sind Wasserbetten zumeist teurer als andere Betten - dafür halten sie mindestens 15 Jahre oder länger. Allerdings kommen bei Wasserbetten auch noch laufende Kosten hinzu: Ausgaben für Pflegemittel zur Wasserreinigung sowie Heizkosten. Mit einem Gewicht von etwa 800 kg kann die Position eines Wasserbetts zudem nicht einfach mal verändert werden. Außerdem sollte insbesondere bei Altbauten vor der Anschaffung die Statik der Deckenkonstruktion überprüft werden.

Romantische Himmelbetten

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Obwohl Himmelbetten heute meist mit einer besonders geradlinigen Optik daherkommen, wirken sie doch sehr romantisch. Ihre verlängerten Eckpfosten werden am oberen Ende mit einem Kranz verbunden, auf dem ein Stoffhimmel thront. Durch zusätzliche Vorhänge oder Schals an den Seiten fühlt man sich in einem Himmelbett besonders wohl und beschützt.

Sollten die Stoffe früher vor allem Kälte und Insekten fern halten, sind sie heute rein dekorativ. Für das Prinzessinnen-Feeling im Kinderzimmer kommen deshalb gerne gemusterte oder rosafarbene Stoffe zum Einsatz. In einem erwachsenen Schlafzimmer wirkt so etwas schnell kitschig. Für eine moderne Optik bieten sich hier eher unifarbene Leinen- oder Baumwollstoffe in soften Naturtönen an.

Egal ob Holz, Metall oder Kunststoff - Himmelbetten gibt es heute in den unterschiedlichsten Materialien und für jeden Stil. Allerdings sollte das Schlafzimmer groß genug sein, damit eine Diva wie das Himmelbett richtig wirken kann. Für Allergiker sind Himmelbetten leider nicht so gut geeignet, da sich im Stoff viel Staub absetzen kann.

Hochbetten schaffen Platz im Raum

Ein Hochbett öffnet eine zweite Wohnebene innerhalb eines Zimmers und schafft erstaunlich viel zusätzlichen Stauraum. Bei einer Höhe von mindestens 1,60 m reichen die Möglichkeiten dabei vom eingebauten Schreibtisch über Platz für ein Sofa bis hin zum integrierten Kleiderschrank. Mit Vorhängen rund um das eigentliche Bett kannst du zudem einen behaglichen Raum im Raum kreieren.

Vor allem in Kinderzimmern sind Hochbetten sehr beliebt. Halbhohe Modelle ermöglichen Eltern dabei, nachts nach dem Kind zu schauen, ohne eine Leiter hinaufklettern zu müssen. Allerdings werden Hochbetten erst für Kinder ab dem sechsten Lebensjahr empfohlen. Erst dann sind Motorik und Koordinationsvermögen so weit ausgebildet, dass Kinder auch nachts sicher alleine aus dem Bett klettern können.

Bei der umlaufenden Absturzsicherung von Hochbetten gilt: je höher, desto besser!Laut DIN-Norm müssen mindestens 16 Zentimeter über die Oberkante der Matratze hinausragen. Bei Kindern schützt ein zusätzliches dickes Kissen am Einstieg vor dem Hinausfallen. Zwischen Matratze und Zimmerdecke sollten zudem wenigstens 70 Zentimeter Platz sein, damit du dir beim Aufsetzen nicht den Kopf stößt.

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Tipps zum Einrichten des Schlafzimmers

Generell sind Betten riesige Möbel. Sie wirken graziler, wenn sie auf sichtbaren Füßen stehen. Kompakte Modelle wie das Boxspringbett brauchen mehr Raum, um zu wirken. Im Schlafzimmer sollte das Bett möglichst nicht mit dem Kopfteil zum Fenster stehen. Unbewusst fühlt man sich so ungeschützt.

Was das Kopfteil eines Bettes angeht, so ist ein gepolstertes Modell komfortabler als eines aus reinem Holz. Am besten beziehst du es mit einer abnehmbaren Husse, damit du es regelmäßig reinigen kannst.

Für eine möglichst ruhige Nacht bietet es sich zudem an, so wenig wie möglich im Schlafzimmer unterzubringen: Eigentlich reicht ein Bett mit passender Beleuchtung. Ein flauschiger Teppich und ein Sessel machen das Schlafzimmer wohnlicher. Was den Kleiderschrank angeht, ist es oft besser, sich für eine Einbau-Variante bzw. eine raumhohe Front zu entscheiden. Solche Modelle wirken weniger klobig und lassen sich besser in den Raum integrieren.

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