Wohnbasics

Kleine Küchen einrichten

von Nicole Reese

Wie du deine kleine Küche so einrichtest, dass sie größer wirkt und du maximal viel verstauen kannst. Mit Tipps für Schränke, Tisch und Farben.

In diesem Artikel:
1. Eine klare Struktur ist die Basis kleiner Küchen
2. Offene Stauräume schaffen mit Küchenbuffets
3. Hochbauen statt in die Tiefe gehen
4. Mehr Weite durch helle Wände und glänzende Fronten
5. Esstische zum Klappen und Ausziehen passen in die kleinste Küche
6. Auf einen Blick - Tipps für kleine Küchen

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1. Eine klare Struktur ist die Basis kleiner Küchen

Gerade bei kleinen und schmalen Küchen ist eine kluge Aufteilung der Arbeitsbereiche von Vorteil. Alles sollte möglichst funktional und platzsparend sein: Spüle, Anrichte, Kochbereich. Einheitliche, fließende Übergänge und Fronten, beispielsweise von Spüle und Arbeitsfläche, schaffen optisch mehr Raum. Achte auf genügend Ablagefläche. Eine tolle Lösung sind beispielsweise herausziehbare Ablagebretter, die sonst unter der Arbeitsfläche versteckt sind. Auch Servier- oder Küchenwagen bieten eine zusätzliche Arbeits- oder Ablagefläche. Sie lassen sich einfach hin- und her rollen und passen oft in kleine, ungenutzte Ecken.

Grundsätzlich gilt beim Einrichten einer kleinen Küche: Alles Unnötige unbedingt weglassen. Küchengeräte, die du nur alle paar Jahre benutzt, Geschirr, das nie zum Einsatz kommt oder Töpfe, in denen du noch nie gekocht hast: weg damit. Nutze den vorhandenen Platz für die Dinge, die du täglich und häufig brauchst. Sind die anderen Zimmer deiner Wohnung groß genug, kannst du schönes Geschirr, das du nicht täglich verwendest, in andere Räume auslagern.

2. Offene Stauräume schaffen mit Küchenbuffets

Klassische Küchenvitrinen oder die so genannten Küchenbuffets sind auch für kleine Küchen geeignet, vorausgesetzt, sie sind eher schmal und hoch als breit und tief – das spart Platz und nutzt den vorhandenen Raum nach oben aus. Außerdem bieten Küchenbuffets unten einen geschlossenen Stauraum für alles, was du nicht für alle sichtbar präsentieren willst, und oben meistens eine Glasvitrine für schöne Dinge. Merke: Offene Regale oder Glasvitrinen sind vorteilhafter als geschlossene Hängeschränke. Geschlossene Oberschränke lassen die Küche noch kleiner wirken, als sie ohnehin schon ist.

Auch klassische Anrichten mit geschlossenen Fronten oder hohe Sideboards bieten beim Einrichten deiner kleinen Küche extra Platz und Stauraum. Die Ablagefläche kannst du prima als Arbeitsplatte oder zum Abstellen von Küchenutensilien nutzen.

3. Hochbauen statt in die Tiefe gehen

Regale sind absolute Alleskönner beim Einrichten kleiner Küchen. Sie passen in jede freie Nische, sind als Einzelstück oder modulares System erhältlich und bieten Platz für Haken, Dosen und Körbe. Und: Offene Regale sorgen für einen weiten, offenen Blick und lassen den Raum dadurch größer wirken.

Statt in die Tiefe solltest du bei kleinen Küchen in die Höhe bauen: Nutze den kompletten Raum bis zur Decke. Vor allem hohe, schmale Schränke und Regale sind geeignet, um den gesamten Platz auszufüllen. Achte bei Schränken auf eine helle Front, vor allem, wenn du Ober- und Unterschränke verwendest - dadurch wirkt die Küche größer. Viele Hersteller bieten praktische Eckschränke an, mit denen du schmale Lücken zwischen zwei Schrankmodulen schließen kannst. Die so genannten Le Mans Eckschränke haben einen Schwenkauszug, mit denen du Töpfe ganz bequem aus dem Schrank herausnehmen kannst. Schiebetüren sind bei Unterschränken besonders platzsparend, da sie beim Öffnen keinen extra Platz benötigen.

Nutze die gesamte Raumhöhe einer Wand für eine komplette, einheitliche Küchenzeile. So kannst du die anderen Wände der Küche wesentlich freier gestalten, beispielsweise mit einem aufklappbaren Esstisch und offenen Regalen.

Hängende Oberschränke sind beim Einrichten einer kleinen Küche eine tolle Alternative, wenn der Boden bereits voll steht. Setze auch hier auf eine offene oder helle Front, um optisch mehr Weite zu schaffen – und nutze den Raum darunter für Haken oder schmale Regale, auf denen du deine Vorräte oder Geschirr stapelst. Schöne Aufbewahrungshelfer wie Dosen, Kisten und Körbe lassen alles stets aufgeräumt aussehen.

Hochstellige Unterschränke auf sichtbaren Füßen schaffen einen leichten und luftigen Eindruck.

Von li. n. re.: Ein Highboard aus Metall in Schwarz ist für eine kleine Küche ein echtes Highlight. Von Tikamoon. Kleine Küche einrichten mit Köpfchen: Haben Möbel und Wandfarbe den gleichen Farbton, wirkt das raumvergrößernd, wie hier der Geschirrschrank Roma 125 von Tikamoon. Offene Regale wirken vergrößernd. Das Regal Manchester II von Furnlab bietet eine Menge Stauraum und liegt mit seiner Kombi aus Metall und Holz auch noch voll im Trend.
Von li. n. re.: Ein Highboard aus Metall in Schwarz ist für eine kleine Küche ein echtes Highlight. Von Tikamoon. Kleine Küche einrichten mit Köpfchen: Haben Möbel und Wandfarbe den gleichen Farbton, wirkt das raumvergrößernd, wie hier der Geschirrschrank Roma 125 von Tikamoon. Offene Regale wirken vergrößernd. Das Regal Manchester II von Furnlab bietet eine Menge Stauraum und liegt mit seiner Kombi aus Metall und Holz auch noch voll im Trend.
Fotos: Tikamoon, Furnlab

4. Mehr Weite durch helle Wände und glänzende Fronten

Bei kleinen Küchen solltest du bei der Farbe der Wände und Decke auf helle Töne setzen: Weiß, Creme oder helles, abgetöntes Blau oder Grau lassen kleine Räume weiter und größer wirken, vor allem, wenn Möbel und Wände in einem Ton gehalten werden. Auch einfarbige, glänzende Flächen tragen zu einem größeren Gesamteindruck des Raumes bei. Viele moderne Einbauschränke oder Küchensysteme sind als grifflose Modelle erhältlich - so wird der einheitliche Eindruck der Fläche noch weniger durchbrochen. Damit die Küche durch die glatten Flächen nicht steril wirkt, kannst du bei der Wahl des Esstisches, der Stühle und anderer Möbelstücke unterschiedliche Materialien wie Holz, Metall oder Kunststoff miteinander mixen.

Auf wilde Muster an der Wand solltest du beim Einrichten einer kleinen Küche lieber verzichten. Anders beim Boden: Hier lenkt ein auffälliger Teppich den Blick von vollen Wänden ab. Damit bei einfarbigen, schlichten Küchenmöbeln der Look der Küche nicht zu clean und kühl wirkt, kannst du mit farbigen Accessoires Akzente setzen und für die richtige Atmosphäre sorgen. Hierbei gilt: Stelle schöne Dinge auf Regalen oder in Vitrinen aus und verstaue nicht so hübsche lieber hinter geschlossenen Türen oder in Schubladen.

Ebenfalls wichtig beim kleine Küche Einrichten: das richtige Licht. Ein gut ausgeleuchteter Raum wirkt größer. Deckenlampen sind besonders platzsparend. Aber auch Spots, die sich beispielsweise an offenen Regalen befestigen lassen, sorgen für die passende Beleuchtung beim Kochen und Essen.

5. Esstische zum Klappen und Ausziehen passen in die kleinste Küche

Immer an die Wand ran: Keine Küche ohne Esstisch. Es sei denn, du hast ein extra Esszimmer, dann reicht in der Küche auch ein kleiner Bartresen zum Frühstücken und Zeitunglesen, der beim Kochen als extra Ablageflächen dient. So ein kleiner Tresen eignet sich auch perfekt als Raumteiler. Ansonsten sind umklappbare Tische oder ausziehbare Esstische einen stilvolle Möglichkeit für kleine Küchen.

Vor allem, wenn du alleine oder zu zweit lebst, aber gerne Gäste hast, brauchst du einen Tisch, an dem alle Platz haben. Je nach Größe der Küche sind Hocker oder Stühle, die einfach unter den Tisch zu schieben sind, zu empfehlen. Für Gäste kannst du auf Klappstühle zurückgreifen, die sich platzsparend hinter Türen oder in Schränken aufbewahren lassen.

6. Auf einen Blick - Tipps für kleine Küchen

  • Helle Farben und einheitliche Fronten vergrößern den Raum optisch.
  • Offene Regale und Vitrinen sind vorteilhafter als ringsum geschlossene Hängeschränke.
  • Nutze die ganze Wandhöhe für Regale und Schränke.
  • Unterschränke auf hohen Beinen sorgen für einen leichten Look.
  • Wandtische zum Einklappen und Ausziehen brauchen wenig Platz.
  • Eckschränke sind platzsparend und bieten viel Stauraum.

Foto im Aufmacher: living4media

Inspiration: Essbereich-Beispiele

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