Wohnbasics

Gut schlafen mit der richtigen Bettdecke

von Nicole Reese

Ob Daunen, Naturhaar oder Kunstfaser hängt von deinen Schlafgewohnheiten und Vorlieben ab. Auch Größe und Material der Bettdecke sind wichtig.

Eigene Vorlieben und Schlafgewohnheiten berücksichtigen

Für erholsamen Schlaf ist die richtige Bettdecke entscheidend. Sie sollte wärmen, feuchtigkeitsregulierend, atmungsaktiv und nicht zu schwer sein. Deine Schlafgewohnheiten und Bedürfnisse spielen bei der Wahl einer Bettdecke eine große Rolle. Lässt du nachts das Fenster auf, egal, wie kalt es draußen ist? Oder drehst du bei kühlen Temperaturen im Schlafzimmer die Heizung auf, da du es eher warm magst und leicht frierst? Auch das Gewicht der Decke ist für das nächtliche Wohlbefinden wichtig. Fest und schwer wiegen beispielsweise Bettdecken aus Schurwolle, wesentlich leichter sind Daunen oder Kunstfasern.

Wir verlieren nachts bis zu einem Viertelliter Feuchtigkeit. Wer besonders leicht und stark schwitzt, braucht eine Decke, die viel Feuchtigkeit aufnehmen und abgeben kann. Hast du oft kalte Füße und fröstelst schnell, ist eine voluminöse und dicke Decke erste Wahl. Zu den klassischen Füllungen von Bettdecken gehören Daunen und Federn, Naturhaar und verschiedene Synthetikfasern.

Auch die Größe der Bettdecke ist für einen guten Schlaf wichtig. Die Standardgröße für Einzelbettdecken entspricht 135 x 200 cm, für breitere Betten empfiehlt sich 155 x 200 cm. Bist du größer als 180 cm, sind längere Bettdecken mit einer Größe von 135 x 220 oder 155 x 200 cm wesentlich bequemer, da sie dich komplett zudecken. Schläfst du zu zweit unter einer Decke, gilt als Standardgröße für eine Doppeldecke 200 x 200 cm. Generell sollte die Bettdecke circa 20 cm länger sein als die eigene Körpergröße.

Die passende Decke für jede Jahreszeit

Wer nicht zwischen einer leichten Sommerdecke und eine dicken Winterbettdecke wechseln möchte, greift zu einer Ganzjahresdecke, die oft aus mehreren Lagen bestehen und je nach Außentemperatur eingezogen und zusammengeknüpft oder als dünne Sommerdecke einzeln benutzt werden kann.

Die Wärmefähigkeit der Decke ist vor allem eine Frage des verwendeten Materials. Daunendecken besitzen wärmendere Eigenschaften als Bettdecken aus synthetischer Faser. Baumwolle hingegen ist eher für dünne Sommerdecken und als klassischer Bettbezug zu empfehlen, da sie viel Feuchtigkeit aufnimmt und nicht abgibt.

Gerade nicht genutzte Bettdecken lagern am besten in einem atmungsaktiven Beutel aus Leinen oder Baumwolle. Dafür eignet sich auch ein alter Bettbezug. Auf keinen Fall einen Plastikbeutel nehmen.

Daunen sind die Klassiker unter den Bettfüllungen

Für Daunendecken werden vor allem Enten- und Gänsedaunen verwendet, die manchmal anteilig mit Federn gemischt werden. Hierbei gilt: Je mehr Daunenanteil, desto hochwertiger die Bettdecke, da die Füllkraft und Feuchtigkeitsregulierung höher ist. Reine Daunendecken sind besonders anschmiegsam und flauschig und bieten bei geringem Gewicht einen hohen Wärmeausgleich.

Daunendecken gibt es in verschiedenen Steppungen, die die Daunenfüllung fixieren. Nur bei den Ballondecken, die besonders bauschig sind, steckt die komplette Füllung in der Hülle. Sie müssen regelmäßig aufgeschüttelt werden, damit die Füllung nicht verklumpt.

Die Steppung ist auch wichtig für die gleichmäßige Wärmeisolation. Für Kassettenbettdecken kommen die Daunen in die einzelnen abgesteppten Karos. Um Kältezonen an den Nahtstellen zu verhindern, setzen Hersteller bei Winterdecken oft so genannte Stege ein, die das Verrutschen der Daunen verhindern und für mehr Volumen und gleichmäßige Wärme sorgen. Bei Sommerdecken werden die Kältezonen, die durch die Nähte entstehen, bewusst genutzt. Regelmäßiges Lüften und Schütteln der Daunenbettdecke sorgt dafür, dass sich die Daunen neu aufrichten können und Sauerstoff sie aufplustert.

Naturhaardecken ideal für Menschen, die stark schwitzen

Bettdecken aus Kamelhaar, Schurwolle oder Kaschmir sind besonders temperaturausgleichend und feuchtigkeitsregulierend. Das ist besonders praktisch für alle, die viel schwitzen und bei hoher Luftfeuchtigkeit.

Eine Bettdecke aus Naturhaar eignet sich aufgrund ihrer hohen Temperaturregulierung besonders gut als Ganzjahresdecke, wobei auch Decken aus Naturfasern in verschiedenen Wärmeklassen erhältlich sind. Decken aus Schafschurwolle, Kaschmir und Kamelhaar können bis zu 33 Prozent ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit speichern, die sie direkt an die Außenluft wieder abgeben. Im Unterschied zu Daunen wiegen Naturhaardecken, vor allem solche aus Schurwolle, mehr.

Etwas leichter sind Kamelhaardecken, die aus den ausgekämmten Haaren des jährlichen Fellwechsels der Tiere gewonnen werden. Besonders weich und leicht sind hochwertige Kaschmirdecken, die die Wärme besonders gut halten.

Pflanzenfasern für leichte Sommernächte

Für die Sommermonate ist neben Baumwolle auch Seide eine gute Wahl. Beide Materialien nehmen Feuchtigkeit gut auf, geben sie aber nicht wieder ab, weswegen sie eher kühlend wirken. Ein weiteres Pflanzenmaterial ist Pappelpflaum, ein nachwachsender Rohstoff, dessen feine Hohlfasern mit anderen Materialien kombiniert werden müssen. Die Pappelfasern sind sehr leicht, atmungsaktiv und feuchtigkeitsausgleichend.

Bettdecken aus Kunstfasern sind pflegeleichte Allrounder

Synthetik-Bettdecken zeichnen sich dadurch aus, dass sie besonders pflegeleicht und strapazierfähig sind. Du kannst sie einfach in die Maschine stecken - perfekt für Allergiker. Synthetik-Decken gibt es in den unterschiedlichsten Größen und Wärmeklassen. Sie sind in der Regel ebenso atmungsaktiv und feuchtigkeitsregulierend wie Naturhaar- und Daunendecken, aber oft wesentlich leichter. Verwendet werden verschiedenste Materialien: Hohlfasern, Mikrofasern oder Faserbällchen aus Polyester, die besonders weich und anschmiegsam sind.

Auf einen Blick: die passende Bettdecke finden

  • Persönliche Vorlieben berücksichtigen: Soll die Decke lieber bauschig, flach, leicht oder schwerer sein
  • Daunen sind besonders kuschelig und wärmend
  • Decken aus Naturhaarfasern sind ideal für Menschen, die viel schwitzen
  • Kunstfasern gibt es für alle Bedürfnisse; sie sind leichter als Daunen und Naturhaar

Foto im Aufmacher: living4media

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