Das richtige Material für deinen Esstisch

Vorüberlegungen: Wie soll der Esstisch genutzt werden?

Esstisch aus Massivholz

Das richtige Material für deinen Esstisch hängt auch davon ab, wie und mit wie vielen Personen du ihn für gewöhnlich nutzt. In einem Single-Haushalt reicht vielleicht ein ausklappbarer Tisch.

Eine große Familie mit Kindern hingegen braucht Platz. Regelmäßige Spieleabende mit Freunden erfordern vielleicht Ansteckplatten wohingegen ein kaum genutzter Esstisch auch einfach nur klein und hübsch sein darf. Plus: Soll nur am Tisch gegessen werden? Oder finden dort auch Bastelarbeiten, Hausaufgaben und Familienfeiern statt? Erst wenn du diese Themen für dich geklärt hast, kommt die Frage nach dem Material.

Die Vorteile eines Esstischs aus Holz

Esstisch aus hellem Massivholz

Holz wirkt warm und wohnlich, ist robust, nachhaltig und langlebig. Kein Wunder ist es der Klassiker unter den Esstischmaterialien. Mit einem Holztisch erwirbst du immer ein wertiges, individuelles Möbel mit einzigartiger Maserung. 

Holztische gibt es in vielen Größen und Formen, so dass sie wirklich in jede Wohnung und zu jedem Einrichtungsstil passen. Besonders pflegeleicht: Esstische mit Hartholzfurnier (mehr dazu in unserem Magazinartikel zum richtigen Holz für deine Möbel), bei denen eine dünne Holzschicht auf eine Trägerplatte geleimt wird. Sie gelten als sehr robust und eignen sich prima für stürmische Spielsessions jüngerer Kinder. Zudem sind sie preisgünstiger als Massivholztische. Wichtig: Achte bei Holz immer auf das FSC-Siegel für verantwortungsvolle Forstwirtschaft. Nur so kannst du ein Zeichen für Nachhaltigkeit setzen.

Was die Pflege angeht: Holz ist unkompliziert. In der Regel reicht Wasser zum Reinigen. Achtung: Immer trockenwischen, damit keine Materialrisse durch Feuchtigkeit entstehen. Einmal jährlich kannst du deinen Holztisch mit Öl oder Möbelwachs pflegen. Das schützt die Oberfläche vor Schmutz und Nässe.

Modern und grazil: ein Esstisch aus Glas

Esstisch aus Glas
Goldener Esstisch mit Glasplatte

Ein Esstisch aus Glas wirkt durch die transparente Oberfläche luftig und leicht. Er nimmt optisch wenig Raum ein und eignet sich deshalb prima für kleinere Räume. Zudem kommen Stühle und Teppich besser zur Geltung. Der Nachteil: Glas wirkt kühl. Für eine wärmere Ausstrahlung kombinierst du deinen Glastisch am besten mit flauschigen Textilien, ausdrucksstarken Farben oder wohnlichem Holz.

Was die Pflege angeht: Glas ist empfindlich. Jeder Fingerabdruck hinterlässt Spuren. Denen begegnest du zwar schnell und unkompliziert mit Fensterglasreiniger, stärkere Verschmutzungen (z.B. Trinkglasränder) benötigen jedoch meist ein Lösungsmittel. Zudem zerkratzt Glas sehr leicht. Deshalb: unbedingt regelmäßig abstauben. 

Metall – ein toller Kombipartner für deinen Esstisch

Sitzgruppe aus Metall und Holz
Essgruppe mit blauen Stühlen
Holzesstisch mit Hairpin Beinen

Die wenigsten Esstische sind komplett aus Metall gefertigt. Oft besteht die Platte aus Holz, Glas oder Naturstein und das Metall kommt bei den Beinen zum Einsatz. Dabei handelt es sich meist um pulverbeschichtetes oder verchromtes Metall, das sowohl stabil und robust als auch langlebig und pflegeleicht ist. Besonders gut passt ein derartiger Materialmix zum Industrial Look, aber auch eine moderne Einrichtung oder der Midcentury Modern Style profitieren von einem Tischgestell, das luftig und leicht wirkt. 

Was die Pflege angeht: Pulverbeschichtetes Metall ist kratzresistent und unkompliziert. Zum Reinigen reicht warmes Wasser. Bitte keine chemischen Reinigungsmittel verwenden. Das schadet dem Material. 

Esstische aus Naturmaterialien wie Marmor, Keramik und Beton

Schwarzer Marmor-Esstisch

Tische aus Naturstein sind Schwergewichte. Auch was den Preis angeht. Dafür bieten sie dir eine einmalige Optik: Jede Tischplatte ist mit ihrer ganz eigenen Maserung ein Unikat. Zudem wirken Marmor oder Travertin immer edel und hochwertig. Plus: Sie sind wasserfest und leicht zu reinigen. Allerdings reagiert Naturstein empfindlich auf Essig, Wein und Fruchtsäure. Deshalb solltest du dich bei einem Esstisch immer für eine schmutzabweisende Versiegelung entscheiden.

Relativ neu sind Tischmit einer Platte aus Keramik. Der Vorteil: Keramik ist hitze- und kältebeständig. Du kannst deinen heißen Kochtopf vom Herd direkt auf die Tischplatte stellen – ohne Untersetzer. Zudem ist Keramik wasserabweisend, kratzfest und pflegeleicht. Ideal also für Haushalte mit kleinen Kindern oder neugierigen Haustieren. Zudem gibt es Keramikplatten in vielen unterschiedlichen Farben, so dass sie zu jedem Einrichtungsstil passen. 

Beton ist ein künstlich hergestellter Stein aus Zement plus Kies oder Sand. Als Platte für einen Esstisch wirkt er kühl und minimalistisch – ideal für moderne Einrichtungen oder den Skandi Style. Beton ist schwer und kostspieligAber auch langlebig, wasserfest und hitzebeständig. Um das Material gegen Säure zu wappnen, sollte es als Platte für einen Esstisch unbedingt versiegelt werden. 

Im Trend: Esstische aus Kunststoff

Weißer Esstisch mit roten Stühlen

Esstische aus Kunststoff gibt es in allen möglichen Formen und Farben. Denn: Kunststoff kann man durchfärben und in jede Form gießen. Das Material ist wasserfest und pflegeleicht. Zudem eignet es sich auch für Terrasse oder Balkon. Nachteil: Möbel aus Kunststoff sind nicht nachhaltig.

Alternative zu reinen Kunststofftischen: Esstische, deren Trägermaterial (meist ein Holzwerkstoff) mit Kunststoff beschichtet wird. Beispiel: Esstische aus Melamin, einem besonders harten und bruchsicheren Kunststoff, der als sehr robust und pflegeleicht gilt. Zudem bietet Melamin ein prima Preis-Leistungsverhältnis. Allerdings lässt es sich nur schwer recyceln und ist nicht ökologisch abbaubar.

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