Das kleine ABC der Küchenarmaturen

Moderne Klassiker: Einhebelmischer

Heute handelt es sich bei Küchenarmaturen fast ausschließlich um sogenannte Einhebelmischer oder Einhebelmischbatterien. Mit Hilfe eines einzelnen Hebels, der entweder oben oder seitlich (selten auch vorne) angebracht ist, kannst du ganz leicht die Temperatur und die Stärke des Wasserstrahls einstellen. Das ist schnell, komfortabel und sparsam, da du nicht lange Herumprobieren musst, um die passende Einstellung zu erreichen.

Nostalgisch: die Zweigriffarmatur

So kennen wir Armaturen von früher: ein Drehregler links, einer rechts. Einer für kaltes, der andere für heißes Wasser. An die gewünschte Temperatur tastet man sich langsam heran, indem man die Armatur beidhändig bedient. Aus heutiger Sicht ist das weder komfortabel noch ressourcenschonend. Deshalb kommen Zweigriffarmaturen kaum noch zum Einsatz.

Wenn du dich allerdings in die Optik der Zweigriffarmatur verliebt hast, kannst du auf eine Alternative zurückgreifen: Wie bei Duschthermostaten gibt es Zweigriffarmaturen, bei denen der eine Hebel die Stärke des Wasserdurchlaufs regelt, während du an dem anderen die gewünschte Temperatur einstellen kannst. Das ist zwar noch immer nicht so komfortabel wie ein Einhebelmischer, aber zumindest genauso energiesparend.

Komfortabel: Armaturen mit Brausefunktion

Die Schlauchbrause hat es von der Gastronomie in den Privathaushalt geschafft. Sie hilft dir, Gegenstände, die für die Spüle zu sperrig sind (z.B. Töpfe oder Blumenvasen), problemlos mit Wasser zu füllen oder zu reinigen. Zudem kannst du mit der Brause auch die Abtropffläche und das Spülbecken selbst viel besser reinigen.

Oft bieten Hersteller bei Schlauchbrausen auch verschiedene Strahl-Arten an: den normalen Wasserstrahl (auch Mousseur-Strahl genannt) und eine eher sanfte Sprühfunktion zum Abbrausen von Gemüse und Salaten. Solche umschaltbaren Armaturen bezeichnet man auch als Vario-Brausen.

Luxuriös: Armaturen mit 360 Grad Radius

Den Anstoß gaben wohl Kochinseln, die in modernen Küchen im Trend liegen. Hier befinden sich Spülbereich und Kochfeld oft hintereinander, so dass eine drehbare Armatur besonderen Komfort verspricht. Bei einem Aktionsradius von 360 Grad kannst du mit einer solchen Armatur das Gemüse in der Spüle abbrausen, die Vase auf der Abstellfläche füllen und dem Essen auf dem Herd Wasser beimischen – alles mit einem sanften Schwenk. Luxus pur!

Im Trend: multifunktionale Armaturen

Sensorarmaturen

Kennt man von öffentlichen Toiletten: Armaturen, die per Sensor ganz ohne Berührung funktionieren. Das ist besonders hygienisch und auch in der Küche praktisch – z.B. wenn deine Hände gerade mit Kuchenteig verschmiert sind. Plus: Es hilft beim Wassersparen. Denn der Wasserfluss stoppt, sobald du dich von der Spüle wegbewegst. Nachteil: Es kann passieren, dass der Wasserstrahl losgeht, wenn du eigentlich nur Kartoffeln abgießen möchtest. Alternative: Sensorarmaturen, die über Berührung funktionieren. Dafür reicht es, den teigverschmierten Arm kurz aufzulegen, damit das Wasser fließt. Auch so bleibt die Armatur sauber und hygienisch.

Filterarmaturen

Du trinkst gerne Leitungswasser? Für eine wirklich gute Wasserqualität kannst du dich für eine Armatur mit eingebautem Filtersystem entscheiden. Auf diese Weise werden Kalk, Schwermetalle und andere Partikel aus dem Wasser herausgefiltert. Auch die Kalkablagerungen in Küchengeräten kannst du so reduzieren. Filter-Armaturen gibt es in verschiedenen Ausführungen: Sie spenden je nach Modell gefiltertes kaltes Wasser, kochendes Wasser und/oder Sprudelwasser.

Vor-Fensterarmaturen

Es verschönert die Arbeit, wenn man beim leidigen Abwasch raus ins Grüne oder in die Wolken schauen kann. Deshalb werden Spülen inzwischen häufig direkt vor dem Fenster eingeplant. Damit das Lüften trotzdem problemlos funktioniert, gibt es sogenannte Vor-Fensterarmaturen: Du kannst sie entweder zur Seite klappen, einfahren oder kurzzeitig abnehmen. Ganz nach Bedarf, sehr komfortabel.

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