Wohnbasics

Spiegel aufhängen leicht gemacht

von Natalie Schulz

Spieglein, Spieglein an der Wand – wo siehst du am schönsten aus? Unser kleiner Spiegel-Guide verrät, wo und wie Spiegel am besten wirken.

Ob Bad, Flur oder Schlafzimmer: Mindestens ein Spiegel hängt in jeder Wohnung. Kein Wunder! Ein Wandspiegel lässt schließlich nicht nur uns gut aussehen, sondern geschickt platziert kleine Räume größer wirken, sorgt für mehr Helligkeit und nicht zuletzt ist er dank spannender Rahmen sowie außergewöhnlicher Formen ein absolutes Designobjekt.

Spiegel sicher anbringen: aufhängen, kleben oder lehnen

Soll ein Wandspiegel klassisch an der Wand aufgehängt werden, reichen Hammer und Nagel für eine sichere Anbringung oft nicht aus, es muss gebohrt werden. Davor gilt es sich jedoch mit Beschaffenheit und Tragkraft der Wand auseinanderzusetzen sowie zu überprüfen, wo Strom- und Wasserleitungen verlaufen. Eine moderne Möglichkeit der Aufhängung sind so genannte French Cleats. Das Prinzip ist einfach: Eine Holzleiste wird schräg durchtrennt. Der Teil mit der Schräge zur Wand abfallend wird am Mauerwerk montiert, das Gegenstück kommt an den Spiegel, beim Aufhängen greifen sie ineinander und hängen fest. Diese Montage macht den Spiegel flexibel – egal, ob man ihn ein Stück verschieben oder durch einen anderen austauschen möchte.

Im Bad in Fugen oder Fliesen zu bohren ist nicht nur anspruchsvoll, sondern in vielen Wohnungen schlicht nicht erlaubt. Die Lösung: Spiegelklebeband! Es funktioniert ähnlich wie doppelseitiges Klebeband, ist aber viel intensiver und hält bis zu 120 kg. Bei der Montage heißt es allerdings Vorsicht, denn eine Korrektur ist nach dem Anbringen des Spiegels nur schwer möglich.

Bei der Aufhänghöhe von runden oder eckigen Spiegeln gilt, ähnlich wie bei Bildern, dass die Mitte etwa auf Augenhöhe sein sollte. Bei einem Ganzkörperspiegel wäre das eindeutig zu hoch. In dem Fall sollte etwa ein Viertel über und drei Viertel unter Augenhöhe angebracht sein.

Das Messen kann man sich jedoch sparen, indem man Ganzkörperspiegel einfach an die Wand lehnt. Das wirkt lässig und modern.

Der Spiegel Georg von Skagerak lässt sich ideal und ganz ohne Aufwand an die Wand lehnen
Modern, flexibel und problemlos in der Anbringung: Spiegel Georg von Skagerak wird lässig an die Wand gelehnt.
Foto: Skagerak

Die Wirkung im Raum

Taktisch gut platziert, zum Beispiel gegenüber von Fenstern oder Türen zu anderen Räumen, kann ein Spiegel Wunder wirken. So wird das Tageslicht reflektiert und lässt kleine Zimmer optisch größer werden. Dunkle Räume bekommen so eine Extraportion Licht. Hängt man einen Spiegel der Länge nach auf, wird der Raum gestreckt. Möchte man einen Raum hingegen optisch verkürzen, wie zum Beispiel einen langen Flur, sollte der Spiegel an der kürzeren Wand positioniert werden.

Ein Spiegel im Bad soll in erster Linie funktional sein. Meist über dem Waschbecken angebracht, sollte er je mit einer Lichtquelle von oben, von links und von rechts beleuchtet werden. Dann zeichnen sich auf dem Gesicht keine Schatten ab. Besonders praktisch sind daher Spiegel mit integrierter Beleuchtung oder schwenkbaren Spiegeltüren.

Eckig, rund, mit oder ohne Rahmen: Der Stil des Spiegels hängt ganz vom persönlichen Geschmack ab. Ganz ohne Rahmen lassen Spiegel Räume größer wirken, haben aber auch eine kühlere Ausstrahlung als Spiegel mit Holz oder kunstvollen Barockrahmen.

Foto im Aufmacher: Tchibo

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