Wohnbasics

Bilder aufhängen ohne zu bohren

von Katja Keweritsch

Du kannst kleben, nageln, pinnen, stellen oder haften - wir zeigen, wie du deine Lieblingsstücke ohne Dübel & Co. beeindruckend inszenierst.

In diesem Artikel:

  • Super flexibel: Bilderleisten
  • Bilderhaken zum Kleben
  • Klebeband – von Poster Strips bis Washi Tape
  • Prima Alternative: Magnetfarbe für die Wand
  • Kleine Nägel statt großer Bohrlöcher
  • Hübsch: Bilder an der Wäscheleine
  • Ein Klassiker reloaded: die Pinnwand
  • Wandtattoos als Bilderrahmen
  • Profi-Tipps für deine Bilderwand

 

Schöne Poster zum Shoppen findest du am Ende des Artikels.

Super flexibel: Bilderleisten

Foto: House Doctor 

Ja, es stimmt – die klassische Bilderleiste wird meist mit zwei gedübelten Schrauben in Bohrlöchern an der Wand befestigt. Aber es geht auch anders: Wenn du beispielsweise nur leichte Postkarten auf einer Bilderleiste präsentieren möchtest, kannst du auch mit doppelseitigem Klebeband arbeiten. Oder du legst die Enden der Bilderleiste einfach locker auf zwei hübsche Schränkchen. Alternativ kannst du die Bilderleiste auch auf einem Sideboard platzieren – so rutschen dir aufgestellte Poster nicht so leicht weg. In jedem Fall garantiert dir eine Bilderleiste maximale Flexibilität, wenn du deine ausgestellten Schätze öfter mal auswechseln möchtest – egal ob mit oder ohne bohren.

Bilderhaken zum Kleben

Foto: Photolini CJ Quadrat GmbH 

Du kennst die Klebehaken für Handtücher im Badezimmer? Bilderhaken funktionieren im Prinzip genauso. Du kannst sie mit herrkömmlichen Haken für Bilder mit integrierter Aufhängelasche bekommen oder als spezielle Bilderhaken für Poster, die du an einem Seil befestigen möchtest. Wichtig: Achte auf die Tragkraft der Bilderhaken. Oft sind sie für schwere Rahmen nicht geeignet. In so einem Fall solltest du eher auf Bilderhaken aus Metall zurückgreifen, die mit ein oder zwei Nägeln an der Wand befestigt werden. Der Clou: Sie sind so konstruiert, dass du die Nägel immer im 45°-Winkel einschlägst, was für mehr Stabilität sorgt. Ideal also für größere, schwere Bilder.

Klebeband – von Poster Strips bis Washi Tape

Foto: K&L Wall Art

Jetzt wird’s kreativ! Das super vielseitige Washi Tape bietet dir 1000 verschiedene Möglichkeiten, deine Bilder hübsch an die Wand zu kleben: Du kannst einen ausgefallenen Rahmen in Knallfarben gestalten, schwarzes Washi Tape für eine klassische Umrandung wählen oder die Fotos ganz cool lediglich mit einem kleinen gemusterten Streifen befestigen. Und das Beste: Washi Tape ist wirklich preisgünstig und lässt sich zudem rückstandslos wieder von der Wand entfernen. Lass deiner Fantasie freien Lauf!

Die zurückhaltende Alternative zu Washi Tape: Poster Strips. Das sind spezielle Klebestreifen, die du besonders leicht wieder von der Wand entfernen kannst. Sie kommen auf die Rückseite des Bildes und halten quasi unsichtbar alles an Ort und Stelle. Sie sind ideal, wenn du das Motiv eines Bildes ohne ablenkenden Rahmen in den Mittelpunkt rücken möchtest.

Prima Alternative: Magnetfarbe für die Wand

Du liebst Bilderwände mit üppiger Petersburger Hängung? Du tauschst Fotos an der Wand gern mal aus? Dann ist Magnetfarbe genau das Richtige für dich. Ganz unkompliziert trägst du sie genauso auf wie herkömmliche Dispersionsfarbe. Danach kannst du sie mit deinem Lieblingston überstreichen oder mit einem hübschen Motiv tapezieren. Tipp für Oft-Umzieher: Gestalte ein großes Brett mit Magnetfarbe und lehn es lässig an die Wand. Erspart dir Renovierungsarbeiten beim nächsten Wohnungswechsel. Natürlich benötigst du dann noch hübsche Magnete, mit denen du deine Bilder befestigst. Eine Anleitung für super individuelle Exemplare aus Kronkorken findest du hier. Auch schön: magnetische Bilderrahmen im Polaroid-Style. So erhält deine Bilderwand einen herrlichen Retro-Look.

Kleine Nägel statt großer Bohrlöcher

Foto: House Doctor

Hammer und Nagel gehören in jeden Haushalt. Und bei kleineren Bildern bekommt deine Wand ja auch nur ein kleines Loch pro Rahmen, wenn du dich für diese Aufhängevariante entscheidest. Größere Werke solltest du allerdings mit mehreren Nägeln in der Wand verankern. Entweder du richtest dich dabei ganz lässig nach deinem Augenmaß oder du schnappst dir profimäßig Wasserwaage, Maßband und Bleistift und sorgst dafür, dass das Bild vollkommen gerade und im Lot hängt. Alternative: eine Schnur. Du kannst sie mit kleinen Schraubhaken an zwei Seiten des Rahmens anbringen. Entweder so lang, dass sie später oberhalb des Bildes zu sehen ist (super Eyecatcher ist hier eine breite Schnur in Knallfarben). Oder ganz kurz, damit sie hinter dem Rahmen verschwindet. Tipp: Spezielle Posterleisten setzen Bilder in Szene, die du ganz leger präsentieren möchtest.

Hübsch: Bilder an der Wäscheleine

Eine super Lösung für größere leere Wandflächen oder unzugängliche Ecken: eine Wäscheleine. Natürlich kannst du auch jede andere hübsche Schnur verwenden. Am besten klebst du die beiden Enden mit schönem Washi Tape an der Wand fest. Oder du knotest sie an Regale, Sideboards oder Haken. Im Zweifel nagelst du sie in die Wand, weil das auf alle Fälle besser hält. Tipp: Verwende einen Metalldraht, wenn du gerne viele Bilder an der Leine aufhängen möchtest. Denn der ist stabiler und macht nicht so schnell schlapp. Prima eignen sich als Wäscheleine für Bilder auch spannbare Gardinenseile – für deren Befestigung müsstest du dann allerdings doch zur Bohrmaschine greifen. Hübsche Wäscheklammern findest du in jedem Bastelladen. Mit Washi Tape kannst du sie schnell individualisieren und passend zu deiner Einrichtung gestalten.

Ein Klassiker reloaded: die Pinnwand

Foto: Ferm Living

Rechteckiger Holzrahmen mit Korkplatte und weißen Pins – das war einmal. Heute findest du runde Pinnwände genauso wie sechseckige, Platten aus Filz ebenso wie vliesunterlegte Stoffe. Die Pinnwand muss deshalb auch nicht mehr mit Bildern vollgeklatscht werden bis man nichts mehr von ihr erkennt. Denn: Pinnwände sind per se stylisch. Betrachte sie als ein Gesamtkunstwerk, dessen Look du mit jeder Postkarte, jedem hübschen Pin, Band, Ticket oder Erinnerungsgegenstand veränderst. Weit mehr also als eine praktische Möglichkeit, Bilder aufzuhängen. Mehr wie ein Mood Board, das zeigt, was du magst und wie du bist. 

Wandtattoos als Bilderrahmen

Foto: wandtattoo-home.de

Kleben ist angesagt. Und zwar super unkompliziert. Denn: Die Rahmen liefern selbsthaftende Wandtattoos aus Folie, die sich ganz einfach und rückstandslos wieder von der Wand entfernen lassen. In die Mitte musst du dann nur noch zurechtgeschnittene Fotos kleben (am besten klappt das mit speziellen Poster Strips). Du kannst dich für große Rahmen entscheiden, in denen du gleich mehrere Fotos als Collage inszenierst. Oder du wählst genau passende Rahmen für jeweils ein Bild, was die einzelnen Motive besonders betont.

Profi-Tipps für deine Bilderwand

Foto: Photolini CJ Quadrat GmbH

  • Je schwerer das Bild, desto stabiler muss die Halterung sein. Das Gewicht verteilt sich gleichmäßiger, wenn du mehrere Nägel verwendest.
  • Bilder sollten auf Augenhöhe hängen. Wenn du sie ausschließlich vom Sofa aus betrachtest also in jedem Fall niedriger platzieren als im Flur neben dem Spiegel.
  • Häng Bilder nicht wahllos auf. Orientier dich an imaginären Linien in der Mitte oder am Rand. Selbst bei der Petersburger Hängung gibt es Regeln.
  • Besonders harmonisch wirkt eine Bildergalerie, wenn du dich beim Aufhängen an Kanten von Schränken oder Türen orientierst oder die Horizontale eines dominanten Regals wieder aufgreifst.
  • Arbeite mit Kontrasten: ein antiker Rahmen für eine moderne Typographie, ein knalliger für einen alten Ölschinken.
  • Passepartouts verleihen jedem Bild eine besonders Wertigkeit. Tipp: Sieht besonders hübsch aus bei gerahmten Kinderzeichnungen.
  • Bilderleuchten rücken deine Lieblingsstücke ins rechte Licht und adeln selbst Postkarten, die für dich eine besondere Bedeutung haben.

 

Bilder im Aufmacher: House Doctor (2x), Essential Home

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