Licht im Bad - die schönsten Ideen

von KATJA KEWERITSCH - 20.10.2017

Mehrere dimmbare Lampen und blaustichiges Licht für den Frischekick am Morgen – mit unseren Tipps fühlst du dich ab sofort viel wohler in deinem Bad, denn Licht beeinflusst unsere Stimmung.

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Mehrere Lichtquellen schaffen mehr Gemütlichkeit

Licht im Bad muss ganz unterschiedliche Ansprüche erfüllen – morgens soll es hell sein und uns wecken, abends soll es eher sanft sein und uns beruhigen. Eine Leuchte allein kann das kaum schaffen. Idealerweise sollte das Badezimmer deshalb mit drei verschiedenen Lichtquellen ausgerüstet sein, die möglichst einzeln geschaltetwerden können. Gemütlicher wird es zudem mit dimmbaren Lampen.

Für Abwechslung sorgt eine Mischung aus direktem, punktuell auf einen Ort gerichtetem Licht sowie einer indirekten Quelle, die einen größeren Bereich flächig erhellt. Dabei müssen gar nicht alle Ecken komplett ausgeleuchtet werden: Licht braucht Schatten, um zu wirken. Badezimmer wirken größer und lauschiger, wenn Lampen unterschiedlich hell scheinen.

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Allgemeinbeleuchtung mit hohem Blauanteil hilft beim Wachwerden

Bei der Beleuchtung eines Raumes beginnen Profis immer mit dem Hauptlicht. Es sollte hell und nicht zu gedämpft sein, damit man beim Putzen auch den Schmutz erkennt. Da es der Orientierung dient, sollte es zudem per Hauptschalter am Türeingang bedient werden können. Im Badezimmer empfiehlt sich ein Allgemeinlicht mit hohem Blauanteil. Das wirkt anregend auf den Körper und macht schneller wach.

Als Hauptlicht im Badezimmer werden oft Strahler verwendet. Sie sollten verstellbar sein, damit das Licht nicht blendet, wenn man in der Badewanneliegt. Inzwischen erobern aber auch großflächige Lichtbänder oder Paneele die Decken. Und warum nicht ein minimalistisches Bad mit einem verspielten Kronleuchter in Szene setzen? Generell gilt: Lampen wirken einladender, wenn sie nicht an der Decke kleben (Ausnahme: eingelassene Spots). Denn Licht von oben lässt einen Raum kleiner erscheinen, wohingegen Wandleuchten weiten.

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Funktionslicht erleichtert Schminken und Rasieren

Ein punktuell ausgerichtetes Licht hilft, bestimmte Bereiche des Badezimmers besonders auszuleuchten. Wie wäre es mit einem speziellen Nassraum-Spot in der Dusche - für den extra Frischekick am Morgen? Oder einer kleinen Leselampe für das entspannte Wannenbad am Abend?

Vor allem jedoch benötigt der Spiegel das richtige Funktionslicht. Im Idealfall wird er wie im Theater komplett mit Lampen umrahmt. So wird das Gesicht besonders gleichmäßig ausgeleuchtet. Aber auch beidseitig angebrachte Lampen helfen dabei, Schatten im Gesicht zu vermeiden. Die Farbtemperatur einer Spiegelbeleuchtung sollte dabei zwischen 3.000 und 4.000 Kelvin liegen, das ist ein helles, neutralweißes Licht.

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Stimmungslicht sorgt für Ruhe am Abend

Ein Stimmungslicht dient in erster Linie nicht der Beleuchtung des Raumes, sondern einer gemütlichen Atmosphäre. So können Spots kleine Nischen und hübsche Einzelstücke betonen. Oder ein Lichtband erzeugt eine schummerige Stimmung. Im Notfall hilft auch eine dimmbare Allgemein- oder Funktionsbeleuchtung dabei, das Badezimmer zur Kuschelzone umzufunktionieren.

Der Klassiker unter den Stimmungslichtern: Kerzen. Wer Angst vor Wachstropfen im Badezimmer hat, kann auf Windlichter oder Laternen zurückgreifen. Aber auch Echtwachskerzen mit LED-Licht können lauschig wirken.

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Licht in feuchten Räumen - Sicherheit geht vor

Da sich Strom und Wasser nicht besonders gut vertragen, dürfen im Spritzwasserbereich ausschließlich Leuchten der Schutzart IP X4 eingesetzt werden. Diese International Protection Klassifizierung gibt den Schutzgrad des Gehäuses gegen Wasser an. Können Leuchten mit Strahlwasser in Berührung kommen, benötigen sie sogar die Einstufung IP X5. Beide Leuchtenarten dürfen ausschließlich mit einer Schutzkleinspannung von bis zu 12 Volt betrieben werden, die vor einem elektrischen Schlag schützen soll.

Zudem sollte man beim Kauf von Badleuchten immer auf ein bekanntes Prüfzeichen achten. VDE (Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik), ENEC (European Norms Electrical Certification) oder GS (Geprüfte Sicherheit) gehören zu den bekanntesten.

Sind Lampen weit genug von Spritzwasser entfernt, können auch Leuchten ohne besondere Schutzart installiert werden.

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Energiesparleuchten, LEDs, Halogenlampen & Co.

Halogenleuchten werden gerne als Funktionslicht am Spiegel eingesetzt. Sie sind die Weiterentwicklung der Glühbirne, spenden warmes, wohnliches Licht, strahlen aber durch das zusätzlich beigefügte Halogengas wesentlich heller. Da es sie in sehr kleinen Ausführungen gibt, werden sie meist dort eingesetzt, wo Energiesparlampen zu groß sind.

In Energiesparlampen wird ein Gas durch Strom zum Leuchten angeregt. Damit auch das Glas leuchtet, ist es von innen beschichtet. Deshalb gibt es prinzipiell keine transparenten Modelle. Zudem benötigen Energiesparlampen nach dem Einschalten einige Zeit, bis sie ihre maximale Helligkeit erreichen. Wer einen sanften Einstieg in den Tag bevorzugt, ist mit einer Energiesparlampe als Allgemeinlicht also gut beraten. Allerdings ist die Lichtfarbe von Energiesparlampen vergleichsweise kalt, Farben wirken eher schal.

Die Zukunft der Leuchten gehört den LEDs. Sie halten praktisch ein Leben lang, was allerdings auch bedeutet, dass man sie in Lampen oft nicht mehr auswechseln kann. Oft leuchten LEDs stark und auf den Punkt, eignen sich also für zielgerichtetes Licht. Die Helligkeit von LEDs wird dabei in Lumen gemessen – die Wattangabe kennzeichnet lediglich den Stromverbrauch.

Das Farbspektrum einer Leuchte wird in Kelvin gemessen. Dabei gilt: Je höher die Kelvin-Zahl, desto blaustichiger ist das Licht. Warmweißes Licht hat eine Kelvinzahl von 2.700. Es hat eine gelbliche Färbung und eignet sich gut als Stimmungslicht. Eine Lichtfarbe, die dem Tageslicht ähnelt, erreicht man erst bei einer Kelvinzahl von über 5.300.

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Auf einen Blick – schönes Licht im Bad

  • Idealerweise hat ein Bad drei einzeln schaltbare Lichtquellen: eine flächige, helle Allgemeinbeleuchtung, ein punktuell ausgerichtetes Funktionslicht und ein schummeriges Stimmungslicht

  • Dimmbare Lampen sorgen für mehr Gemütlichkeit

  • Licht mit hohem Blauanteil wirkt anregend (3.000 bis 4.000 Kelvin)

  • Lampen wirken einladender, wenn sie nicht an der Decke hängen (Ausnahme: eingelassene Spots)

  • Beidseitig neben dem Spiegel angebrachte Leuchten verhindern Schatten im Gesicht

  • Im Spritz- und Strahlwasserbereich müssen Leuchten mit der Schutzart IP X4 bzw. IP X5 benutzt werden

  • Wer gleichzeitig Halogenleuchten, LED und Energiesparlampen einsetzt, sorgt für Abwechslung im Bad

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