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    Ecksofa, Couch oder Wohnlandschaft: so erkennst du ein gutes Sofa

    von Ronja Lotz

    Du möchtest dir ein neues Sofa kaufen und weißt nicht genau, worauf du achten musst? Dann bist du hier richtig. Wir verraten dir ein paar Tricks, damit deine nächste Eckcouch oder Wohnlandschaft möglichst lange hält.

    So erkennst du ein gutes Sofa

    Diese Qualitätsmerkmale gibt es beim Sofa

    Wusstest du, dass wir durchschnittlich vier Stunden am Tag auf der Couch verbringen? Manche Studien gehen sogar von über sechs Stunden aus. Die meiste Zeit verbringen wir dort halb liegend. Da lohnt sich doch eine richtig bequeme Eckcouch, die ihr Geld wert ist. 

    Wenn du wissen möchtest, ob kleine Wohnlandschaften in kleinen Wohnzimmern überhaupt wirken, haben wir den Magazinartikel „Das richtige Sofa finden“ für dich.

    Aber jetzt zu den Qualitätsmerkmalen von guten Polstermöbeln. In diesem Ratgeberartikel klären wir auf, ob gute Couches immer teuer sind. Welches Material am widerstandfähigsten ist, wenn du Haustiere oder kleine springwütige Kinder zu Hause hast. Und welche Polstermöbel bei Rückenschmerzen zu empfehlen sind. 

    1. Qualitätsmerkmal: ein widerstandsfähiger Bezug

    Sofabezüge

    Sofabezüge gibt es wie Sand am Meer, abhängig je nach Hersteller. Wir haben uns mit den gängigsten Bezügen beschäftigt und ihre Widerstandsfähigkeit genauer untersucht. 

    - Mikrofaser:

    Mikrofasersofas fühlen sich sehr weich und geschmeidig an. Diese Faser ist im Gegensatz zu Wolle oder Leder ein synthetischer Stoff. 

    Er eignet sich besonders gut, wenn Katzen und Hunde bei dir wohnen. Gerade bei Tatzen müssen die Polstermöbelbezüge ja etwas mehr abkönnen. Allerdings lädt sich dieses synthetische Material schneller statisch auf; Haare bleiben leider echt gut haften. Wie du dein Sofa (und Teppich) am besten von Tierhaaren reinigst, liest du in diesem Magazinartikel.

    Trotzdem bietet sich widerstandsfähiges Material wie Mikrofaser besonders an. Der Grund: Mikrofaserstoffe sind aus sehr feinen, dafür aber umso dichter verbundenen Fäden gefertigt. Sie sind formbeständig und verändern sich zum Beispiel durch Belastung, Körperwärme oder Heizungsluft nicht. 

    Außerdem sind Mikrofaserstoffe wasserabweisend und somit gut abwischbar, falls kleine Marmeladenhände auf dem Polster gelandet sind. Flecken sind also schnell und einfach zu entfernen, falls man eine Familie mit Kindern hat. 

    Und sogar für Allergiker wird dieser Stoff besonders empfohlen, da Hausstaubmilben in dem extrem eng gewobenen synthetischen Stoff keine Nahrung finden.  

    Fazit Mikrofaser:

    extra widerstandsfähig und wasserabweisend – also top bei Haustieren, Allergikern und Kindern.

    Sofa aus Stoffbezug
    - Naturfasern:

    Viele Sofas sind mit natürlichen Leinen oder Baumwollstoffen bezogen. Diese Stoffe sind atmungsaktiver als Mikrofaser, aber gleichzeitig auch fleckenanfälliger. Bei schlechter Qualität bilden sich schnell Fussel oder Knötchen im Stoff. 

    Es gibt aber auch Vorteile von Naturfasern: Wolle zum Beispiel nimmt Gerüche aus der Umgebung kaum auf. Abnehmbaren Baumwollbezüge kann man bei Bedarf auch gut waschen, falls man gekleckert hat. 

    Wichtig ist immer, dass der Stoff einen hohen Scheuerbeständigkeit aufweist. Diesen nennt man in der Fachsprache Martindale. Zum Vergleich: ein Stoff mit nur 5.000 Martindale reißt schneller als ein Stoff mit 15.000 Martindale. Je höher der Wert, desto besser. 

    Fazit Naturfaser:

    natürliche Herkunft, ggf. waschbar, atmungsaktiv, wärmend, auf einen hohen Martindale-Wert achten

    - Leder:

    Sofa aus Leder

    Bei Lederbezügen unterscheidet man zwischen Glattleder, Rauleder und Kunstlederbezügen. Echtledersofas erkennt man meist schon an ihrem stolzen Preis und an ihrem Geruch. Anders wie zum Beispiel preisgünstigere Kunstledersofas riechen sie nach – Leder, richtig. 

    Rauledersofas sind sehr pflegeintensiv. Das liegt daran, dass die weiche Lederoberfläche offenporig ist und somit Flüssigkeit sehr schnell einzieht. Ein Sofabezug aus satt gefärbtem Glattleder ist unempfindlicher.

    Doch auch hier gilt: je schneller man einen Fleck entfernt, desto besser. Außerdem verändert sich Leder, es lebt, wie man so schön sagt, mit. Im Bezug können nach einiger Zeit also Falten entstehen, da echtes Leder sich bei Wärme ausdehnt. Apropros Wärme: anders wie zum Beispiel Kunstleder hat Echtleder immer Zimmertemperatur, wir nehmen es deshalb als gemütlich warm wahr.

    Gut zu wissen: Sitzt man auf Kunstleder, schwitzt man schneller – höchst unangenehm vor allem im Sommer. Bei Kunstleder sollte man zudem darauf achten, dass der Stoff mindestens 1 mm dick ist, damit er nicht schnell reißt.

    Fazit Leder:

    Echtheitstest: Echtleder riecht man, es ist eher empfindlich, dafür angenehm warm, bei Kunstleder unbedingt auf die Stoffdicke achten.

    -> Du möchtest noch mehr über die Vor- und Nachteile bestimmter Bezugsmaterialien für Polstermöbel wissen? Dann schau mal hier auf unseren Ratgeberartikel: "Bezugsstoffe für Polstermöbel" - von A bis Z rein.

    2. Qualitätsmerkmal: diese Polsterung hält was aus

    Unterpolsterung

    Bei Couches gibt es als Unterfederung: Federkern, Industriefederkern und Gurtbespannung mit Schaumstoff. Die Unterfederung ist sozusagen die Auflage, auf der dann das eigentliche Polster gelegt wird. Und diese halten je nach ihrer Beschaffenheit unterschiedlich lang. 

    So halten zum Beispiel Eckcouches mit einer Polsterung aus Gummigurten eher weniger lang (siehe Bild oben). Der Grund: die Gurte, die die Polster halten, leiern schneller aus. Lässt man sich einmal richtig schwer auf das Sofa fallen, kann es außerdem passieren, dass die festgetackerten Gurte am Gestell ein- oder abreißen.

    Wenn dann auf den Gurten noch ein Schaumstoff liegt, der nicht besonders dicht ist, sitzt du das Sofa schnell durch.

    Auch bei häufigen Übernachtungsgästen oder in einer Familie mit kleinen Kindern, die auf der Wohnlandschaft rumtoben, ist diese Sofa-Unterfederung eher ungeeignet. 

    Sofas mit Federkern
    Besser: Nosagfedern und ein dichter Federkern

    Besser halten miteinander verbundene Nosagfedern – auch Wellenunterfederung genannt - aus Stahl. Darauf liegt der Federkern bestehend aus einer Boxspringpolsterung, Zylinderfederkern, Bonellfederkern oder Taschenfederkern. Wichtig ist hier die Anzahl der Federn pro Sitzeinheit.

    Preiswerte Varianten arbeiten mit Gelpolsterung oder einer Kaltschaumpolsterung.

    Obendrauf kommt die Polsterabdeckung. Meist sind das Schaumstoff, Vlies oder Rosshaar. Rosshaar ist besonders atmungsaktiv und umweltfreundlich. Achte beim Schaumstoff unbedingt auf das sogenannte Raumgewicht, also die Dichte des Schaumstoffes. Achtung: Diese sollte mindestens über 40 kg pro m3 liegen.  

    Fazit Polsterung:

    Nosagfedern mit Taschenfederkern halten besonders lang, Gurte mit Schaumstoffpolsterung sind nichts für die Ewigkeit. Auf die Schaumstoffdichte achten!

    3. Qualitätsmerkmal: Aus diesem Material sollte das Gestell sein

    Prinzipiell lässt sich sagen, je schwerer eine Couch ist, desto hochwertiger ist das Gestell. Häufig wird günstiger Pressspan für das Gestell verwendet, das allerdings leichter kaputt geht. Heißt, nichts für Familien mit kleinen Kids. Das Gestell deiner neuen Couch sollte aus Massivholz sein, was sich aber natürlich im Preis widerspiegeln wird.

    Nun bist du für den nächsten Sofa-Kauf gut gewappnet. Am besten du machst dir vorher klar, was dein Sofa alles aushalten sollte: Kinder, Haustiere, Allergien.

    Dieses Video von Galileo fasst auch noch einmal alles gut zusammen, worauf du beim Sofakauf achten solltest.

    Wichtig ist auch, wo es stehen soll. Dazu bekommst du hier ein paar Tipps: Eine Sitzecke aus Sesseln und Sofa ideal stellen. 

    Zum Schluss ein Tipp für Rückenschmerzgeplagte

    Ecksofa mit Relaxfunkion

    Besonders Ecksofas sind praktisch, weil man im Nu die Füße hochlegen kann. Gerade bei müden oder geschwollenen Beinen ist das eine Wohltat. Viele Couches haben dafür eine Polsterverlängerung - oder einen Hocker.

    Wer Rückenprobleme hat oder es schlichtweg noch bequemer haben möchte, kann bei einigen Sofagestellen auch auf eine variable Kopflehne oder eine verstellbare Rücken- und Armlehnen achten. Sogar eine variable Sitztiefeneinstellungen haben einige Couchmodelle.

    Bei ausgewählten Sofamodellen mit elektrischer Funktion lässt sich anhand einer Taste ein Fußteil automatisch einfach nach oben fahren. Oder man legt sich das Rückenteil manuell flacher.

    Egal für welche Option du dich entscheidest - mit einer Relaxfunktion gleitet man immer in eine hervorragende Feierabendposition!

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