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    Bodenbeläge für den Balkon: alles über WPC, Holz, Stein

    von KATJA KEWERITSCH

    Lies hier, welcher Bodenbelag für den Balkon überhaupt infrage kommt, welches Material wie wetterfest ist und was du in einer Mietwohnung beachten musst.

    Balkon Bodenbelag

    Was man überhaupt auf dem Balkon verlegen kann

    Echtholz

    Mit seiner warmen Ausstrahlung bringt Holz Wohnzimmerfeeling auf deinen Balkon. Lange Dielen wirken besonders edel, sind aber teurer und recht aufwändig zu montieren. Holzfliesen mit Klick-System hingegen eignen sich auch für Menschen mit zwei linken Händen. Sie passen auf jeden noch so kleinen Balkon und sind vergleichsweise günstig. Aber Achtung: Holz braucht Pflege. Einen Bodenbelag aus Echtholz musst du jedes aufarbeiten, das heißt abschleifen und einölen.

    Kunstharz

    Die moderne Optik von Industrieböden kannst du jetzt auch auf deinen Balkon holen: entweder als Anstrich oder Spachtelmasse mit Kunstharzen. Beide Varianten halten dauerhaft auf einem bestehenden Untergrund und sind ähnlich wetterfest wie Kunststein.

    Kunstrasen

    Ein Bodenbelag für den Balkon oder sogar den ganzen Garten, der wohl nie ganz verschwindet und das Ästhetikempfinden ganzer Generationen spaltet, ist der Kunstrasen. In den letzten Jahren hat sich aber in Sachen Optik viel getan. Es gibt nun unterschiedliche Farben, die Halmlänge kann gewählt werden und es gibt sogar Kunstrasen mit Sandfüllung, die für ein ähnliches Laufgefühl wie auf echtem Rasen sorgt. Ein praktischer, weil pflegeleichter Bodenbelag für den Balkon ist der Kunstrasen also allemal. Einfach im Frühling einmal absaugen, etwas durchrechen, damit sich die Kunsthalme wieder aufrichten, und schon ist der Kunstrasen auf deinem Balkon wieder einsatzbereit. Wie du deinen Kunstrasen ordentlich verlegst, liest du in diesem Magazinartikel.

    Kunststein und Beton

    Für einen besonders modernen Look kannst du deinen Balkonboden mit Beton ausgießen. Wahlweise greifst du auf preisgünstige Betonplatten zurück. Kunststein eignet sich vor allem dann, wenn du dir eine Natursteinoptik zu einem kleineren Preis wünschst.

    Naturstein

    Platten aus Naturstein gibt es in vielen unterschiedlichen Sorten, Farben und Strukturen. Damit ihre klassische Optik gut zur Geltung kommt, werden sie meist auf größeren Balkonen verlegt. Sie sind vergleichsweise teuer und aufwändig zu montieren, aber ein Hingucker für die Ewigkeit. Tipp: Wenn du für deinen kleinen Balkon einen unkomplizierten Steinboden möchtest, kannst du auf Klick-Fliesen mit kleinen Kieselsteinen zurückgreifen.

    Outdoor-Fliesen

    Diesen Balkonboden haben wir uns von den Südeuropäern abgeguckt: Fliesen mit Farben, Strukturen und Dekoren aus 1001 Nacht. Allerdings gibt es inzwischen eine ebenso breite Auswahl mit nordisch reduzierter Optik: Solche Outdoor-Fliesen wirken immer edel und aufgeräumt. Dank ihrer glatten Oberfläche sind sie zudem leicht zu reinigen.

    WPC (Wood Plastic Composite)

    Dieser Materialmix aus Kunststoff und Holzfasern ist ein wahrer Tausendsassa. Du bekommst ihn mit vielen verschiedenen Dekoren – von Schiefer über Beton bis hin zu Holz. Als Klick-Fliese lässt sich WPC ganz einfach verlegen, du kannst aber auch lange Dielen montieren. Generell ist WPC pflegeleicht und lange haltbar.

    Kunstharz als Bodenbelag auf dem Balkon

    Was wir aus dem Indoor-Bereich kennen, funktioniert inzwischen auch draußen: Kunststoffbeschichtungen für den Boden. Du kannst entweder eine Art Anstrich aufbringen, der wahlweise aus wetterbeständigem Polyethuran (PU) oder Acrylharzen besteht. Oder du benutzt eine Spachtelmasse, bei der ein Kunstharz-Bindemittel mit Naturstein-Granulat vermischt wird.

    Beide Varianten halten dauerhaft auf dem bereits bestehenden Untergrund –sind aber deshalb nichts für Mietwohnungen.

    Was du über Holz als Bodenbelag wissen musst

    Holz als Bodenbelag für den Balkon

    Wenn du weder den finanziellen noch den arbeitsmäßigen Aufwand scheust, solltest du dich für lange Holzdielen entscheiden. Sie werden auf einem Holzrahmen verschraubt und sehen besonders edel aus.

    Für das kleine Budget: Holzfliesen, die du per Klick-System unkompliziert selbst verlegen kannst, auch auf einem bestehenden Boden.

    Dein Balkonboden aus Holz muss Regen, Sturm, Schnee und Sonne trotzen. Deshalb ist die Wahl des Holzes besonders wichtig. Faustregel: je härter, desto widerstandfähiger. Tropische Hölzer wie Bangkirai oder Teak sind dabei ganz vorn.

    Achtung: Nur bei exotischen Harthölzern, die mit einem Siegel für nachhaltige Forstwirtschaft (FSC) zertifiziert sind, kannst du dir sicher sein, echtes Bangkirai zu kaufen, das zudem ressourcenschonend gewonnen wurde und dafür kein Regenwald herhalten musste. Allerdings hat das seinen Preis. In diesem Magazinartikel haben wir dir aufgelistet, auf welche Siegel du achten solltest.

    Eine echte Alternative dazu sind europäische Hölzer. Als besonders hart gelten Eiche oder Esche. Allerdings gibt es inzwischen auch Bodenbeläge aus Weichhölzern wie Kiefer oder Douglasie. Sie werden mithilfe einer Thermobehandlung oder einer dauerhaften Imprägnierung widerstandsfähiger gemacht. Trotzdem gilt: Holz braucht Pflege. Du wirst deinen Bodenbelag aus Holz regelmäßig ölen und eventuell irgendwann einmal abschleifen müssen. Je nachdem, wie stark er der Witterung ausgesetzt ist. Nur so erhältst du dir dein Outdoor-Wohnzimmer-Feeling wirklich lange.

    Vorteile eines Balkon-Bodenbelags aus WPC

    Pflegeleicht und langlebig – das sind die beiden größten Vorteile von WPC, einem Mix aus Holzfasern und Kunststoff (Wood Plastic Composite). Als Dekor wird heute meist eine Holzoptik gewählt, was es zu einer preisgünstigen Alternative zu Echtholz macht. Auch bei WPC kannst du zwischen edlen Dielen und unkomplizierten Fliesen im Klick-System wählen.

    WPC ist sehr viel farbbeständiger als Holz und vergraut nicht durch starke Sonneneinstrahlung. Außerdem splittert es nicht, ist rissfrei und rutschfest. Für alle Nord-Balkon-Besitzer: WPC ist widerstandfähiger als Echtholz und trotzt Regen, Sturm und Schnee.

    Der eine große Nachteil von WPC: es sieht Holz ähnlich, kommt aber an dessen natürliche Optik und Haptik nicht heran. Doch wenn dich das nicht stört, bist du mit dem unkomplizierten Verbundstoff prima beraten.

    Warum wir so für Outdoor-Teppiche schwärmen

    Weil sie hübsch sind, klar. Aber das ist längst nicht alles. Outdoor-Teppiche sorgen ohne großen Aufwand für einen komplett neuen Look von orientalisch über modern bis hin zu skandinavisch. Und: Sie können wunderbar unansehnliche Bodenbeläge kaschieren - ideal bei Mietwohnungen. Drauflegen, fertig.

    Was das Material angeht: Outdoor-Teppiche bestehen zu 100 Prozent aus oftmals recycelten Kunstfasern. Das macht sie so langlebig, lichtecht und unempfindlich. Selbst ein kleiner Schauer stört sie nicht. Schmutz staubsaugst du einfach ab oder du gönnst dem Teppich ein reinigendes Wannenbad. Anders als früher fühlen sich heutige Modelle zudem schön weich an den Füßen an – das macht sie fit für einen Winterjob als Läufer im Flur.

    Was du auf einem bestehenden Bodenbelag verlegen kannst

    Fließen oder Holz - der passende Balkonbelag

    Natürlich einen angesagten Outdoor-Teppich – das geht bei wenig Aufwand mit einer maximalen Verschönerung einher. Ansonsten eignen sich auch Klick-Fliesen, entweder aus Echtholz, WPC oder mit kleinen Kieselsteinen.

    Wichtig: Der Untergrund muss eben sein. Auch Dielen aus Holz oder WPC kannst du auf einem bestehenden Boden verlegen. Allerdings benötigst du dafür eine Unterkonstruktion, was das Ganze schon umständlicher und teurer macht.

    Diese Bodenbeläge passen zum Balkon oder der Terrasse

    Welcher Balkon-Bodenbelag besonders wetterfest ist

    Naturstein steht hier ganz vorn. Er ist extrem langlebig und widerstandsfähig - aber leider auch sehr teuer und aufwändig zu verlegen. Betonplatten, Outdoor-Fliesen, Kunstharz und Kunststein trotzen Wind und Wetter nicht ganz so lange. Allerdings lassen sich glatte Steinoberflächen besonders gut reinigen und benötigen darüber hinaus kaum Pflege.

    Was WPC und Echtholz angeht: Qualitativ hochwertiges WPC bietet Sonne, Regen und Schnee bis zu 30 Jahre lang erfolgreich die Stirn. Langlebiger sind nur tropische Harthölzer wie Bangkirai. Allerdings benötigt Holz eine gute Pflege, um so alt zu werden. Deine WPC-Dielen musst du gar nicht weiter behandeln. Deshalb: Sowohl bei WPC als auch bei Echtholz entscheidet die Qualität darüber, wie wetterfest und langlebig dein Balkon-Bodenbelag ist.

    Was du bei einer Mietwohnung beachten musst

    Tiefgreifende bauliche Veränderungen funktionieren in einer Mietwohnung normalerweise nicht. Damit scheiden Naturstein, Kunstharz, Beton, Kunststein und Outdoor-Fliesen als Bodenbeläge für deinen Balkon aus. Es sei denn, du legst die Platten einfach in einem Rahmen auf den Boden ohne sie weiter zu befestigen. Je nach Untergrund birgt das allerdings das Risiko, dass sie brechen können.

    Echtholzfliesen oder WPC-Platten hingegen kannst du einfach auf einem bereits bestehenden Boden verlegen – und genauso unkompliziert wieder demontieren, wenn du ausziehst.

    Auch Outdoor-Teppiche eignen sich prima für Balkone von Mietwohnungen. Zudem kannst du sie im Winter super als schmutzfangenden Läufer im Flur einsetzen.

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