Küchenplanung – Schritt für Schritt

Unser Ratgeber Küchenplanung zeigt kompakt und übersichtlich einzelne
Planungsschritte, wie ein Termin im Küchenstudio funktioniert und viele Küchenideen.

Eine neue Küche steht an. Anders als bei einem Sofa, Esstisch oder Kleiderschrank kauft man die nicht einfach so. Schließlich soll die Küche nicht nur die nächsten zwei, sondern womöglich 20 Jahre halten, was eine vorausschauende Planung unabdingbar macht. Doch wie planen, wenn man in seinem Leben noch nie eine Küche gekauft und entsprechend Erfahrung damit hat? Wir unterstützen dich mit einer Übersicht über die wichtigsten Fragen, Entscheidungen und Schritte einer Küchenplanung online.

Bevor es losgeht, drei wichtige Tipps:

  • Nimm dir Zeit. Besuche mehrere Küchenstudios und recherchiere im Internet, um herauszufinden, was du brauchst, was dir gefällt und wer welche Preise aufruft. So wird dir später die Wahl deiner Traumküche deutlich leichter fallen.

  • Beginne frühzeitig. Ideal: ein halbes bis ein dreiviertel Jahr vorher. Üblicherweise dauert die Küchenlieferung mehrere Wochen, die Planungsphase davor weitere Wochen. Zudem kannst du nicht davon ausgehen, dass du dich spontan in eine Küche verliebst, die dann auch noch deinen Preisvorstellungen entspricht und sofort auf Termin geliefert wird.

  • Mehr Geld einplanen, Muss und Kann definieren. Addiere zu deinem festen Budget einen Puffer und überlege dir, bei was du Abstriche machen kannst. Das hört sich zwar erst einmal hart an, hilft aber weiter, wenn sich einem vor lauter Auswahl der Kopf dreht. Denn: Wer eine neue Küche kauft, der muss sehr viele Entscheidungen treffen. Da hilft es schnell zu wissen, was man unbedingt haben möchte und auf was man notfalls verzichten kann.

1. Grundriss und Form der Küche

Neben dem Budget ist der Grundriss des Raumes wichtigstes Kriterium für Größe und Form deiner zukünftigen Küche. Und damit ist nicht nur die Grundfläche gemeint, sondern auch Strom- und Wasseranschlüsse sowie die Verortung von Fenstern und Türen. Je nachdem, ob du ein eher quadratisches oder schlauchförmiges Zimmer hast, ob der Raum abgeschlossen ist oder offen ins Wohnzimmer übergeht, bieten sich unterschiedliche Optionen an. Auch die Höhe des Raumes solltest du sowohl in Stauraum- als auch in optischen Fragen unbedingt mit einkalkulieren. Altbauräume vertragen andere Wandaufbauten als Küchen mit Schrägen. Die gängigsten Küchenformen im Überblick.

Die einzeilige Küche

Sie gehört zu den Klassikern der Einbauküche. Wer über nur eine Stellwand verfügt, weil der Raum schmal ist oder weil er die gegenüberliegende Wand gern nutzen möchte, um einen Esstisch zu platzieren, der ist damit gut beraten. Geräte und Schränke sind hier wie Perlen an einer Kette aufgereiht. Einziges Manko: Wenn die Küchenzeile zu lang wird, werden auch die Laufwege von einer zur anderen Seite immer länger. Zudem bieten einzeilige Küchen häufig nur wenig Stellfläche und sind daher eher für Single- oder Zwei-Personen-Haushalte geeignet.

Einzeilige Küche

Der Klassiker in Weiß und ohne Griffe: die einzeilige Küche: Foto: AMK - Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.V.

Zweizeilige Küche

Die zweizeilige Küche bietet viel Stauraum. In der Mitte sollte ein Abstand von mindestens 1,20 Metern gegeben sein, um alle Unterschränke komfortabel zu erreichen. Foto: Shutterstock

Die zweizeilige Küche

Hier stehen sich zwei Küchenzeilen gegenüber. Die zweizeilige Küche eignet sich besonders gut für kleine Räume ab ca. acht Quadratmeter oder offene Räume. Sie ist meistens die Lösung, wenn aufgrund räumlicher Gegebenheiten wie Heizung, Fenster, Tür etc. keine U-Form umgesetzt werden kann. Bei der Planung sollte man unbedingt auf den Abstand zwischen den beiden Blöcken achten, er sollte 1,20 Meter betragen, um alle Unterschränke gut zu erreichen.

Die L-förmige Küche

Die L-Küche passt in fast jeden Grundriss und ist besonders beliebt, weil sie kurze Laufwege und viel Stauraum bietet. Auch die Ecke kann man prima nutzen. Ein Topfrondell oder ein so genannter Le-Mans-Schrank (Schwenkauszüge) lassen sich darin prima platzieren, sodass keine „blinden“ Ecken entstehen.

L-Küche

Die L-Küche ist ein Allrounder, da sie fast immer passt. Foto: AMK - Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.V.

U-Küche

Die U-Küche nutzt den vorhandenen Raum besonders gut aus und eignet sich auch für sehr kleine Räume. Foto: AMK - Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.V.

Die U-förmige Küche

Die U-Küche bietet viel Stellfläche und nutzt den Raum besonders in langen, schmalen Küchen gut aus. Damit es nicht zu eng wird, sollte man die beiden langen Schenkel nicht zu eng aneinander planen (mindestens 1,20 Meter Abstand) und sparsam mit Hochschränken umgehen. Allenfalls an den jeweiligen Enden des Us einfügen, damit man sich nicht von Küchenschränken umzingelt fühlt. Kleines Manko: Ein Essplatz lässt sich hier nur schlecht integrieren.

Die Küche mit Kochinsel

Hobbyköche bevorzugen eine separate Kochinsel. Die sieht großzügig und schick aus und eignet sich besonders für offen angelegte Wohnungsgrundrisse. Kombinierbar ist sie grundsätzlich mit fast jeder Küchenform, wobei sich auch die Kochinsel recht flexibel handhaben lässt. So kann man in ihr zum Beispiel Stauraum oder die kompletten Elektrogeräte integrieren – perfekt vor allem für Haushalte, in denen gern gemeinsam gekocht wird. Einziges Manko: Für diese Küchenform braucht man Platz. Und zwar nicht zu knapp. Mindestens 15 qm Grundfläche sollte man dazu einplanen und um die Insel herum 80 cm als Laufweg.

moderne Küche mit großzügiger Kochinsel

Eine moderne Küche mit großzügiger Kochinsel, an der gemeinsam gekocht werden kann. Foto: AMK - Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.V.

2. Die richtige Anordnung der Möbel nach Funktionszonen

Damit die Schränke und Geräte am Ende so angeordnet sind, dass die Wege im Alltag möglichst kurz und direkt sind, denkt man bei der Küchenplanung in Funktionszonen. Bereits 1926 beschäftigte sich die Wiener Architektin Margarete Schütte-Lihotzky mit genau diesem Thema und entwickelte die Frankfurter Küche, einen kompakten Vorgänger der Einbauküche. Dabei lag ein Hauptaugenmerk auf Funktionalität. Kurze Wege sollten der Hausfrau die Arbeit erleichtern. Heute teilt man die Küche in fünf verschiedene Funktionsbereiche:

1. Lagerung von Lebensmitteln
2. Aufbewahrung von Küchenutensilien
3. Vorbereitung
4. Zubereitung/Kochen
5. Reinigung/Entsorgung

Hier ist wichtig, dass du deine eigenen Gewohnheiten kennst. Weiterer Aspekt: Gibt es Linkshänder im Haushalt? Das kann ebenfalls Konsequenzen für die Anordnung von Flächen haben.

Die Frankfurter Küche

Links: Die Frankfurter Küche gilt als Vorbild der heutigen Einbauküche. Rechts: Die Einteilung der Küche in clevere Zonen verkürzt Arbeitswege und macht Küchenfans happy. Fotos: AMK - Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.V.

Aufeinander folgende Arbeitsschritte sollten entweder linear hintereinander oder über Eck platziert werden: Nach dem Einkauf möchtest du Dinge zuerst lagern. In Zone 1 steht also dein Kühl- oder Vorratsschrank. Dann möchtest du sie zubereiten, wozu du beispielsweise Geschirr, Reiben etc. aus Zone 2 und 3 benötigst. In Zone 3 steht der Herd samt Abzugshaube und in Zone 5 dann das Waschbecken mit Spülmaschine und Mülleimer. Wichtig: Zonen, in denen du dich oft und für längere Zeit aufhältst (Herd, also Zone 4), sollten nicht im Durchgang liegen, weil das auf Dauer ziemlich nervig werden kann.

3. Die Ausstattung: Schränke, Arbeitsplatten, Beleuchtung

Jetzt weißt du immerhin schon, welche Form deine Küche haben soll und wie du Geräte und Schränke anordnen möchtest. Nun geht es an die Ausstattung der Küche.

Fronten

Im Trend liegen Küchenfronten ohne Griff. Grifflose Fronten sind meistens teurer als klassische mit Griff, weil hinter ihnen einen ausgeklügelte Technik steckt, die auf Druck reagiert. Eine Alternative zwischen Fronten mit und ohne Griff sind solche mit versteckter Griffleiste. Beim Material geht der Trend zu hochglänzenden Fronten langsam zurück, im Kommen sind matte, unifarbene und exklusive Holz- oder auch bearbeitete Metallfronten.

Stauraum

Stauraum für Lebensmittel und Küchenutensilien sollte man großzügig und spezifisch mit einplanen. Und zwar in den Zonen 1 und 2, also Bevorratung und Aufbewahrung. Besonders wichtig ist hier, dass der Platz gut ausgenutzt wird. Aber es geht auch um eine Geschmacksfrage: Möchtest du deine Küchenutensilien offen oder geschlossen verstauen? Je nachdem bietet sich eine Mischung aus offenen Regalen bzw. Vitrinen und geschlossenen Fronten an. Dazu brauchst du aber auf jeden Fall einen guten Überblick über deine Besitztümer. Praktisch sind Apothekerschränke, bei denen man von der Seite aus einen guten Einblick auf die Vorräte hat. Alternativ dazu bieten sich Hochschränke mit gläsernen Einsätzen an. Müllsysteme in verschiedenen Breiten und Ausführungen lassen die unschönen Tonnen easy unter dem Spülbecken verschwinden und Rondelle bzw. Le-Mans-Schränke (Schwenkauszüge) bieten besonders in Ecken die ideale Unterbringungsmöglichkeit für Töpfe und Pfannen.

Arbeitsplatte: Material und Höhe

Auch bei den Arbeitsplatten gibt es einen Trend zum Minimalismus. Besonders dünne Platten aus Naturstein oder Edelstahl sind gefragt. Allerdings funktionieren die nicht mit jeder Küche. Die Gewürzschublade direkt unter dem Herd geht damit beispielsweise nicht mehr, da der Herd in die Platte eingelassen wird und so die darunterliegende Schublade blockieren würde. Normalerweise liegt die Dicke einer Küchenarbeitsplatte zwischen 4 und 6 cm.

  • Schichtholz und Laminat: Die Kunststoffplatten gibt es in vielen Farben und Formen. Neueste Drucktechniken imitieren Holzarten nahezu perfekt. So bekommt man eine pflegeleichte, strapazierfähige und günstige Kunststoffplatte, die aussieht wie Holz oder Beton.
  • Massivholz: Für Naturfreunde kommen Massivholz- oder Echtholzplatten infrage. Die bringen ein warmes Ambiente in die Wohnung, sind allerdings – egal, wie hart sie auch sein mögen – eher empfindlich. Heiße, schwere Töpfe oder scharfe Messer können hier schnell Schaden anrichten. Dafür sind Holzplatten vergleichsweise preiswert.
  • Naturstein: Granit, Marmor und Schiefer sind hitze-, kratz- und feuchtigkeitsunempfindlich. Tipp: Achte beim Kauf unbedingt auf das Muster. Zu dunkle, grob gemusterte Flächen können besonders kleine Küchen optisch schnell erschlagen, während sehr feine Muster unruhig wirken können. Zudem sind Natursteinplatten im Vergleich zu Holz oder Laminat recht teuer (ab ca. 250 Euro pro qm bei Granit).
  • Kunststein (Quarz- und Mineralwerkstoff): Kunststeine wie Corian oder Quarzkomposite sind die günstigere Alternative zu Naturstein. Sie bestehen aus einem Gemisch aus Acrylharzen und zum Beispiel Quarzen, was sie sehr strapazierfähig und auch anpassungsfähig macht. So kann Corian als Arbeitsplatte so verarbeitet werden, dass diese fugenlos ins Waschbecken übergeht, was einen besonderen Effekt erzeugt.

Höhe und Tiefe der Arbeitsplatte richten sich nach der Körpergröße. Heute werden die meisten Arbeitsplatten zwischen einer Höhe von 91 und 93 cm eingebaut, während die Standardtiefe 60 cm beträgt. Ergonomisch betrachtet hat es keinen Vorteil, wenn die Platte tiefer ist, jedoch vergrößert sich dadurch natürlich die Arbeits- und Abstellfläche für Küchengeräte. Besonders wichtig ist die Fläche zwischen Spüle und Kochfeld, auf der man meistens das Essen vorbereitet. Hier sollte man mindestens 80 cm Platz haben, um Bretter und Schüsseln abstellen zu können.

Holzfronten und Arbeitsplatten

Links: Dünn und sehr modern: Die weiße Platte sorgt dafür, dass die Holzfronten nicht zu rustikal wirken. Rechts: Spot an! Das Licht über der Arbeitsplatte sollte jeden Winkel gut ausleuchten. Fotos: AMK - Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.V.

Beleuchtung & Rückwand

Die Küchenbeleuchtung besteht meistens aus einem Hintergrundlicht (Deckenleuchte) und einem Arbeitslicht direkt über der Arbeitsfläche. Sie sollte gut ausgeleuchtet sein und das Licht keine Schatten werfen. Am besten klappt das mit Unterschrankleuchten, die es in vielen verschiedenen Formen und mit verschiedenen Leuchtmitteln gibt. Hier ist eine helle, kaltweiße Lichtfarbe ideal (3.000 Kelvin und mehr bei LEDs). Bei LEDs ist es inzwischen üblich, dass man mit ihnen unterschiedliche Lichtfarben und -stimmungen erzeugen kann – von kaltweißem Licht fürs Gemüseschneiden bis zu warmweißem Ambientelicht beim gemütlichen Zusammensitzen in der Küche.

Küchenrückwände sollen den Bereich zwischen Unterschrank und Arbeitsplatte vor Fettspritzern und Feuchtigkeit schützen. Um die Wand entsprechend zu verkleiden, eignen sich verschiedene Methoden. Klassisch ist der Fliesenspiegel, der mit Metro- und Mosaikfliesen in der Gegenwart angekommen ist. Ebenso gängig ist es, die Arbeitsplatte an der Wand „hochzuziehen“, um ein möglichst homogenes Bild zu erzeugen. Wer es pur mag, ist mit Glas- oder Acrylglasrückwänden gut beraten. Hier gibt es online und im Baumarkt die Möglichkeit, sich Rückwände mit individuellem Zuschnitt und Motiv anfertigen zu lassen, die man mit nur wenigen Handgriffen selbst montieren kann.

4. Das Timing für den Küchenkauf

Besonders Bauherren unterschätzen die Vorlaufzeit von der Planung über die Bestellung bis zur Lieferung und Montage der neuen Küche. Das kann mehrere Monate dauern. Hier gilt: Früh anfangen lohnt sich. Wer außerdem die Möglichkeit hat, in die Planung von Elektro- und Wasserinstallation einzugreifen, sollte dies unbedingt tun. Auf welcher Höhe werden die Oberschränke angebracht? Für welche Geräte sind überall Steckdosen nötig? Wie sollten diese abgesichert sein? Je besser man sich vorab überlegt, was wo stehen soll, desto besser kann man seine neue Küche im Endeffekt nutzen. Übrigens: Eine Küchenmontage ist definitiv nichts für Laien. Wer keine Ahnung vom Umgang mit Starkstromanschlüssen hat und nicht sicher beim exakten Bohren ist, der sollte sich Hilfe vom Fachmann holen oder die Küche komplett von einem Küchenmonteur aufbauen lassen. Viele Hersteller bieten diesen Service zu einem geringen Aufpreis mit an. Eine Investition, die sich auf jeden Fall lohnt.

Offene Küche mit Elektrogeräten auf Augenhöhe

Offene Küche mit Elektrogeräten auf Augenhöhe sind aktuell stark nachgefragt. Foto: AMK - Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.V.

5. So funktioniert eine Küchenplanung beim Fachhändler

Wer eine Küche plant, der geht früher oder später auch zu einem Fachhändler. Wie man sich auf diesen Termin vorbereiten kann, erzählt uns Nicole Zeilinger von Küche Quelle.

Was muss ich zur Küchenplanung mitbringen?

Das kommt ganz darauf an, wo die Küche geplant wird. In einem Küchenstudio sollte man zur Küchenplanung eine Grundrisszeichnung des Raumes mitbringen. Unerlässlich ist die Platzierung des Wasseranschlusses, bestenfalls auch noch die des Starkstromanschlusses. Wenn natürlich ein kompletter Installationsplan mit Steckdosen etc. vorhanden ist, umso besser. Neben der Planung im Küchenstudio gibt es auch noch die Möglichkeit der Planung zu Hause. Dann misst der Küchenberater die Räumlichkeiten vor Ort aus, sodass man sich in diesem Fall um nichts kümmern muss. Weiterhin gibt es mittlerweile die Möglichkeit einer Onlineberatung. Hier kann der Kunde seine Grundrissdaten über einen Grundrisszeichner eintragen oder ein Bild des Grundrisses per Mail schicken.

Was möchte der Küchenplaner von mir wissen?

  • Hast du schon bestimmte Vorstellungen und Wünsche für deine neue Küche und wenn ja, welche?
  • Hast du bestimmte Wünsche hinsichtlich der Stellform der Küche?
  • Brauchst du auch Elektrogeräte, wenn ja, hast du schon bestimmte Ideen?
  • Welches Budget hast du dir für deine Küche gesetzt?
  • In welchem Zeitraum brauchst du die Küche?
  • Möchtest du deine neue Küche finanzieren?

Was kostet so eine Küchenplanung vom Profi?

Bei einem professionellen Händler sollte eine Küchenplanung und Beratung kostenlos sein. Es gibt natürlich auch Händler, die dafür eine Aufwandspauschale berechnen, diese wird dann aber in der Regel beim Kauf der Küche mitverrechnet. Sollte es nicht zum Kauf kommen, wird diese in Rechnung gestellt.

Wie läuft die Küchenplanung ab?

Je nachdem wie weit du vorinformiert bist, wird der Küchenberater Wünsche besprechen, Möglichkeiten, Materialien und Farben zeigen, dich hinsichtlich der Elektrogeräteauswahl beraten. Je nachdem wo die Küche geplant wird (Studio, zu Hause, Online) wird dann ein Aufmaß der Küche genommen bzw. die mitgebrachten Grundrissdaten in ein Planungsprogramm eingepflegt, sodass deine neue Küche Schritt für Schritt am PC entsteht.

Was macht der Küchenplaner genau?

In der Hauptsache berät der Küchenplaner umfassend rund um das Thema Küche und plant die Küche gemeinsam mit dir. Da jede Küche individuell ist und genau in den Küchenraum passen muss, erfordert dies ein hohes Maß an technischem Verständnis und räumlicher Vorstellungskraft.

Wie viel Zeit sollte ich mir für die Planung nehmen?

Für eine umfangreiche Beratung und Planung sollte man sich drei Stunden Zeit nehmen. Die Onlineberatung geht wesentlich schneller, da sich der Küchenberater schon vorab mit ein paar Informationen und Planungsvorschlägen auf den Termin vorbereitet. An der Stelle dauert ein Planungsgespräch ca. eine Stunde.

6. Küchenplanung mit Online-Tools

Wer zunächst kein Küchenstudio in Anspruch nehmen möchte oder sich auf einen Besuch vorbereiten will, der kann einen der vielen Online-Küchenplaner nutzen.

Die Planer der Küchenhersteller

Fast alle großen Möbelhäuser und Küchenhersteller bieten die Möglichkeit an, sich entweder kostenlos ein Programm aus dem Internet herunterzuladen oder direkt online im Browser an der Traumküche zu planen (zum Beispiel Küchen Quelle, Nolte Küchen, Ikea, Alno, Roller, Nobilia, Häcker, Schüller u.a.). Meistens bekommt man zum Abschluss der Planung die Aufforderung, seine Kontaktdaten einzugeben, damit der Hersteller anhand der Planung ein unverbindliches Angebot erstellen kann.

Der Küchenplaner von Carat

Ein beliebtes Online-Küchenplanungstool ist der Planer von Carat. Der Software-Entwickler bietet eine professionelle Planer-Version für Küchenstudios an und eine kostenlose, die über den Internetbrowser bedienbar ist. Das Prinzip: eigenen Grundriss anlegen, Möbel konfigurieren und einrichten, Fronten usw. definieren, Planung abschließen. Die Möbel sind keine „Echt-Möbel“, sondern Möbel-Modelle. Nach Angabe von Name und Mailadresse bekommt man Zugangsdaten zugeschickt, um die Planung erneut aufrufen zu können.

Raumplaner, die 3-D-Ansichten ermöglichen

3-D-Planer bieten die Möglichkeit, den Raum besser zu erfahren, also auch besser einschätzen zu können, wie groß die Möblierung am Ende tatsächlich wirken wird. Neben den kostenlosen Küchenplanern der Hersteller gibt es auch herstellerunabhängige Programme wie Room Sketcher, Mein Hausplaner oder Sweet Home 3D, die eine kostenlose Basisversion anbieten und kostenpflichtige Versionen mit Zusatzfunktionen.

Virtual Reality Ansichten vorerst nur im Küchenstudio

Der neueste Clou hinsichtlich Technik und Raumerfahrung ist Virtual Reality. Auch hier experimentieren Hersteller wie Saturn, Ikea und Küchen aktuell mit der Technik, um den Kunden ihre Traumküche virtuell möglichst realistisch zu zeigen. Mithilfe einer entsprechenden Brille kann man den virtuellen Raum dann betreten und erleben. Allerdings: Noch steckt die Technik in den Kinderschuhen und ist oft ein interessantes Erlebnis, das lediglich eine Richtung vorgeben kann. Außerdem sind solche Programme sehr teuer und kompliziert in der Anwendung, sodass sie bis jetzt ausschließlich im professionellen Bereich eingesetzt werden. In Zukunft kann man aber damit rechnen, dass Virtual Reality auch mit Laien-Küchenplanungstools möglich sein wird.

Wichtig: Der beste Küchenplaner nützt am Ende nichts, wenn du dich vermisst. Gerade bei der Küchenplanung kommt es auf jeden Millimeter an. Wasser- und Stromanschlüsse müssen sitzen, die Küchenplattenstücke nahtlos ineinander greifen, die Elektrogeräte genau passen. Wer sich unsicher ist, sollte auf jeden Fall immer einen Fachmann hinzuziehen.

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