Wohnbasics

Welcher Grill passt zu mir?

von Katja Keweritsch

Park-Bruzzler, Winter-Griller, Cowboy im Herzen? Oder lieber doch ganz klassisch? Erfahre hier alles über den richtigen Grill für dich.

In diesem Artikel:

  • Für klassische Grillhelden: der Holzkohlegrill
  • Gasgrills – sauber und gesund
  • Mit einem Elektro-Grill bist du vom Wetter unabhängig
  • Gartenkamin – das kleine bisschen Luxus für Gartenbesitzer
  • Perfekt zum Grillen & Chillen: Smoker sind für Genießer
  • Feuertöpfe für das Cowboy-Feeling

Für klassische Grillhelden: der Holzkohlegrill

Sommer muss bei dir nach Holzkohle riechen, Fleisch ist dein Gemüse und Grillen pure Entspannung. Dann kann es für dich nur einen geben: den Holzkohlegrill. Er verleiht jedem Grillgut ein unverwechselbar rauchiges Aroma. Außerdem lassen sich kleinere Modelle problemlos vom Balkon in den Park transportieren, um mit Freunden einen lauschigen Abend zu verbringen. Nachteil: Es qualmt. Das kann schon mal zu Stress mit empfindlichen Nachbarn führen. Am besten benutzt du zum Wenden des Grillguts immer eine Zange - so tropft weniger Saft in die Glut, es raucht nicht so stark und du kannst Schadstoffe vermeiden. Allerdings dauert es, bis die Holzkohlen durchgeglüht sind und das erste Stückchen Fleisch in deinem Mund landet. Aber für echte Grillhelden ist das wohl eher Genuss als Nachteil.

Gasgrills – sauber und gesund

Du schätzt ein schnelles Feierabend-Steak, saubere Luft und wenig Reinigungsaufwand. Diesen Komfort bietet dir ein Gasgrill. Je nach Modell wird die Grilltemperatur in wenigen Minuten erreicht. Die notwendige Hitze kannst du per Knopf regulieren. Da sich kein Rauch bildet, eignen sich Gasgrills prima für Balkone. Auch die Schadstoffentwicklung bleibt aus, da bei einem Gasgrill nicht direkt über der Flamme gegrillt wird. Netter Nebeneffekt: Mühsames Rostschrubben entfällt. Inzwischen gibt es sogar kompakte To-Go-Modelle, die du mit an den See nehmen kannst. Und die Nachteile? Gasgrills sind teurer als Holzkohlemodelle. Dafür gibt es keine weiteren laufenden Kosten: Eine Gasflasche hält nämlich wesentlich länger als ein Sack Kohle.

Mit einem Elektro-Grill bist du vom Wetter unabhängig

Du willst dir dein Grillerlebnis nicht von schlechtem Wetter vermiesen lassen? Dann versuch es doch mal mit einem Elektro-Grill. Den kannst du bei Dauerregen sogar mit ins Wohnzimmer nehmen. Es gibt keinerlei Qualm. Deshalb sind Elektro-Grills auch ganz offiziell auf Balkonen erlaubt. Außerdem ist dein Feierabend-Steak ruckzuck fertig, weil nicht erst noch Kohlen durchglühen müssen. Viele Elektro-Grills verfügen zudem über eine Auffangschale für das Fett, die sich im Geschirrspüler reinigen lässt. Auch der Grillrost hat meist die passende Größe. Komfortabler geht nicht. Und die Nachteile? Vom archaischen Grill-Feeling bleibt bei der elektrischen Variante nicht mehr viel übrig. Auch die Mobilität ist arg eingeschränkt, weil du ja immer auf eine Steckdose angewiesen bist. Dafür kannst du selbst bei Frost und Schnee ein Steak grillen: gemütlich in deinem Wohnzimmer.

Den richtigen Grill für jeden Typ: Elektrogrill, Smoker oder Gartenkamin
Park-Bruzzler benötigen einen kompakten To-Go-Grill, Gartenbesitzer können sich einen gemütlichen Kamin oder einen extra Smoker gönnen und Winter-Griller sind mit einem Elektro-Modell gut beraten. Wo, wann und wie möchtest du dein Fleisch genießen?
Fotos v.l.: Pro Idee (2-Zonen-Elektrogrill), Annabel James (Portabel Barbecue), Monsterzeug (BBQ Smoker), Shutterstock / Shutter Division

Gartenkamin – das kleine bisschen Luxus für Gartenbesitzer

Steak im Sommer, wohlige Wärme im Winter, jederzeit startklar, mit viel Ablageflächen. Ein Gartenkamin ist ein Grill – und gleichzeitig viel mehr als das. Du kannst dein Steak mit rauchigem Holzkohle-Aroma genießen ohne dafür erst ein Gerät aus dem Schuppen holen und aufbauen zu müssen. Da der Rauch durch den Schornstein nach oben abzieht, kommst du ganz nah ans Feuer heran und kannst die Wärme der züngelnden Flammen genießen – auch im Winter. Mit Edelstahl-Kaminen bist du darüber hinaus sogar mobil. Viele haben zum einfacheren Handling Räder, so dass du sie der Windrichtung anpassen kannst, um immer optimale Bedingungen für dein Feuer zu haben. Einziger Wehrmutstropfen: Wie der Name schon vermuten lässt, kommst du bei Gartenkaminen um einen Garten nicht herum.

Perfekt zum Grillen & Chillen: Smoker sind für Genießer

Du liebst es, laue Sommernächte draußen zu verbringen, und Fleisch und Fisch in perfekter Konsistenz zu genießen? Wie wäre es dann mit einem Smoker? Anders als beim Grill garen Speisen hier nicht direkt über der Glut oder dem Feuer, sondern in heißem Rauch. Das dauert seine Zeit, ist aber eine der schonendsten Zubereitungsarten überhaupt. Wichtig fürs Smoken: Gute Gewürzmischungen und Marinaden, in die Fleisch oder Fisch vorab eingelegt werden. Und natürlich das Rauchgut: Je nach Holzart, verändert sich der Geschmack der Speisen. Smoker sind etwas für Genießer, die viel Zeit mitbringen und sich gerne mit der Entwicklung des perfekten Geschmackserlebnisses beschäftigen.

Feuertöpfe für das Cowboy-Feeling

Du stellst einen gusseisernen Topf in glühende Kohlen – fertig ist das ultimative Wild-West-Feeling. In solchen Feuertöpfen (auch bekannt als Dutch Oven oder Potjie) garen Speisen besonders schonend. Du kannst in ihnen braten, schmoren, kochen, frittieren und mit zusätzlicher Glut auf dem Deckel sogar backen. Feuertöpfe erwärmen sich langsam und brauchen ebenso lange, um wieder abzukühlen. Deshalb sind sie wunderbar für lange Sommernächte mit Freunden und eher ungeeignet für ein schnelles Feierabend-Mahl. Lass dich nicht verleiten, einen zu großen Feuertopf zu kaufen – du wirst dankbar sein, wenn er später zum Abwaschen ins Spülbecken passt.

Bilder im Aufmacher v.l.n.r.: Ikea (Kohlegrill Klasen1) / Shutterstock - BMJ / Petromax (Dutch Oven)

Ähnliche Artikel

Kommentare

0
Weitere Artikel
Loading...

Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr erfahren.

OK