Wohnbasics

Loungemöbel für Garten und Terrasse

von Katja Keweritsch

Draußen sitzen in weich gepolsterten Sofas? Das geht mit Loungemöbeln aus wetterfesten Stoffen und robustem Flechtwerk. Wir zeigen, wie man sie am besten stellt.

In diesem Artikel:

1. Was bei Loungemöbeln anders ist
2. Der beste Platz für Loungemöbel im Garten
3. Loungen geht auch in kleinen Gärten
4. Holz, Rattan oder Polyrattan – das beste Outdoor-Material
5. Wetterfeste Polster und Kissen
6. Geborgenheit ist wichtig: Wie man eine Sitzecke einrichtet

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Was bei Loungemöbeln anders ist

Für den Sommer gilt: runter von der Couch, raus aufs Loungesofa. Denn die supergemütlichen Outdoor-Möbel bringen echtes Wohnzimmer-Flair in deinen Garten. Dabei unterscheiden sich Loungemöbel durch folgende Merkmale von einer herkömmlichen Sitzgruppe:

  • Die Sitzflächen sind niedriger.
  • Passend zum bodennahen Sitzen sind auch die dazugehörigen Tische niedrig.
  • Polster und Kissen kommen besonders weich und voluminös daher.
  • Die Sitze sind tiefer als die klassischen 52 bis 55 Zentimeter eines normalen Sofas. Perfekt zum Lümmeln. Dafür ist essen am Tisch schwierig.
  • Gängige Materialien: Holz, Rattan, Polyrattan

Der beste Platz für Loungemöbel im Garten

Loungemöbel im Garten
Im Schutz einer Mauer wirkt das Loungeset Royal Comfort mitten auf dem Rasen besonders idyllisch.
Foto: Home24.de

Essen und loungen – beides soll im Garten stattfinden. Aber nicht jeder hat eine Terrasse, die groß genug ist für ein Lounge-Set plus Esstisch und sechs Stühle. Damit die Transportwege aus der Küche möglichst kurz bleiben, sollten Tisch und Stühle auf einer hausnahen Terrasse stehen. Deshalb: Warum nicht die Loungemöbel etwas weiter entfernt vom Haus platzieren?

Wenn du für die Loungemöbel in deinem Garten einen anderen Ort als die Terrasse findest, wirst du mit einem idyllischen neuen Blickwinkel belohnt. Und du sitzt mitten im Grünen. Platziere dein Sofa dabei am besten mit dem Rücken zu einer Mauer, Hecke oder an einem dicken Baumstamm. Das schafft ein Gefühl von Schutz und Geborgenheit. Unter einen Obstbaum solltest du es allerdings nicht stellen – herunterfallende Früchte hinterlassen hässliche Flecken auf den Polstern.

Damit du die Polster deiner Loungemöbel nicht ständig durch den Garten schleppen musst, bietet sich zudem eine Truhe in der Nähe an. Besonders praktisch: Bei einigen Loungesofas kannst du die Sitzflächen hochklappen und den Platz darunter für die Polster nutzen.

Loungen geht auch in kleinen Gärten

Ein kleines Ecksofa mit grauen Polstern und Kissen in grün und blau. Darüber eine Lichterkette.
Ein schmales Ecksofa wie Paradise passt prima in eine Nische auf einer kleinen Terrasse.
Foto: Home24.de

Du besitzt keinen parkähnlichen Garten? Loungen geht trotzdem. Es muss ja nicht gleich ein ganzes Set mit mehreren Sofas und Sesseln sein – auch einzelne Loungemöbel verbreiten Wohnzimmerstimmung. Vielleicht passt ein Ecksofa genau in eine Nische deiner Terrasse. Oder du platzierst einen Zweisitzer an der Hauswand – anstelle einer schlichten Gartenbank. Generell gilt: Große Sofas lassen einen Raum oft großzügiger wirken. Auch im Garten. Also lieber ein entspanntes Ecksofa als zwei schmale Loungesessel aufstellen.

Bei Terrassen, deren Maße nicht den Standardgrößen normaler Loungesofas entsprechen, bieten sich Modulsysteme an. Mit ihnen kannst du Mittelteile, Eckstücke und Seitenelemente so flexibel aneinanderreihen, dass sie genau zu deiner Terrasse passen.

Wenn so richtig wenig Platz ist: Manchmal reicht schon ein einzelner Loungesessel für das Wohnzimmerfeeling im Garten. Vielleicht ist der sogar so hübsch, dass er nach der Sommersaison in dein Wohn- oder Schlafzimmer umziehen darf. Das löst dann auch dein Stauraumproblem fürs Winterquartier.

Holz, Rattan oder Polyrattan – das beste Outdoor-Material

Ecksofa aus Rattan mit hellen Polstern und Kissen
Rattan ist nicht wetterfest. Deshalb benötigen Loungesofas wie Cap Ferret von Maisons du Monde ein Dach.
Foto: Maisons du Monde

Loungemöbel haben sich Form und Aussehen von den Wohnzimmer-Sofas abgeschaut. Ob du auf einer Outdoor- oder Indoor-Couch kuschelst, lässt sich deshalb meist nur noch am Material festmachen. Denn: Loungemöbel bestehen zum größten Teil aus Holz, Rattan oder Polyrattan. Diese Optik integriert sie ganz natürlich in jeden Garten.

Was Holz angeht, kannst du unter vielen verschiedenen Arten wählen. Am gängigsten sind Teak und Eiche, weil sie besonders hart und robust sind. Aber auch Eukalyptus, Akazie, Fichte oder Kiefer werden verarbeitet. Alle Hölzer haben gemein, dass du sie wenigstens jedes zweite Jahr mit Öl oder Lasur aufpäppeln musst. Nur so schützt du sie gegen Verfärbungen durch Sonne und Regen.

Davon abgesehen ist Holz pflegeleicht und winterfest. Es wirkt immer wohnlich und erhält nach einiger Zeit draußen eine wunderschöne Patina. Einziger Nachteil: Holzmöbel sind meist so schwer, dass du sie nicht ohne weiteres von einem Lieblingsplatz zum nächsten transportieren kannst.

Genau wie Holz ist Rattan ein natürliches Material. Es wird aus Strängen der ostasiatischen Rotangpalme gewonnen, die zu einem luftigen Flechtmuster verarbeitet werden. Rattan wirkt edel und erinnert mit seiner Optik oft an einen eleganten Kolonialstil. Aber: Rattan ist nicht wetterfest. Es ergraut durch Regen und Sonne, wird spröde und rissig. Du kannst versuchen, es mit Lederpflegemitteln zu schützen, aber letztlich hilft nur ein witterungsbeständiger Standort auf einer überdachten Terrasse.

Die Alternative zu echtem Rattan: Polyrattan. Die meisten Loungemöbel werden heute aus diesem künstlichen Flechtmaterial hergestellt. Es sieht Rattan täuschend ähnlich, besteht aber aus Polyethylen. Das macht es extrem wetterfest. Und auch in Sachen turnende Kinder hält Polyrattan eine Menge aus. Leichte Verschmutzungen kannst du einfach mit einem feuchten Tuch abwischen.

Polyrattan gibt es in allen Farben, wobei für den natürlichen Rattan-Effekt meist braune Töne bevorzugt werden. Einziges Manko: Gutes Polyrattan ist teuer. Aber Qualität macht sich bei Outdoor-Möbeln ziemlich schnell bemerkbar - schon so manches tolles Schnäppchen hat sich am Ende eines Sommers als rettungsloser Schrott entpuppt.

Wetterfeste Polster und Kissen für deinen Garten

Bunte Outdoorpolster und -Kissen im Garten
Die farbenfrohen Outdoor-Polster und -Kissen von Fermob machen Lust auf einen entspannten Sommer im Garten.
Foto: Fermob

Klar, zu allererst müssen dir die Polster und Kissen deiner Loungemöbel gefallen. Parallel dazu solltest du aber auch auf das Material achten, aus dem sie bestehen. Denn: Die Polster sind meist so ausladend, dass du sie nicht ohne weiteres hin- und herschleppen kannst. Aus diesem Grund bieten sich für Loungemöbel Stoffe an, die sowohl Feuchtigkeit als auch UV-Strahlen aushalten.

In den meisten Fällen werden für Loungemöbel Kunstfaserstoffe verarbeitet. Aber auch beschichtete Baumwolle kommt zum Einsatz. Allen Stoffen ist gemein, dass sie sowohl wasserabweisend als auch UV-beständig sind. Durch ihre widerstandsfähige Struktur lassen sie sich vielfältig verarbeiten und bleiben dennoch reißfest. Selbst kletternde Eichhörnchen oder neugierige Krähen können solchen Outdoor-Stoffen meist nichts anhaben.

Outdoor-Leder trotzt dank einer speziellen Oberflächenbearbeitung sowohl Salzwasser als auch Sonnenstrahlen. Es wird oft auf Yachten eingesetzt, wirkt antibakteriell und schimmelt nicht. Dabei besticht es dennoch mit den typischen Ledereigenschaften wie Luftdurchlässigkeit und einer besonderen Haptik. Das alles hat natürlich seinen Preis: Qualitativ hochwertiges Outdoor-Leder zählt zu den teuersten Bezugsmaterialien.

Wenn du kein echtes Leder für deine Loungemöbeln haben möchtest, kannst du auch auf Outdoor-Kunstleder zurückgreifen. Es ist ebenfalls witterungsbeständig, reiß- und schweißfest und in vielen verschiedenen Farben zu bekommen. Einige Outdoor-Kunstleder verfügen auch über eine dermatologisch getestete Hygienefunktion, die die Bildung von Stockflecken und Schimmel verhindern soll.

Was die Polsterfüllung deiner Loungemöbel angeht: Meist handelt es sich dabei um offenporigen Schaumstoff, der sowohl Regenwasser als auch den Inhalt geplatzter Wasserbomben ungehindert wieder abfließen lässt. Wenn du die Polster bei nächster Gelegenheit in der Sonne durchtrocknen lässt, wirst du lange auf ihnen loungen können.

Geborgenheit ist wichtig: Wie man eine Sitzecke einrichtet

Draußen und drinnen gleichen sich heute immer mehr an. Um deine Terrasse einzurichten kannst du dich deshalb vieler Tricks bedienen, die auch in deinem Wohnzimmer funktionieren. Zunächst solltest du draußen einen Raum schaffen, der dir beim Loungen ein Gefühl von Geborgenheit vermittelt. Wenigstens an zwei Seiten sollten eine Mauer, Bäume oder eine Hecke deine Sitzgruppe einfassen. Ein Sonnenschirm, eine Markise oder ein Sonnensegel bilden das Dach dieses Raums.

Loungemöbel unter einem Sonnensegel im Garten
Die Loungemöbel Saint Tropez stehen dank Sonnensegel, Teppich, Mauer und Pflanzen in einem echten kleinen Outdoor-Wohnzimmer.
Foto: Maisons du Monde

Um aus Sofas, Sesseln und Tisch eine optische Einheit zu bilden, kannst du sie mit einem Teppich verbinden. So wirken auch Möbel aus unterschiedlichen Serien, als würden sie zusammengehören. Du kannst die Polsterfarben deiner Loungemöbel im Teppich wieder auftauchen lassen oder du schaffst mit einem gelbgemusterten Exemplar ganz bewusst einen Gegenpol zu grauen Kissen.

Für eine stimmungsvolle Atmosphäre spielt Licht eine große Rolle. Draußen wirken Laternen, Windlichter oder Lampions natürlich besonders schön. Es gibt inzwischen aber auch Outdoor-Leuchten, die mit ihrer Optik beispielsweise klassischen Stehlampen ähneln. Oder sie kommen gleich als Pendelleuchte daher. Der Eindruck eines echten Outdoor-Wohnzimmers entsteht so von ganz allein.

Auf einen Blick – so geht ein Outdoor-Wohnzimmer mit Loungemöbeln

  • Loungemöbel haben eine besonders niedrige Sitzfläche. Prima zum Kuscheln, schwierig zum Abendessen.

  • Wenn du deine Loungemöbel am anderen Ende des Gartens platzierst, erhältst du einen idyllischen neuen Blick auf dein grünes Reich. Außerdem schaffst du auf der Terrasse Platz für Esstisch und Stühle.

  • Für kleine Gärten: Auch ein einzelner Sessel oder ein Ecksofa in der Nische schaffen Wohnzimmer-Feeling.

  • Holz ist pflegeleicht und wetterfest, allerdings schwer zu transportieren.

  • Rattan ist nicht wetterfest und braucht unbedingt einen witterungsbeständigen Standort.

  • Polyrattan sieht aus wie Rattan, besteht aber aus Polyethylen. Es ist extrem wetterfest.

  • Bei den Bezugsstoffen auf wasser- und sonnenbeständige Stoffe achten: Kunstfasern, beschichtete Baumwolle, Outdoor-Leder oder Outdoor-Kunstleder.

  • Schaff dir einen richtigen Raum für dein Draußen-Wohnzimmer: mit Hecken oder Mauern als Wände, Sonnenschirm oder Markise als Dach, Teppich und Lampen fürs Wohnzimmer-Flair.

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