Wohnbasics

Es werde Licht – Tischlampen hübsch arrangieren

von Katja Keweritsch

Sie sind wahre Tausendsassas: Tischlampen schaffen Gemütlichkeit und sorgen mit den richtigen Accessoires für lebendige Räume.

Warum sind Tischlampen so wichtig?

Weil sie Gemütlichkeit zaubern. Ein Wohnzimmer mit nackter Glühbirne an der Decke wirkt wie gerade eingezogen. Ein Lampenschirm verbessert die Situation, leuchtet den Raum aber immer noch aus wie Flutlicht ein Stadion. Das ist super zum Putzen – aber Gemütlichkeit geht anders.

Jeder Raum profitiert von einem durchdachten Beleuchtungskonzept. Im Idealfall besteht es aus einem hellen Allgemeinlicht zum Saubermachen, Akzentleuchten für bestimmte Bereiche und Stimmungslicht für die Atmosphäre. Nur durch das abwechslungsreiche Spiel von Licht und Schatten, direkter und indirekter Beleuchtung, erhält ein Raum Tiefe und Struktur. Auf diese Weise wirkt er interessant – und gemütlich.

Tischleuchten sind dabei wahre Tausendsassas: In einem Regal spielen sie die Rolle des Akzentlichts und setzen Bücher oder Bilder in Szene. Auf der Fensterbank sorgen sie abends für stimmungsvolle indirekte Beleuchtung. Und auf einem Beistelltisch neben dem Sessel werden sie zur entspannten Leselampe. Hinzu kommt: Tischlampen sind wirklich hübsch. Keinem anderen Möbelstück widmen sich Designer so gerne und so liebevoll. Schließlich haben Tischlampen neben ihrer abendlichen Funktion tagsüber einen wichtigen Dekojob zu erfüllen.

Ob als einzelne Leselampe oder hübsch arrangiert mit Pflanzen, Bildern und Büchern – Tischlampen sind nicht nur Lichtquelle, sondern immer auch Deko-Objekt. Fotos: Bloomingville, Louis Poulsen

Die passende Tischleuchte finden

Funktion

Frag dich, welchen Zweck die Tischlampe erfüllen soll: Wird sie als Leseleuchte am Bett dienen? Dann darf sie nicht blenden. Soll sie abends auf der Fensterbank für Stimmung sorgen? Dann bietet sich indirektes Licht an. Oder wird sie das Arrangement auf dem Sideboard rein dekorativ begleiten? Dann sollte sie sowohl farblich als auch von Form und Material her mit den anderen Accessoires harmonieren.

Design

Hier hast du zwei Möglichkeiten: Entweder du wählst eine Tischlampe passend zu deinem Einrichtungsstil oder du entscheidest dich gezielt für ein Model mit einem ganz anderen Look. Beispiel: Eine Tischlampe im reduzierten Scandi-Style kann einen spannenden Gegenpol zum verspielten Shabby Chic bieten. Genauso wie eine opulente antiquarische Tischleuchte einem komplett modern gestalteten Raum geschichtliche Tiefe verleihen kann.

Extras

Je nach Einsatzort bietet sich vielleicht eine Tischlampe mit zusätzlichen Funktionen an: ein flexibler Leuchtenkopf für die Leselampe, ein Dimmschalter für das Stimmungslicht, ein schwenkbarer Arm für die Schreibtischlampe oder ein Fuß mit kabelloser Handyaufladestation für die Dekoleuchte auf dem Sideboard.

Wie deine Tischlampe am besten zur Geltung kommt

Das Zauberwort lautet: Lichtinsel. Denn: Ein vollständig ausgeleuchteter Raum wirkt so gemütlich wie das Wartezimmer beim Zahnarzt. Erst das Spiel von Helligkeit und Dunkelheit, von Lichtinseln in einem Meer aus Schatten belebt, verlieht Tiefe und Wohnlichkeit. Das könnte folgendermaßen aussehen: In deinem Wohnzimmer platzierst du eine kleine Tischlampe oben im Regal, eine größere mit indirektem Licht auf der Fensterbank, eine mit schwenkbarem Arm zum Lesen neben dem Sofa und eine außergewöhnlich hübsche zwischen stimmigen Accessoires auf dem Sideboard. Auf diese Weise inszenierst du jede Tischlampe ganz individuell – und trotzdem fügen sie sich zu einem stimmigen Ensemble zusammen.

Wichtig: Wenn du verschiedene Tischlampen als Lichtinseln im Raum verteilst, solltest du auf deren Dimmbarkeit achten. Wenn alle gleich hell strahlen, fluten sie die schwächer beleuchteten Zonen und damit die Gemütlichkeit weg.

Tipp: Setz sowohl indirektes als auch direktes Licht ein. Das schafft eine besonders lebendige, abwechslungsreiche Stimmung.

Tischlampen auf Fensterbank, Sideboard, Beistelltisch und Regal – erst das Zusammenspiel verschiedener Lichtinseln bringt Tiefe, Struktur und Gemütlichkeit in einen Raum. Fotos: Louis Poulsen, Marset, Gubi

Deko-Tipps: Möbel- und Accessoire-Partner für Tischleuchten

Beistelltisch: Wenn deine Tischleuchte nicht allein stehen soll, achte darauf, ihr Accessoires in Gruppen mit ungerader Anzahl zur Seite zu stellen. Das wirkt besonders harmonisch.

Bilder: Neben oder hinter einer Tischlampe aufgestellt, setzen sie den Stil der Leuchte in einen Kontext – vor einem Foto mit Wellen wirkt eine kleine Holzlampe maritim, neben einem Dschungelprint natürlich.

Bücher: super als hübsche Abstellfläche für deine Tischlampe - Bücher erden sie und machen ihren Standort weniger beliebig

Pflanzen: bringen die Natur ins Haus und setzen die Tischleuchte durch diesen Kontrast besonders in Szene

Sideboard: Stell dir zum Dekorieren eine Skyline vor – die Tischleuchte ist eines der Hochhäuser, daneben brauchst du Accessoires in unterschiedlichen Höhen, um ein stimmiges Gesamtbild zu kreieren. Wie das genau funktioniert, kannst du dir hier anschauen.

Tischlampe: Zwei gleiche Tischlampen nebeneinander schaffen eine Symmetrie, die wir als besonders angenehm empfinden.

Vasen: sehen auch ohne Blumen immer hübsch aus – achte auf ein einheitliches Farbkonzept, ähnliche Formen oder das gleiche Material, damit es stimmig wirkt

Weinkiste: prima als kleiner, rustikaler Beistelltisch für eine Tischlampe

Das richtige Leuchtmittel wählen

Theoretisch kannst du zwischen Halogenleuchten, Energiesparlampen, Leuchtstoffröhren und LEDs wählen. Praktisch ist das aber oft nicht möglich. Denn: Gerade die boomenden LEDs werden meist direkt mit der Lampe verbaut, können also nicht gewechselt werden – dafür halten sie aber auch ewig.

Bei Tischlampen mit einem klassischen Schraubgewinde hast du die Wahl was das Leuchtmittel angeht. Die meisten unterscheiden sich vor allem hinsichtlich der Lichtfarbe, Helligkeit und Energieeffizienzklasse.

Halogenlampen spenden klares, weißes Licht und eignen sich gut als Arbeitsbeleuchtung.

Energiesparlampen verbrauchen besonders wenig Energie, lassen sich allerdings oft nicht dimmen und laufen erst nach einigen Sekunden zu voller Höchstleistung auf – ungünstig für Flure, wo schnell helles Licht gefragt ist.

LEDs sind das Leuchtmittel der Zukunft. Sie haben eine enorm hohe Lebensdauer, entwickeln nahezu keine Wärme und verbrauchen besonders wenig Energie. Leider sind sie oft noch teurer als andere Lichtquellen. Wichtig: auf die Lichtfarbe achten. Tageslichtähnliche LEDs haben eine Kelvinzahl von mehr als 3.500. Sie eignen sich prima fürs Bad. Als Stimmungslicht eher solche mit einer Kelvinzahl unter 3.000 wählen.

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