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Die schönsten Picknick-Ideen

von Katja Keweritsch

Egal ob am Strand, auf dem Dach oder im Kornfeld – gönn dir mal wieder einen Iss-Draußen-Tag. Wir geben Tipps zu Location, Essen & Zubehör.

In diesem Artikel:

  • So klappt’s mit dem Picknick am Strand
  • Was du beim Picknicken im Wald beachten solltest
  • Warum nicht mal ein Gartenpicknick veranstalten?
  • Schöne Ideen für ein Picknick am See
  • Der Klassiker: Picknick auf der Wiese
  • Außergewöhnliche Picknick-Ideen
  • Checkliste: Was du für ein Picknick wirklich brauchst
  • Ideen für Snacks und Rezepte

Alles, was du für ein entspanntes Picknick brauchst, kannst du hier shoppen.

So klappt’s mit dem Picknick am Strand

Fotos: House Doctor (2x), Bloomingville

 

Für deinen perfekten Tag am Meer braucht es nicht viel: eine kuschelige DeckeHandtücher, Sonnencreme, kühle Getränke, leckeres Finger-Food und vielleicht ein Ball zum Kicken. Da, wo Strand öffentlich zugänglich ist, kannst du dich überall niederlassen. Aber Achtung: An der Nordsee gibt es Gezeiten. Bei Ebbe also nicht direkt am Wasserrand picknicken, sonst versinken deine Habseligkeiten später in den Fluten. Tipp: Am Meer ist es oft windiger als im Landesinneren – ein Windschutz (Alternative: Sonnenschirm oder Strandzelthilft, wenn die Sonne noch nicht ganz so warm scheint.

Nerven kann bei einem Strandpicknick mitunter der Sand, wenn der Wind ihn in jede Tupperdosenritze weht. Da hilft nur cool bleiben. Dreh dich beim Essen mit dem Rücken gegen die Böen und verzichte auf kunstvoll arrangierte Köstlichkeiten. Finger-Food funktioniert am Strand am besten - und zwar praktisch verstaut, weil du es nach jedem Happs wieder zurück in die Tasche legen solltest (genau, der Wind). Damit bist du übrigens ganz nah am Ursprung des Wortes Picknick dran: Es kommt aus dem Französischen, wo piquer aufpicken und nique Kleinigkeit bedeutet.

Wenn du gerne an etwas einsameren Strandabschnitten picknicken möchtest, musst du mitunter eine Weile dorthin laufen. Bei umfangreichem Picknickzubehör hilft dir dann ein Bollerwagen mit dicken Rädern, die sich nicht so schnell im weichen Sand festfahren. Don’t: Fahrräder durch den Sand schieben. Anstrengend und nervig. Und für alle Picknickplätze gilt am Ende: Hinterlass nichts außer dem Abdruck deiner Picknickdecke.

Was du beim Picknicken im Wald beachten solltest

Fotos: House Doctor (2x), Sophie Allport

Kühl, still und romantisch – so ist picknicken mitten in der Natur im Wald. Am besten auf einer kleinen Lichtung oder mit einem imposanten Ausblick. Aber Achtung: Wälder sind kein herrenloses und damit gesetzfreies Stückchen Erde. Sie gehören entweder dem Staat, den Kommunen oder (fast zur Hälfte) privaten Besitzern. Deshalb solltest du einige Regeln beachten:

  • Dein Auto darfst du ausschließlich auf gekennzeichneten Parkplätzen abstellen. Wildes Parken im Wald oder auf Waldwegen ist verboten.
  • Radfahren ist auf bestehenden Wegen erlaubt. Querfeldeinfahrten solltest du unterlassen, weil das zu Schäden an Boden und Vegetation führt.
  • Du darfst im Schlafsack im Freien unter den Bäumen übernachten, zelten hingegen ist verboten. Solltest du das als krönenden Abschluss deines Picknicks planen musst du vorher den Förster oder Waldbesitzer um Erlaubnis fragen.
  • Grillen ist ausschließlich an offiziellen, fest eingerichteten Feuerstellen erlaubt. Die Gefahr eines Brandes ist einfach zu groß.
  • Zwischen dem 1. März und dem 31. Oktober gilt in allen Wäldern absolutes Rauchverbot.

 

Am besten nimmst du zu einem lauschigen Waldpicknick eine Decke mit, die an der Unterseite beschichtet ist. So bekommt auf feuchtem Moos niemand eine nasse Hose. Auch ein Pulli ist eine gute Idee, weil es im schattigen Wald gegen Abend kühl wird. Tipp: LED-Windlichter (auf keinen Fall echte Kerzen verwenden!) sorgen in dunkleren Wäldern oder wenn es spät geworden ist für eine stimmungsvolle Atmosphäre. Hilfreich ist auch eine Taschenlampe, damit ihr euer Hab und Gut am Ende wiederfindet und nicht über Wurzeln und Äste stolpert. Und natürlich gilt immer für alle Picknickplätze: Hinterlass nichts außer dem Abdruck deiner Picknickdecke.

 

Warum nicht mal ein Gartenpicknick veranstalten?

Fotos: Bloomingville (2x), Les Jardins de la Comtesse

Eigentlich gibt es nur Vorteile bei einem Picknick im Garten: Du musst den ganzen Kram nicht so weit schleppen, kannst den Picknickplatz richtig schön herrichten und eine Toilette ist auch in der Nähe. Okay, das Abenteuer fehlt. Aber besonders und individuell ist so ein Gartenpicknick in jedem Fall. Ideal eignet es sich für ein stimmungsvolles Candle-Light-Dinner zu zweit oder ein kleines Get-Together unter Freunden.

Du kannst ein hübsches Zelt aufbauen, Outdoor-Teppiche ausbreiten, Windlichter arrangieren und Lampions aufhängen. Auch auf Plastik-Geschirr darfst du verzichten und Kartoffelsalat und Würstchen stilecht auf hübschem Porzellan servieren. Bestimmt gibt es eine Ecke im Garten, wo du noch nie auf dem Boden gesessen hast – das eröffnet völlig neue Perspektiven auf dein Haus. Oder du legst deine Picknickdecke am Gartenteich oder vor einer herrlich duftenden Rose nieder. Auf diese Weise eroberst du dein Grundstück noch einmal von einer ganz anderen Seite. Und das ist irgendwie auch abenteuerlich.

 

Schöne Ideen für ein Picknick am See

Fotos: House Doctor (2x), Butlers

Ob am seichten Ufer oder stilvoll auf dem Bootssteg – ein Picknick an einem sanft dahin plätschernden See ist mehr als chillig. Wie wäre es, wenn du an dieser klassischen Location mal so richtig auffährst und einen Tisch mit weißer Decke auf einem Outdoor-Teppich platzierst und ein super edles Picknick veranstaltest? Mit Porzellangeschirr, Gläsern, Wein, Dessert und allem Aufwand. Klar, das macht man nicht einfach mal eben so an einem warmen Dienstagnachmittag. Aber mit ein wenig Vorbereitung für ganz besondere Menschen an einem schönen Wochenendtag vielleicht.

Tipp: Pack in jedem Fall Duftkerzen ein. Die sorgen nicht nur für eine romantische Atmosphäre, sondern vertreiben auch Mücken, die sich gerne im Uferbereich aufhalten. Alternative: Besorg dir einen Tisch aus Kunststoff oder Metall plus passende Stühle und stell alles in das hüfthohe Seewasser (geht natürlich nur, wenn der Untergrund nicht zu schlammig ist). So schlägst du nicht nur den lästigen Plagegeistern ein Schnippchen (Mücken riechen Blut im Wasser nicht), sondern schaffst auch noch eine extrem lässige Picknick-Location für besonders heiße Tage. In diesem Fall solltest du allerdings auf Porzellangeschirr verzichten und lieber auf Teller und Gläser aus hübschem Emaille oder Edelstahl setzen.

Der Klassiker: Picknick auf der Wiese

Fotos: Lights4Fun, Greenbop, Les Jardins de la Comtesse

Essen unter freiem Himmel – das ist wohl der Inbegriff von Picknick. Wenn du noch einen schönen Spot suchst, um deine Decke auszubreiten, schau doch einmal hier nach. Vielleicht wirst du auf der Picknick-Map ja fündig. Ansonsten kommt natürlich jede Wiese bei dir um die Ecke in Frage. Am besten nimmst du Pappgeschirr mit: Das ist leicht und bruchsicher. Außerdem lässt es sich gut recyceln und spart dir den Abwasch. Denk auch an eine Flasche mit Leitungswasser zum Händewaschen, Servietten/Küchenrolle und einen Müllbeutel. Denn für alle Picknickplätze gilt: Hinterlass nichts außer dem Abdruck deiner Picknickdecke.

Auf Wiesen mit hoch stehendem Gras und Wildblumen solltest du alle Speisen und Getränke zudem gut abdeckensonst verirren sich mit Sicherheit Wespen oder Bienen auf deinen Kuchen oder in die Limo-Flasche. Was die anderen kleinen Plagegeister angeht: Zecken lauern gern in hohem Gras auf ihre Opfer. Lange Hosen und geschlossene Schuhe sind deshalb eine gute Idee – auch wenn es heiß ist. Denk daran, deinen ganzen Körper zuhause nach dunklen Punkten abzusuchen. Falls du eines der winzigen Tierchen entdeckst, kannst du es mit einer Zeckenzange aus der Apotheke entfernen. Falls du die Zecke nicht vollständig erwischst oder sich die Stelle rötet, solltest du in jedem Fall zum Arzt gehen.

Außergewöhnliche Picknick-Ideen

Fotos: House Doctor (3x)

Ein Picknick im geöffneten Kofferraum bei Sommerregen – romantischer geht’s kaum. Wenn ihr dann noch eine schöne Aussicht habt, lässt sich ein (eigentlich) verlorener Sonntagnachmittag kaum besser verbringen. Achte auf ein wenig Stil: Sektflöten, Porzellangeschirr und vielleicht eine Kerze. Das schafft eine stimmungsvolle Atmosphäre.

Oder wie wäre es mit einem Picknick hoch über den Dächern der Stadt? Viele urbane Mehrfamilienhäuser haben zugängliche Flachdächer. Oder du versuchst es auf dem Parkdeck eines Parkhauses. Vielleicht tut es auch schon ein schöner, hoher Aussichtspunkt. Mit ein bisschen Recherche lässt sich bestimmt auch in deiner Nähe etwas finden.

Ebenfalls schön: ein Picknick mitten in einem Kornfeld (geht natürlich nur mit dem Okay des Landwirts). Oder an einem der Haupttouristenplätze in deiner Gegend - das hast du bestimmt noch nie gemacht. Bringt ein bisschen Urlaubsfeeling und einen ganz anderen Blick auf deine Stadt. Noch eine Idee: ein Picknick mit privater Kinovorführung. Dafür hängst du einfach ein großes Bettlaken an einen Baum und leihst dir einen batteriebetriebenen Mini-Beamer. Dazu Popcorn und gute Freunde. So kann der Sommer kommen!

 

Checkliste: Was du für ein Picknick wirklich brauchst

Fotos: House Doctor, wohlgeraten.de, Sophie Allport

 

Hier kommt unsere ultimative Checkliste, damit du bei deinem Picknick nie wieder etwas vergisst:

  • Picknickdecke (auf der Unterseite beschichtet, damit keine Nässe durchkommt)
  • Besteck
  • Teller und Gläser: am besten aus Porzellan und Glas  - das ist umweltfreundlicher (und schicker!); wenn es gar nicht anders geht: Pappteller und –becher – anders als Kunststoff können die recycelt werden
  • Servietten oder Küchenrolle, Küchentuch
  • Müllsack
  • Flaschenöffner / Korkenzieher
  • Kühltasche mit Akkus
  • Feuerzeug, Taschenmesser, Taschenlampe
  • Sonnenschirm, Campingtisch plus Stühle, Kissen
  • Grill (inklusive Kohle und Anzünder)
  • Mückenschutz
  • Sonnencreme
  • warmer Pulli
  • Spiele, Zeitschrift, Buch

 

Was du auf gar keinen Fall mitnehmen solltest:

  • Handy, Tablet, Laptop

Ideen für Snacks und Rezepte

Fotos: Shutterstock / Stock-Asso

Klar - grillen, Würstchen und Bier gehen immer. Das erfordert nicht viel Vorbereitung und lässt sich ganz spontan organisieren. Wenn du aber mal etwas anderes machen möchtest, solltest du dir vorab Gedanken machen: Wie wäre es beispielswiese mit einem italienischen Picknick mit Wein, Brot und Oliven? An heißen Tagen kommen auch ganze Früchte wie Melonen, Ananas oder Erdbeeren gut an. Zum Transportieren ist das in jedem Fall besser als Obstsalat. Der wird viel zu leicht matschig. Das gleiche gilt für grünen Salat. Dann lieber Rohkost und ein extra verpackter Dip. Tipp: immer Salz und Pfeffer einstecken.

Wem das alles zu aufwändig ist, der kann in größeren Städten auch einen bereits fertigen Picknickkorb (meist inklusive Geschirr und Decke) bestellen, bezahlen, abholen und gleich loslegen: Berliner PicknickkorbHamburger Picknickkorb und Münchener Picknickkorb

 

Für alle anderen kommen hier unsere Tipps für leckeres Picknick-Food:

Eistee

5 Teebeutel schwarzer Tee, 650 g Eiswürfel, 1 TL Natron, 1 unbehandelte Zitrone, Zucker

500 ml kochendes Wasser über die Teebeutel gießen und ziehen lassen. Ohne sie auszudrücken die Teebeutel entfernen und über 300 g Eiswürfel gießen. Natron unterrühren. Zitrone in Scheiben schneiden und mit den restlichen Eiswürfeln in eine Kanne geben. Tee darüber gießen und mit Zucker abschmecken.

 

Schoko-Muffins mit süßem Kern

200 g Schokolade mit 70% Kakaoanteil, 125g Butter, 30 g Kakao, 220g Mehl, 4 TL Backpulver, Prise Salz, 2 Eier, 200g Zucker, 1 Pk. Vanillezucker, 250 ml Buttermilch, 12 Schoko-Bonbons mit Karamellkern, 1 EL Puderzucker

Schokolade hacken. 125g davon mit der Butter in einem Topf zerlassen. Abkühlen lassen. Ein Muffinblech mit Papierförmchen bestücken. Mehl, Backpulver und Kakao mit Salz und der restlichen gehackten Schokolade mischen. Eier, Vanillezucker und Zucker cremig schlagen. Dann unter Rühren die Schokoladen-Butter-Mischung hinzugeben. Buttermilch unterrühren. Zuletzt die Mehlmischung hinzufügen und alles mit einem Kochlöffel kurz verrühren. Die Hälfte des Teigs in die Papierförmchen geben. Dann jeweils ein Bonbon darauf geben und mit dem übrigen Teig bedecken. Bei 190 Grad (Umluft 170 Grad) auf der mittleren Schiene 25 Minuten backen.

  

Schneller Salat Chili sin carne

1 Dose Kidneybohnen,  1 Dose Mais, 2 Paprika, 2 kl. Römersalatherzen, 4 Tomaten, 1 rote Zwiebel, 100g Cheddar, 150g Joghurt, 6 EL Miracle-Whip, 6 EL Ketchup, 3 EL Limettensaft, 4 EL Milch, 1 TL Sambal Oelek, Salz, Koriandergrün

Kidneybohnen und Mais abspülen und abtropfen lassen. Paprika in kleine Stücke und Tomaten in Spalten schneiden. Römersalat ohne Strunk in Streifen schneiden. Cheddar würfeln und Zwiebel in Ringe schneiden. Römersalat, Zwiebel, Paprika, Kidneybohnen, Tomaten und Mais nacheinander in einer Schüssel schichten. Joghurt-Limetten-Sauce darüber geben. Dafür Miracle Whip mit Ketchup, Joghurt, Limettensaft, Milch und Sambal Oelek mischen, mit Salz würzen und mit fein gehacktem Koriandergrün verfeinern. Am Ende den Käse darüber geben. Erst kurz vor dem Servieren alle Zutaten durchmischen.

 

Leckerer Kräuterquark

250g Magerquark, 200 Frischkäse, 60 ml Mineralwasser, ½ Bund Schnittlauch, 6 Stiele Petersilie, 6 Stiele Kerbel, 6 Stiele Dill, Salz, Pfeffer

Quark, Frischkäse und Mineralwasser glatt rühren. Kräuter klein schnippeln und unterheben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Alles, was du für ein schönes Picknick brauchst

Fotos im Aufmacher: Black by Design Ltd., Shutterstock: Versta, Rawpixel.com

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