Wohnbasics

Alles über Heizstrahler für draußen: Gas, Strom, Infrarot

von Katja Keweritsch

Heizstrahler verlängern die Draußen-Saison bis in die Nacht hinein. Alles, was man über die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Modelle wissen muss.

In diesem Artikel:

1. Gasheizstrahler wärmen überall
2. Effizient und umweltschonend: Elektro-Heizstrahler
3. Infrarot-Heizstrahler: Wärme, die nicht vom Winde verweht
4. Wie viele Heizstrahler du pro Outdoor-Zimmer brauchst

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Gasheizstrahler wärmen überall

Die kuscheligen Heizpilze auf den Terrassen von Cafés und Restaurants kennt wohl jeder. Sitzt du direkt neben ihnen, schmilzt dein Dessert-Eis sogar im Herbst schneller, als du es essen kannst. Denn ihre Leistung ist enorm. Viele bieten mit 10.000 bis 14.000 Watt Gruppen von bis zu zehn Personen ein warmes Plätzchen. Für einen gemütlichen Abend mit Familie und Freunden auf Terrasse oder Balkon reichen allerdings auch Heizstrahler mit einer Leistung zwischen 2.000 und 4.000 Watt.

Der große Vorteil eines gasbetriebenen Heizstrahlers: Du kannst ihn in jede Ecke deines Gartens ziehen und so wunderbar mollige Nächte wahlweise auf der Terrasse, unter dem Apfelbaum oder in der kleinen Laube verbringen. Kabel und Steckdose brauchst du nicht. Du musst lediglich darauf achten, dass die Gasflasche gefüllt ist und am besten immer einen Ersatz im Schuppen parken.

Besonders wichtig bei Gasheizstrahlern: Sie müssen windgeschützt stehen. Denn die Geräte erhitzen die Umgebungsluft. Jeder Windhauch weht die wohlige Wärme weg von deinen mit Gänsehaut überzogenen Armen und trägt sie ins Nirvana. Auf einer freien Fläche ergeben Gasheizstrahler deshalb keinen Sinn.

Was die Schadstoffemission angeht, haben inzwischen viele Hersteller auf die frühere Kritik reagiert und den CO2-Ausstoß ihrer Gasheizstrahler um ein Vielfaches verringert. Du erkennst ein umweltschonendes Gerät an seinem Öko-Plus-System, das bei gleicher Wärmeleistung zudem einen wesentlich geringeren Gasverbrauch aufweist.

Effizient und umweltschonend: Elektro-Heizstrahler

Elektrische Heizstrahler geben ihre Wärme direkt nach dem Einschalten ab, ohne Aufwärmzeiten. Eine Extraportion Wohnzimmer-Feeling liefern Modelle, die wie eine Lampe von der Decke baumeln. Sie verteilen ihre Wärme zudem besonders gleichmäßig. Extrem praktisch: elektrische Heizstrahler, die du an deinen Sonnenschirm klippst. Einige funktionieren sogar per Fernsteuerung. Auch mobile Elektro-Heizstrahler kannst du einsetzen – allerdings sind sie nur so mobil wie ihr Kabel lang ist. Es sei denn, du arbeitest mit Verlängerungen oder besitzt mehrere Stromanschlüsse im Garten.

Für dein grünes Gewissen: Elektrische Heizstrahler arbeiten absolut emissionsfrei. Darüber hinaus halten sie besonders lang: Erst nach etwa 5.000 bis 8.000 Betriebsstunden muss der Leuchtkörper ausgetauscht werden. Außerdem sind elektrische Heizstrahler effizient. Bis zu 86 Prozent des Stroms werden in wohlige Wärme umgewandelt.

Infrarot-Heizstrahler auf der Terrasse
Die Hotdoor-Infrarot-Heizstrahler von Phormalab sehen aus wie eine moderne Stehlampe und zaubern Wohnzimmer-Feeling auf die Terrasse.
Foto: Phormalab

Infrarot-Heizstrahler – Wärme, die nicht vom Winde verweht

Infrarot-Heizstrahler erhitzen nicht die Luft, sondern senden unsichtbare Infrarotstrahlen, die erst auf der Haut als Wärme empfunden werden. Ein ähnliches Prinzip wie bei Sonnenstrahlen. So kannst du selbst auf einer zugigen freien Fläche kuschelig warm unter einem Infrarot-Heizstrahler sitzen und ein Glas Wein trinken.

Die meisten Infrarot-Heizstrahler werden mit Strom betrieben. Sie sind praktisch wartungsfrei und können jahrelang laufen. Außerdem schonen sie deine Geldbörse: Da du die infrarote Wärme unmittelbar auf der Haut spürst, kann die Temperatur des Heizstrahlers oft um bis 3° Celsius geringer eingestellt werden als bei herkömmlichen Geräten.

Damit dein Rücken nicht krebsrot vor Hitze wird, während dein Bauch erfriert, solltest du dich nicht direkt vor einen Infrarot-Heizstrahler stellen. Am besten montierst du dein Gerät oberhalb einer Sitzgruppe. So kann es die Wärme gleichmäßig verteilen. Standmodelle sollten dabei in der Höhe justierbar sein und ein bewegliches Heizelement besitzen. So wird es für alle mollig.

Drei Infrarot-Heizstrahler auf einer Terrasse
Mit drei Infrarot-Heizstrahlern wird es von allen Seiten mollig warm.
Foto: Phormalab

Wie viele Heizstrahler du pro Outdoor-Zimmer brauchst

Es hängt auch von deiner Vorliebe für dicke Wollpullis ab, wie viele Heizstrahler pro Terrasse oder Balkon du brauchst. Als Faustregel gilt: Ein Heizstrahler mit etwa 2.000 Watt beheizt eine Fläche zwischen 10 und 20 m². Am besten wird die Wärme dabei von Modellen verteilt, die weiter oben hängen. Mehrere Geräte garantieren, dass du und deine Gäste nicht von vorne gegrillt werdet, während ihr hinten erfriert.

Wer es mit Klimaschutz und Energiesparen ernst meint, sollte im Winter kein tropisches Südsee-Klima in seinem Outdoor-Wohnzimmer entfachen. Zudem wird so etwas ganz schnell ganz schön teuer: Ein Elektro-Heizstrahler mit etwa 2.000 Watt verbrät ein bis zwei Euro pro Stunde. Wenn du versehentlich das Ausknipsen vergisst, kommt ganz fix ein nennenswerter Betrag zustande. Tipp: Installiere einen Timer an der Steckdose, damit du nicht sinnlos Strom verbrauchst.

Was die Sicherheitsbestimmungen angeht: Ein Elektro-Heizstrahler sollte mindestens spritzwassergeschützt sein (Schutzklasse IPX4). Wenn die Gefahr besteht, dass du ihn mal mit dem Gartenschlauch erwischst, ist sogar ein Schutz gegen Strahlwasser sinnvoll (Schutzklasse IPX5). Das Prüfzeichen IGEF garantiert dir darüber hinaus reduzierten Elektrosmog und Öko Plus weist auf ein umweltschonendes Gerät hin.

Auf einen Blick – Heizstrahler für dein Outdoor-Wohnzimmer

  • Gasheizstrahler haben eine enorm hohe Leistung – mit teilweise 14.000 Watt können sie Gruppen von bis zu zehn Personen wärmen. Für den Hausgebrauch reichen normalerweise 2.000 bis 4.000 Watt.
  • Gasbetriebene Geräte lassen sich mühelos in unterschiedliche Ecken des Gartens ziehen.
  • Nachteil von Gasheizstrahlern: Sie heizen die Luft, so dass jeder Windstoß ihre Wärme ins Nirvana weht.
  • Elektro-Heizstrahler arbeiten emissionsfrei, sind lange haltbar und extrem effizient.
  • Nachteil von strombetriebenen Heizstrahlern: Sie sind nur so mobil, wie ihr Kabel lang ist.
  • Infrarot-Heizstrahler erwärmen nicht die Luft, sondern das, was die Infrarotstrahlen berühren. Ihre Wärme kann deshalb nicht vom Winde verweht werden.
  • Ein Heizstrahler mit etwa 2.000 Watt beheizt eine Fläche zwischen 10 und 20 m².

Bild im Aufmacher: Für eine besonders wohnliche Atmosphäre kannst du den elektrischen Heizstrahler Kaba von Beliani wie eine Pendelleuchte über Balkon oder Terrasse schweben lassen. Foto: Beliani

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