header bild

Kokedama – der neue Pflanzentrend aus Japan

Von Katja Keweritsch

Zierliche Moosbälle, in denen hübsche Pflanzen wachsen - wir zeigen dir, wie Kokedama geht und was es zu beachten gibt.

Was genau ist eigentlich Kokedama?

Kokedama ist ein Ball aus Moos, in dem eine Zierpflanze wächst. Die Idee stammt aus Japan (koke bedeutet Moos, tama ist der Ball), wo sie sehr beliebt ist – auch wenn man sie dort als Bonsai der armen Leute bezeichnet. Für ein Kokedama formst du eine Kugel aus Bonsaierde und Mutterboden. Dort hinein setzt du eine Pflanze. Drumherum kommt dann das Moos, das du mit Draht fixierst.

Die beste Pflege für Kokedama-Pflanzen

Wichtig ist natürlich vor allem das Gießen. Da ein Kokedama klein ist und dadurch nur über einen geringen Wasserspeicher verfügt, musst du es oft wässern - mindestens ein- bis zweimal pro Woche. Dafür stellst du dein Kokedama auf einen mit Wasser gefüllten Suppenteller und wartest, bis es sich vollgesogen hat. Je nach Größe dauert das etwa eine Viertelstunde. Bei besonders trockener Luft, kannst du es auch zwischendurch mit ein wenig Wasser besprühen. Achtung: Tunk dein Kokedama nicht in einen Eimer voll Wasser! Dabei lösen sich oft Moos und Erde aus der Kugel und du zerstörst dein kleines Kunstwerk. Moos mag keine direkte Sonne, weil es dann zu schnell austrocknet. Du solltest dein Kokedama deshalb zwar hell und warm unterbringen, aber nicht ins Südfenster hängen. Halt ein wenig Abstand zu Wänden ein, um Verschmutzungen zu vermeiden. Wichtig: Lass die Mooskugel komplett austropfen, bevor du sie nach dem Wässern wieder aufhängst.

So kommen deine Kokedama besonders gut zur Geltung

Stellen oder hängen – du hast die Wahl. Als Tischdeko machen Kokedama sich prima in Schalen oder auf kleinen Tabletts. Arrangiert zu kleinen Gruppen kommen sie so super zur Geltung. Alternativ kannst du sie aufhängen. Ein farbiges Band wirkt dabei modern. Fast unsichtbare Angelschnur hingegen lässt deine Kokedama wie Fabelwesen schweben.

Ob du deine Kokedama besser aufhängst oder hinstellst, ist auch von der Pflanze abhängig, die du in Szene setzt. Etwas größere, blühende Blumen machen sich oft besser in einer hübschen Schale, besonders wenn sie einen aufrechten Wuchs haben. Grünpflanzen wirken auch in luftiger Höhe – vor allem, wenn ihre Blätter elegant nach unten ranken.

Diese Pflanzen eignen sich für Kokedama

Klein sollten sie sein - und auch bleiben. Im japanischen Original wachsen aus dem Moosball Mini-Bonsai-Bäumchen. Aber du kannst auch normale Zimmerpflanzen wie Farne, Ziergräser, Efeu oder Einblatt benutzen. Auch Sukkulenten wie Hauswurz oder Fetthenne eignen sich als Kokedama-Pflanzen. Auch hübsch: Zwiebelblumen wie Tulpen oder Narzissen im Frühjahr als Kokedama aufhängen. Wenn sie abgeblüht sind, kannst du sie mitsamt dem Moosball draußen in den Garten pflanzen.

DIY: Wie du Kokedama selber machen kannst

Dafür brauchst du Wasser, Moos (gibt es im Blumengeschäft), Bonsaierde, Mutterboden, Schnur, Blumendraht und eine Pflanze.

  • Schritt 1 Moos, Bonsaierde und Mutterboden zu gleichen Teilen mischen. So viel Wasser hinzufügen, dass es zu gut formbarem Matsch wird.

  • Schritt 2 Eine Kugel formen. Die richtige Konsistenz ist erreicht, wenn du die Kugel auf die Tischplatte fallen lassen kannst, ohne dass sie zerbricht.

  • Schritt 3 Die Wurzeln der Pflanze unter Wasser freilegen. Lange Wurzeln einkürzen. Ein Loch in die Kugel drücken und die Pflanze hineingeben, wieder fest zusammendrücken.

  • Schritt 4 Das Moos um die Kugel legen (wegen der Feuchtigkeit sollte es von allein haften). Alles mit Blumendraht kreuz und quer umwickeln, so dass keine Erde mehr zu sehen ist. Achtung: Orchideen vertragen keine normale Erde! Wenn du eine Orchidee für dein Kokedama benutzen möchtest, musst du deshalb auf Orchideensubstrat zurückgreifen, das du mitsamt der Pflanze in einen Kaffeefilter steckst, bevor du es mit Moos ummantelst. Für eine genaue Step-by-Step-Anleitung kannst du dir auch noch einmal dieses Video anschauen. Viel Spaß beim kreativen Wirken

image

Passende Produkte

Nach oben