Wohnbasics

Das Ankleidezimmer – Alltagsluxus für Jedermann

von Katja Keweritsch

Wie bei Königs in einem extra Raum in die Jeans schlüpfen geht auch ohne Schloss – mit unseren Tipps für dein neues Ankleidezimmer.

In diesem Artikel:

  • Der beste Ort für ein Ankleidezimmer
  • So planst du das Innenleben deines Ankleidezimmers
  • Was den Spiegel im Ankleidezimmer angeht
  • Die passende Beleuchtung für dein Ankleidezimmer
  • Warum die richtige Farbe fürs Ankleidezimmer so wichtig ist
  • Ein Ankleidezimmer ohne Fenster – geht das?
  • Wieviel ein Ankleidezimmer kostet
  • Tolle Tipps für dein Ankleidezimmer

 

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Der beste Ort für ein Ankleidezimmer

Klar – das ehemalige Kinderzimmer, eine größere Rumpelkammer oder das berühmte halbe Zimmer in Mietwohnungen sind ideal, um dort ein hübsches Ankleidezimmer einzurichten. Wenn du also einen Raum übrig hast, dein Home Office opfern oder den Dachboden ausbauen kannst – lucky you. Es geht aber auch anders: Wie wäre es damit, den Raum unter der Treppe zu nutzen? Oder eine kleine Abseite im Flur? Auch größere Nischen eignen sich prima, um das Klamottenchaos stilvoll in den Griff zu bekommen.

Eine prima Alternative zu einem extra Ankleidezimmer: ein kleiner Ankleideraum direkt im Schlafzimmer. Dafür reicht je nach Grundriss schon eine Raumgröße von etwa zwölf Quadratmetern: Kleidung auf Bügeln benötigt 60 cm -  plus 60 cm, damit du entspannt davor stehen kannst. Eine Tiefe von 120 cm ist also genug, um hinter Schiebetüren, einem Vorhang oder einer Leichtbauwand Platz für einen begehbaren Raum zu schaffen. Tipp für ein unkompliziertes Raum-in-Raum-Konzept: Dreh einfach deinen Kleiderschrank um 180 Grad, rück ihn etwa 60 cm von der Wand ab und schraub die Türen ab – et voilá ein kleines Ankleidezimmer.

 

So planst du das Innenleben deines Ankleidezimmers

Bevor du loslegst: Überleg zunächst genau, welche Schwachstellen der Raum hat. Gibt es beispielsweise Wandvorsprünge, ausladende Heizkörper oder fehlende Lichtquellen? Deine Planung sollte um diese Nachteile herum erfolgen, damit du sie positiv nutzen kannst. So passen an die Dachschräge prima Kleiderstangen für Blusen und Hemden, über dem Heizkörper können schmale Regalbretter Krawattenboxen beherbergen und an den Vorsprung kommen Haken für Taschen.

Als nächstes solltest du dir Gedanken über deine Garderobe machen. Denn: Dein Ankleidezimmer soll sich deinen Kleidern anpassen, nicht umgekehrt. Besitzt du also viele Hemden oder Blusen, solltest du auf ausreichend Kleiderstangen achten. Eine große Schuhsammlung verlangt nach hübschen Boxen oder vielen Fächern. Generell ist ein Stuhl als Ablagefläche ideal, damit ausgezogene Klamotten nicht auf dem Boden landen. Tipp: Notier dir, wie viele T-Shirts, Hosen, Blusen, Kleider, Socken etc. du besitzt. So erhältst du schnell einen Überblick über die Anzahl der Schubladen, Boxen und Kleiderstangen, die du benötigst.

Und noch ein Tipp: Nutz das Einrichten deines Ankleidezimmers zum Ausmisten. Du kannst dabei nach der 3-Kisten-Methode vorgehen oder mit dem System von Ordnungsguru Marie Kondo arbeiten. Egal. Hauptsache du trennst dich von überflüssigem Kram. Du wirst staunen, wie sehr dich das befreit und entlastet. Außerdem schaffst du so viel Platz für Neues.

Du brauchst kein königliches Schloss mit separatem Westflügel - ein Ankleidezimmer kann viele Gesichter haben: eine Nische, von einem Vorhang versteckt, das verwinkelte Ende des Flurs oder ein kleiner abgetrennter Raum mitten im Schlafzimmer.  
Fotos: Shutterstock: photographee.eu, moebel.de/Wohnideen

Was den Spiegel im Ankleidezimmer angeht

Er sollte groß sein. Und zwar so groß, dass du dich vom Scheitel bis zur Sohle darin siehst. Was hilft dir ein hübscher, kleiner, runder Sonnenspiegel, wenn du überprüfen willst, ob die grüne Hose zur hellblauen Bluse passt? Plan also in deinem Ankleidezimmer auf jeden Fall genug Platz für einen mannshohen Spiegel ein. Zusätzlicher Vorteil: Ein Spiegel vergrößert den Raum optisch und lässt selbst kleine Kammern weitläufig wirken. Tipp: Sollte der Spiegel zu schwer für deine nachträglich konstruierten Leichtbauwände sein, kannst du ihn auch einfach lässig gegen die Wand lehnen. Alternative für besonders kleine Räume: Spiegelfliesen an die Innenseite einer Schranktür kleben.

Die passende Beleuchtung für dein Ankleidezimmer

Ein Ankleidezimmer ist ein eigener Raum und benötigt deshalb wie jedes andere Zimmer ein durchdachtes Beleuchtungssystem. Das besteht normalerweise aus einer hellen Allgemeinbeleuchtung zum Aufräumen und Putzen (z.B. in Form von Deckenspots) sowie mehreren zusätzlichen Lichtquellen. Im Ankleidezimmer bietet es sich an, in den Schränken und Regalen mit LED-Lichtleisten oder –bändern zu arbeiten. So erhellst du selbst die dunkelsten Ecken und hast keine Probleme, dunkelblaue von schwarzen Socken zu unterscheiden.

Darüber hinaus ist eine extra Spiegelbeleuchtung sinnvoll. Am besten in Form von Wandleuchten an jeder Seite. Tipp: Es gibt auch große Spiegel mit integrierter Beleuchtung. So sparst du Platz in besonders kleinen Räumen. Für das kleine bisschen Luxus im Leben kannst du auch Strahler oder Bilderleuchten an den Regalwänden eines hohen Schuhregals anbringen und deine allerliebsten Lieblingsheels oder die hippsten neuen Sneaker in Szene setzen.

 

Warum die richtige Farbe fürs Ankleidezimmer so wichtig ist  

Natürlich geht es beim Einrichten deines Ankleidezimmers um die passende Größe von Regalböden, platzsparende Schubladen und ausreichend Stauraum. Alles wichtig. Klar. Aber leider sehr unsexy. Damit du dich in deinem Ankleidezimmer wohl fühlst und nicht die Atmosphäre einer Kaufhausumkleide entsteht, solltest du es dir unbedingt hübsch machen. Zum Beispiel mit Farbe. Warum die Wände nicht mit deiner geblümten Lieblingstapete schmücken? Oder die Innenseiten der Regalfächer in einem hellen Blauton streichen? Dazu passen Boxen in edlem Dunkelgrau und ein blau-weiß-gestreifter Teppich. Der Vorteil eines wirklich hübschen Ankleidezimmers ganz nach deinem Geschmack: Ordnung. Denn es wird dir verdammt schwer fallen, diesen schönen Raum einfach zuzumüllen.

 

Kleine Helfer erleichtern dir nicht nur das Ordnunghalten in deinem Ankleidezimmer - ein repräsentatives Schuhregal oder eine Kleiderstange zum Herunterziehen zaubern dir jeden Tag erneut ein Lächeln aufs Gesicht.  
Fotos: Wharfside (2x), Shutterstock: photographee.eu

Ein Ankleidezimmer ohne Fenster – geht das?

Klar, gar kein Problem. Der Raum unter der Treppe oder eine größere Abstellkammer eignen sich auch ohne Fenster prima als Ankleidezimmer – und zwar mit einem guten Beleuchtungssystem. Arbeite in jedem Fall mit mehreren unterschiedlichen Lichtquellen: einer hellen Allgemeinbeleuchtung plus verschiedenen punktuellen Lichtquellen. Das können beispielsweise Lichtleisten für Regalbretter sein, LED-Bänder als Schrankumrandung, Wandleuchten neben dem Spiegel und eine hübsche Stehlampe als Eyecatcher. Je abwechslungsreicher du die Beleuchtung gestaltest, desto weniger wird dir ein fehlendes Fenster auffallen.

 

Wieviel ein Ankleidezimmer kostet

Wenn du einen verwinkelten Dachboden ausbauen möchtest und dir Regale und Schränke passgenau vom Tischler anfertigen lässt, wird es natürlich teuer. Mit mehreren tausend Euro solltest du da schon rechnen. Dafür erhältst du wunderbare Wertarbeit, die jeden Winkel optimal nutzt. Ein besser auf dich, deine Wünsche und den Raum angepasstes Ankleidezimmer gibt es nicht.

Alternativ kannst du inzwischen bei einigen Anbietern per Online-Planer deinen Wunschschrank selbst konfigurieren. Das ist preisgünstiger als beim Tischler – allerdings solltest du deinen Fähigkeiten vertrauen, was das millimetergenaue Abmessen angeht. Zudem sind komplizierte Grundrisse bei so einem Konfigurator mitunter schwierig. Da sollte dann doch eher der Fachmann ran.

Die preisgünstige Variante: fertige Regale, Schränke mit Schubladen, Spiegel und Lampen aus dem Möbelhaus. Du wirst nicht jede Ecke des Raums so passgenau nutzen können wie mit Einbauschränken vom Tischler, aber dafür bist du bei einem kleineren Raum ohne großen Schnickschnack sicher mit etwa 1000 Euro dabei. Noch preisgünstiger kommen nur leidenschaftliche DIY-Tüftler weg: Mit Regalbrettern, Haken und Schubladenelementen aus dem Baumarkt reichen bei einem Raum, dessen Ausmaße keinem Saal entsprechen, schon wenige hundert Euro, um ein hübsches Ankleidezimmer zu gestalten.

Tolle Tipps für dein Ankleidezimmer

  • Für einen ordentlichen Eindruck, solltest du dein Ankleidezimmer mit Schiebetüren oder einem Vorhang vom angrenzenden Raum abtrennen. Dann stört es auch nicht, wenn mal eine Klamotte auf dem Boden landet.
  • Ordentlich Stauraum birgt ein Schubladenschrank in der Mitte deines Ankleidezimmers. Wenn er Rollen hat, kannst du ihn zudem zur Seite schieben, solltest du mal mehr Platz benötigen.
  • Alternative zu fest angeschraubten Regalen: Kleiderständer. Der Vorteil: Du hast deine Klamotten immer sofort alle im Blick. Außerdem verströmen Kleiderständer ein wenig Boho-Boutique-Atmosphäre.
  • Absolutes Highlight in jedem Ankleidezimmer: ein gemütlicher Sessel, um über das Outfit für den nächsten Tag nachzudenken.
  • Gönn dir was und leg den Boden deines Ankleidezimmers mit einem flauschigen Teppich aus. Das macht das leidige Aufräumen gleich kuscheliger.

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