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    Bettwäsche-ABC: Das richtige Material für jede Jahreszeit

    von: Katja Keweritsch - 29.01.2020

    Flanell wärmt, Seersucker kühlt. Und sonst? Erfahre hier, welche Stoffe für Bettwäschen verwendet werden und erfahre mehr über ihre Vorteile.

    Bettwäsche-ABC

    Soo kuschelig: die richtige Winterbettwäsche

    Winterbettwäsche

    Winterbettwäsche sollte sich so anfühlen, dass du dich schon beim ersten Hautkontakt am liebsten sofort ins Bett kuscheln möchtest. Um dann auch gut zu schlafen, sollte das Material wärmend, atmungsaktiv und feuchtigkeitsregulierend sein. Ideal: Biber und Flanell. Die aufgerauten Baumwollstoffe verfügen zudem über eine besonders weiche Oberfläche.

    Welche Bettdeckengröße für dich die richtige ist und ob gängige Standards deinen Wünschen entsprechen, kannst du in unserem Bettdecken-Special nachlesen.

    Kühlende Bettwäsche für die Sommermonate

    Ein luftiges, glattes Material, das leicht auf der Haut liegt und kühlt. So sollte Sommerbettwäsche sein. Am besten eignen sich Seersucker, Batist, Perkal, oder Seide. Ein großes Comeback feiert Leinen. Sie alle sorgen mit ihrer temperaturausgleichenden Eigenschaft für entspannte Sommernächte. Weiterer Pluspunkt: Die Materialien trocknen schnell und leiten Feuchtigkeit ab. Auf diese Weise verhindern sie einen Hitzestau und übermäßige Schweißbildung unter der Bettdecke.

    Tipp: Trockne deine Bettwäsche im Sommer draußen. Das ist nicht nur umweltschonender, sondern geht an heißen Tagen auch wesentlich schneller. Plus: Die Wäsche riecht herrlich nach Sonne.

    Kühlende Bettwäsche für die Sommermonate

    Bettwäsche für Allergiker

    Bettwäsche für Allergiker

    Das Allerwichtigste: Allergiker-Bettwäsche muss bei mindestens 60° C waschbar sein. Nur so werden Milben abgetötet, Pollen und Hautschuppen von Tieren entfernt. Besonders gut eignen sich dafür Stoffe auf Baumwollbasis wie Jersey. Auch engmaschiger Batist und dichte Mikrofaserstoffe sind prima. Leinen gilt zudem als staub- und schmutzabweisend und Seide ist so glatt, dass sich keine Milben an ihr festsetzen können.

    Tipp: Bei ärztlich anerkannten Allergien, finanzieren Krankenkassen häufig sogenannte Encasings. Das sind extrem feinmaschige Bezüge für Matratzen, Bettdecken und Kopfkissen, die verhindern, dass Allergene überhaupt erst an die Haut gelangen.

    Batist- und Baumwollbettwäsche

    Batist Bettwäsche
    Baumwollbettwäsche

    Batist für laue Sommernächte

    Laue Sommernächte und Batist Bettwäsche sind ein tolles Paar. Denn: Das feinfädige Material ist besonders leicht und luftig, zudem atmungsaktiv und temperaturausgleichend. Traditionell besteht es aus Baumwolle. Es gibt aber auch Batist aus Seide, Leinen, Polyester oder einem Mischgewebe dieser Stoffe.

    Baumwollbettwäsche - ein Bestseller

    Die meisten Bettwäschen werden aus Baumwolle oder einem Baumwoll-Mix hergestellt. Denn: Baumwolle ist weich, bei hohen Temperaturen waschbar (da geht es den Milben an den Kragen), atmungsaktiv, robust, pflegeleicht und extrem saugfähig. Die Naturfaser wird von dem hohen Malvengewächs Gossypium gepflückt und lässt sich ohne großen Aufwand verarbeiten. Deshalb gibt es Baumwollbettwäsche auch schon zu vergleichbar niedrigen Preisen.

    Schon gewusst? Polycotton ist ein Mischgewebe aus Baumwolle und Polyester. Der Polyester-Anteil macht den Stoff formbeständig und bügelfrei, die Baumwolle sorgt für atmungsaktiven, kuscheligen Komfort.

    Wenn es kalt wird: Biber- & Flanellbettwäsche

    Biberbettwäsche und Flanellbettwäsche

    Nein, der Biber hat nichts mit der Bettwäsche zu tun. Auch wenn sein Fell mit Sicherheit ebenso kuschelig ist. Biberbettwäsche besteht aus einem dichten, angerauten Baumwollstoff - genauso wie Flanell. Der Unterschied liegt in der Beschaffenheit des Gewebes: Flanell ist feinfädiger und leichter. Beide Stoffe wirken besonders wärmend, atmungsaktiv und temperaturausgleichend. Sie nehmen Feuchtigkeit sehr gut auf, sind bügelfrei und einfach zu reinigen. Gut zu wissen: Flanellbettwäsche erhält oft eine Sanfor-Ausrüstung, die verhindert, dass der Stoff beim Waschen einläuft.

    Bettwäsche aus Damast und Jersey

    Bettwäsche aus Damast
    Jersey Bettwäsche

    Damast - glänzend und edel

    Damast  – das klingt exotisch und edel. In der Tat übernahm der Stoff den Namen der syrischen Hauptstadt Damaskus, weil er dort im 12. Jahrhundert seine Hochzeit erlebte. Allerdings handelt es sich bei Damast nicht um eine bestimmte Stoffart. Es ist ein technischer Begriff, der ein aufwändiges Webverfahren für Stoffe bezeichnet, bei dem sich kett- und schusssichtige Partien abwechseln, so dass komplizierte Muster entstehen. Damast kann sowohl aus Seide als auch aus Leinen oder merzerisierter Baumwolle bestehen. Damastbettwäsche besitzt eine leicht glänzende Optik und gilt als sehr strapazierfähig. Sie ist atmungsaktiv und feuchtigkeitsregulierend.

    Gut zu wissen: Bettwäsche aus Damast besteht meist aus unechtem Damast, auch als Halbdamast oder Jacquard-Damast bezeichnet. Hier ist das Webverfahren im Vergleich zu echtem Damast vereinfacht, um die Bettwäsche erschwinglich und leichter zu machen.

    Jersey ist besonders elastisch und geschmeidig

    Jersey-Bettwäsche ist ein Sammelbegriff für alle gestrickten Stoffe. Dabei ergeben die miteinander verschlungenen Maschen ein Gewebe, das im Vergleich zu gewebten Stoffen elastischer und geschmeidiger ist. Meist setzt sich Jersey aus Naturfasern wie Baumwolle oder Mischungen mit hochelastischen Chemiefasern zusammen. Es gilt als saugfähig und klimaregulierend.

    Gut zu wissen: Jersey gibt es in unterschiedlichen Qualitäten. Single-Jersey ist ein einseitig gestrickter, einflächiger Stoff, der sehr anschmiegsam und dehnfähig ist, aber auch zum Ausleiern neigt. Er hat eine rechts und eine links gestrickte Seite. Double-Jersey wird doppelt gestrickt und besitzt zwei gleiche Warenseiten. Dadurch ist er formstabiler. Interlock-Jersey verfügt ebenfalls über zwei gleiche Seiten, ist aber feiner und in der Oberfläche geschlossener als Double-Jersey. Auf diese Weise wird der Stoff kompakter, weicher und wärmer.

    Bettwäsche aus Linon und Leinen

    Leinenbettwäsche
    Linonbettwäsche

    Leinenbettwäsche kühlt im Sommer

    Leinen knittert edel. Das Bügeln kannst du dir bei einer Bettwäsche aus den Stängeln der Flachspflanze also sparen. Der Stoff fühlt sich immer glatt und erfrischend kühl auf der Haut an. Ideal für laue Sommernächte. Leinenbettwäsche ist saugfähig und kann viel Feuchtigkeit aufnehmen. Deshalb wird es auch gerne für Geschirrhandtücher verwendet. Es ist bakterienhemmend, atmungsaktiv, antistatisch und gilt als qualitativ hochwertiger Stoff.

    Schon gewusst? Leinen ist nicht dasselbe wie Linon. Leinen besteht aus Flachs, Linon aus Baumwolle. Linon gilt als preisgünstige Alternative zum hochwertigeren Leinen.

    Robust und lange haltbar: Linonbettwäsche

    Linon gilt als preisgünstige Alternative zu Leinen. Es besteht aus einem Baumwollgewebe, das durch spezielle Behandlungen eine glatte, leicht glänzende und wenig schmutzempfindliche Oberfläche erhält. Linonbettwäsche ist strapazierfähig, robust und lange haltbar. Deshalb findest du sie auch oft in Hotels. Sie liegt kühl auf der Haut, eignet sich also prima für die Sommermonate. Zudem zählt Linonbettwäsche zu den preisgünstigeren Modellen, was ihre Attraktivität sicher noch einmal steigert.

    Pflegeleichte Mikrofaserbettwäsche glänzt seidig

    Mikrofaserbettwäsche

    Mikrofaser bezeichnet eigentlich nichts anderes, als äußerst dünne Fasern. Zum Vergleich: Ein menschliches Haar ist im Durchmesser hundertmal so dick. Der Vorteil: Es können sehr viele Fasern auf wenig Raum ineinander verarbeitet werden, so dass die positiven Eigenschaften besonders gut zur Geltung kommen. Mikrofaserbettwäsche trocknet schnell, ist fusselfrei, atmungsaktiv, pflegeleicht, saugfähig und formbeständig. Sie glänzt seidig und muss nicht gebügelt werden.

    Weiterer Pluspunkt: Pollen und Bakterien können sich kaum im dichten Gewebe festsetzen, so dass sich Mikrofaserbettwäsche prima für Allergiker eignet. Schon gewusst? Der Begriff Mikrofaser ist an kein bestimmtes Material gebunden. Häufig kommt Polyester-Mikrofaser zum Einsatz, von Herstellern gern als Trevira bezeichnet. Es gibt aber auch Nylon-Mikrofaser (als Tactel bekannt), Acryl-Mikrofaser (Synonym: Microsupreme) oder Zellulose-Mikrofaser, das oft Lyocell genannt wird.

    Perkal- und Renforcé-Bettwäsche

    Bettwäsche Perkal
    Renforcé Bettwäsche

    Perkal ist ein dichtes Gewebe mit kühlender Wirkung

    Perkal bezeichnet einen dicht gewebten Baumwollstoff, der besonders strapazierfähig, glatt und weich ist. Er gilt als extrem scheuerfest, weshalb er oft als Hülle für Kissen und Daunendecken zum Einsatz kommt. Perkalbettwäsche trocknet schnell, ist saugfähig und temperaturausgleichend. Es fühlt sich wunderbar kühl auf der Haut an und eignet sich deshalb als Sommerbezug.

    Gut zu wissen: Perkal gilt als edler Stoff, der oft aus hochwertiger ägyptischer Baumwolle gewoben und als Mako Perkal verkauft wird. Es gibt aber auch Perkal aus herkömmlicher Baumwolle, die teilweise mit anderen Naturfasern wie Seide oder Kunstfasern wie Polyester verarbeitet wird.

    Renforcé - strapazierfähiger Allrounder

    Renforcé ist die Standardwebart für Baumwollstoffe. Das mittelfeine Gewebe fühlt sich weich an und verfügt über eine glatte Oberfläche. Es wirkt temperatur- und feuchtigkeitsausgleichend und eignet sich deshalb prima als Sommerbettwäsche. Bettwäsche aus Renforcé ist allergikerfreundlich und so robust, dass du es das ganze Jahr über im Dauergebrauch einsetzen kannst, wenn du im Winter nicht zum Frostbeulentum neigst.

    Satinbettwäsche - Glanz und Gloria fürs Bett

    Satinbettwäsche

    Du stehst auf Alltagsluxus? Wie wäre es dann mit hochwertiger Satinbettwäsche? Die glänzt wundervoll und fühlt sich ganz zart an. Der Grund dafür ist eine spezielle Knotenbündelung der Fasern, die als Atlasgebinde bekannt ist. Aber Achtung: Alle Stoffe mit Atlasbindung dürfen sich Satin nennen. Deshalb gibt es große Qualitätsunterschiede. Generell unterscheidet man drei Varianten:

    Einfache Satin-Bettwäsche: besteht aus Baumwolle, saugfähig, atmungsaktiv, glatt und weich

    Mako-Satin-Bettwäsche: besteht aus hochwertiger ägyptischer Baumwolle, langlebig, kühlend, gut als Sommerbettwäsche, sehr glatt, atmungsaktiv, feuchtigkeitsregulierend

    Mikrofaser-Satin-Bettwäsche: besteht aus Polyester oder Viskose, pflegeleicht, feuchtigkeitsregulierend, preiswert, für das ganze Jahr geeignet – hier gibt es die größten Qualitätsunterschiede, deshalb nicht am falschen Ende sparen!

    Bettwäsche aus Seersucker und Seide

    Seersucker-Bettwäsche
    Seidenbettwäsche

    Seersucker - mit Kreppoptik in den Sommer

    Seersucker-Bettwäsche sieht immer ein bisschen komisch aus. Das liegt an der seltsamg erafften Oberfläche, die dem Stoff seinen Namen gab: Seersucker leitet sich aus dem Persischen ab und bedeutet so viel wie Milch (= glattes Gewebe) und Zucker (= grobes Gewebe). Die Kreppoptik entsteht durch Fäden, die beim ersten Waschen unterschiedlich stark einlaufen und den Stoff zusammenziehen. Der Effekt ist äußerst langlebig. Deswegen wird gewebter Seersucker auch als echter Seersucker bezeichnet. Beim falschen Seersucker entsteht die Kräuseloptik mechanisch und verliert sich nach einiger Zeit.

    Dank der speziellen Oberfläche berühren bei einer Seersucker-Bettwäsche nur etwa 30% des Stoffes die Haut. Die Luft kann frei zirkulieren und sorgt für kühle Frische – ideal für heiße Sommermonate. Seersucker-Bettwäsche besteht aus Baumwolle oder einem Baumwollmischgewebe, ist temperaturausgleichend, feuchtigkeitsregulierend und pflegeleicht (hurra, bügeln ist ein No Go!).

    Edles Naturprodukt: Seidenbettwäsche

    Die Königin unter den Bettwäschen – Seide gilt zurecht als High-End-Produkt. Das herrlich glänzende Naturgewebe stammt von den Kokons der Seidenraupe. Da sich die Tierchen von den Blättern des Maulbeerbaums ernähren, bezeichnet man die Fasern auch als Maulbeerseide. Der sehr glatte Stoff ist äußerst atmungsaktiv. Er wärmt im Winter und kühlt im Sommer. Vorteil für Allergiker: Milben haben bei Seide keine Chance. Allerdings ist der luxuriöse Stoff wegen der aufwändigen Produktion extrem teuer.

    Seidenbettwäsche ist ein Nischenprodukt. Das liegt einerseits am hohen Preis. Auf der anderen Seite ist Seide recht pflegeintensiv. Die meisten Seidenbettwäschen darfst du nicht in der Maschine waschen. Wenn doch, dann nur bei niedrigen Temperaturen. Seide ist weder schweißecht noch sonnenstabil und wird von beidem angegriffen. Zudem ist sie sehr rutschig, was im Bett zumindest gewöhnungsbedürftig ist. Selbst für Prinzessinnen.

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