Wohnbasics

Beleuchtung für Terrasse und Balkon

von Katja Keweritsch

Wie man den Sitzplatz beleuchtet, Ideen für Gartenwege und stromsparende Leuchten mit LED und Solar. Alles für eine wohnliche Stimmung im Freien.

In diesem Artikel:

1. Mix it - Leuchten für den Sitzplatz
2. Strahler und Spots verzaubern den nächtlichen Garten
3. Wegbeleuchtung gegen Stolperfallen
4. Romantische Stimmung mit Windlichtern
5. Strom sparen mit Akkus, LEDs und Solarleuchten

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Stehlampen auf dem Balkon
Die Outdoor-Stehlampen Santorini (links) und Cala (rechts) von Marset bringen Wohnzimmer-Flair auf Balkon und Terrasse.
Foto: Marset über light11.de

Mix it - Leuchten für den Sitzplatz

Das Geheimnis schönen Lichts: Lichtquellen auf unterschiedlichen Ebenen kombinieren. Genau wie drinnen solltest du draußen auf die großen Drei der Beleuchtung setzen – eine schöne Allgemeinbeleuchtung, punktuelles Licht und Kerzen für die Stimmung. Denn eine Lampe allein wirkt meist steril. Erst unterschiedliche Lichtquellen bringen die wohnliche Stimmung.

Wenn du deine Mahlzeiten im Sommer gerne nach draußen verlegst, ist es schön, wenn du siehst, was auf deinem Teller liegt. Dabei hilft wie im Esszimmer eine Pendelleuchte. Alternativ: mehrere Wandlampen. Viele Outdoor-Leuchten sind heute mit einem Dimmer ausgestattet und können so auch als stimmungsvolle Hintergrundbeleuchtung eingesetzt werden.

Omas Stehlampe im Wohnzimmer ist altbacken? Nun ja, nicht so ganz. Gedrechselte Eichenstreben sind zwar tatsächlich old school, aber Stehlampen erobern gerade Balkon und Garten. Sie spenden punktuelles Licht zum Lesen oder Weintrinken und verbreiten draußen nonchalantes Wohnzimmer-Feeling – ein Effekt, den du auch mit Tischleuchten erreichst, deren Design sich an klassischen Indoor-Lampen orientiert.

Licht wirkt erst durch Schatten. Deshalb solltest du Balkon oder Terrasse nicht wie einen Operationssaal komplett ausleuchten, sondern mit einzelnen Lichtinseln spielen: eine Stehlampe am Lounge-Sofa, ein Spot, der den Apfelbaum anstrahlt und zwei dimmbare Wandleuchten, die dezentes Hintergrundlicht spenden. Auch das Spiel mit direktem und indirektem Licht schafft spannende Kontraste. Sei mutig – mix it!

Strahler und Spots für den Außenbereich
Links: Meridiano von Vibia ist gleichzeitig Hocker und Leuchte. Die vielen Streben spielen mit Schatten und Licht. Rechts: Der lange LED- Strahler Spiky von Royal Botania setzt Pflanzen in hohen Rabatten perfekt in Szene.
Foto links: Vibia. Foto rechts: Royal Botania

Strahler und Spots verzaubern den nächtlichen Garten

Nachts sind zwar alle Katzen grau, aber für die Pflanzen in deinem Garten muss das noch lange nicht gelten – Spots und Strahlern sei Dank! Mit ihnen kannst du den Kirschbaum von unten anleuchten und ihn mächtig und beschützend wirken lassen. Oder du setzt das Chinaschilf in Szene, dessen Blätter im Spiel mit Licht und Schatten rascheln. So bereicherst du deinen Garten mit natürlichen Kunstwerken, die sich tagsüber im allgemeinen Grün verstecken und erst nachts ihre volle Pracht entfalten.

Da sich dein Garten im Laufe des Jahres wandelt und immer wieder andere Stauden und Blüten in den Vordergrund treten, ist es praktisch, wenn du mobile Spots und Strahler zur Beleuchtung verwendest. Die meisten sind mit einem Erdspieß ausgestattet, so dass du sie ganz leicht umsetzen und den Blick immer wieder auf neue Highlights lenken kannst.

Wie so oft gilt auch bei Licht: Weniger ist mehr. Statt deinen Garten mit zehn Strahlern nachts in gleißendes Licht zu tauchen und jeden Igel zu verschrecken, solltest du dich auf wenige Inszenierungen beschränken. Je nach Größe des Gartens reichen meist ein bis zwei Strahler oder Spots. Alternativ kannst du auch einen beleuchteten Tisch im Garten aufstellen. Er taucht die Umgebung in ein sanftes Licht.

Stockelleuchten und Wandlampen für den Garten
Die Sockelleuchte Stock (links) und die Wandlampe Arbour (rechts) aus der myGarden Kollektion von Philips tauchen Wege mit ihren LEDs in warmweißes Licht.
Foto: Philips

Wegbeleuchtung gegen Stolperfallen

Hoppla – Forke voraus! Damit du weder über vergessene Gartengeräte noch über kriechende Nacktschnecken stolperst, muss eine gute Wegbeleuchtung her. Dann ist es nachts nach der Party auch nicht mehr so unheimlich, das Fahrrad im Schuppen hinterm Haus zu parken. Dafür solltest du niedrige Sockel- oder etwas höhere Pollerleuchten in kurzen Abständen anbringen, damit eine einheitliche Beleuchtung ohne zu viele Hell-Dunkel-Kontraste entsteht.

Als Alternative zu Bodenlampen bieten sich auch Wandlampen zur Wegbeleuchtung an. Allerdings solltest du dabei sogenannte Up & Downlights bevorzugen. Sie strahlen gezielt nach oben und unten, schaffen also gleichzeitig eine schöne Atmosphäre und erhellen den Weg zu deinen Füßen.

Die erste Aufgabe von Wegleuchten ist zweifellos, dich vor nächtlichen Stolperfallen zu schützen. Okay. Aber Wegleuchten können noch mehr: Sie strukturieren den Garten. Erst durch die regelmäßige Anordnung von Sockel- oder Pollerleuchten bekommen wir nachts einen Eindruck von der Größe und Gliederung eines Gartens. Für eine schöne Inszenierung bietet es sich deshalb an, auch kleinere Wege ins rechte Licht zu setzen.

Windlichter für den Garten und für die Terrasse
Zu kleinen Gruppen arrangiert, verbreiten die Windlichter von HouseDoctor eine besonders romantische Stimmung.
Foto: HouseDoctor

Romantische Stimmung mit Windlichtern

Selbst Romantikmuffel können sich ihrem Charme kaum entziehen - Windlichter verströmen eine zauberhafte Atmosphäre und tauchen Balkon und Terrasse in flackernde Magie. Deshalb gilt hier entgegen jeder sonstigen Stilregel: Mehr ist definitiv mehr! Natürlich sollst du dein Outdoor-Wohnzimmer nicht taghell ausleuchten, aber viele Kerzen schaffen einfach viel Atmosphäre.

Für eine besonders schöne Wirkung: Arrangiere deine Windlichter in kleinen Gruppen. Das wirkt weniger wahllos und mehr wie eine gewollte Komposition. Toll sieht es aus, wenn du dafür mehrere gleiche Windlichter verwendest. Oder du beschränkst dich auf eine Farbe und stellst ein Ensemble weißer Modelle zusammen. Auch hübsch: Windlichter in unterschiedlichen Farben, aber aus demselben Material, beispielsweise Porzellan.

LED-Lampen zum Aufhängen für den Außenbereich
Die kabellose LED-Lampe Balad von Fermob leuchtet mehr als sieben Stunden lang – für die nächste Nacht lädst du sie tagsüber ganz einfach an einem USB- Port neu auf.
Foto: Fermob

Strom sparen mit Akkus, LEDs und Solarleuchten

So großartig Licht im Garten auch ist – Erdkabel für die Stromzufuhr 60 Zentimeter tief querbeet zu vergraben ist lästig. Außerdem legst du dich damit beleuchtungstechnisch fest. Was ist aber, wenn du abends statt auf deiner Terrasse viel lieber unter dem Walnussbaum sitzen möchtest? Hier kommen Akkus und Solarleuchten ins Spiel, denn sie sind nicht nur mobil und flexibel einsetzbar – sie schonen auch deinen Geldbeutel.

Besonders Solarleuchten sind seit Jahren auf dem Vormarsch. Es gibt sie inzwischen in einer Power-Solar-Ausführung mit leistungsstarkem Solarpanel und Akku – kein Vergleich zu den billigen Erdspießmodellen mit spärlicher Lichtausbeute. Dennoch: Selbst Mini-PV-Anlagen funktionieren nur bei ausreichender Sonnenstrahlung. Eine Solarleuchte, um die dunkle Ecke mit dem hübschen Farn nachts zu illuminieren, ist zum Scheitern verurteilt. Deshalb: Beobachte vorab, wann die Sonne in deinem Garten wohin scheint. Und: Teste die Lichtausbeute deiner favorisierten Solarlampe, bevor du das Beleuchtungskonzept deines Gartens komplett umstellst.

Neben solarbetriebenen gibt es heute vermehrt aufladbare Lampen. Du schließt sie mit einem Kabel entweder ans Stromnetz oder einen USB-Port an und lädst sie einfach wieder für die nächste Nachtschicht auf. Dafür ist ein starker Akku unabdingbar. Um seine Leistung zu unterstützen, werden deshalb heute in vielen Outdoor-Lampen LEDs verbaut. Denn: Eine 14-Watt-LED-Leuchte ersetzt ohne weiteres eine herkömmliche 75-Watt-Birne und spart entsprechend Akkuleistung.

LEDs gehört ohne Frage die Zukunft. Sie sparen Energie, leuchten stark und sind gut sichtbar. Allerdings erhellen sie vor allem ihre nahe Umgebung und strahlen weniger in die Ferne. Deshalb werden LEDs im Garten meist als Stimmungslicht in Lampions oder Lichterketten eingesetzt. Dafür leben LEDs theoretisch länger als eine Schildkröte. Sie müssen nie ausgetauscht werden. Das eröffnet völlig neue Möglichkeiten im Design, da sie fest in Lampen verbaut werden können. Umgekehrt bedeutet das allerdings auch: Falls die LEDs doch einmal ihren Geist aufgeben, musst du gleich die ganze Lampe ersetzen.

Auf einen Blick – so beleuchtest du deinen Garten am besten

  • Bei Licht gilt: Mix it! Am besten funktioniert eine Allgemeinbeleuchtung zusammen mit punktuellem Licht und Kerzen.
  • Outdoor-Stehlampen sind gerade besonders angesagt.
  • Licht wirkt erst durch Schatten – deshalb nicht alles ausleuchten, sondern einzelne Lichtinseln schaffen.
  • Mit Strahlern und Spots schaffst du nächtliche Kunstwerke, die sich tagsüber im allgemeinen Grün verstecken.
  • Mit mobilen Spots und Strahlern kannst du immer wieder andere Highlights im Garten betonen.
  • Pollerleuchten verhindern nicht nur, dass du im Dunkeln stolperst. Sie verleihen dem Garten nachts auch Struktur.
  • Windlichter: Viele Kerzen schaffen viel Atmosphäre.
  • Solarleuchten und aufladbare Lampen sind meist mobil und flexibel da einsetzbar, wo du möchtest.
  • LEDs sparen Energie und leuchten stark. Aber: Sie erhellen ihre Umgebung kaum, werden deshalb meist als Stimmungslicht in Lampions und Lichterketten verbaut.

Bild im Aufmacher: Hängelampe Santorini von Marset über light11.de

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