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Wohnstil: Modern Zen Chic

von Laura Drühe

So vielfältig der asiatische Kontinent ist, so facettenreich sind auch seine Einrichtungsideen. Wir haben alle Zutaten für einen Modern-Zen-Look.

Asien steht sowohl für farbenprächtige Märkte, weiße Sandstrände, karge Berglandschaften und laute Bollywood-Filme als auch für leise Momente der Stille und inneren Einkehr. Auch im Wohndesign sind fernöstliche Einflüsse stilbildend und lassen sich je nach asiatischer Kultur und Tradition ganz unterschiedlich integrieren – sei es mit Hilfe der kräftigen Farben Indiens oder anhand von typisch chinesischen Produkten wie blau-weißem Porzellan und edlen Hochzeitsschränken.

Weißes Bett vor einer grauen Wand mit gelben Lampen links und rechts ergeben einen reduzierten Asia-Look
Klare Linien, symmetrische Anordnungen und dezente Töne mit wohldosierten Farbakzenten sind typisch für einen reduzierten Asia-Look. Weitere Ideen im Asia-Stil von Bau-Fritz findest du in unseren Wohnideen
Foto: Bau-Fritz

Inspiriert vom Zen-Buddhismus

Besonders angetan hat es uns der japanische Modern-Zen-Stil, der auf schlichte Formen, natürliche Materialien und dezente Farben setzt. Die Philosophie des Zen-Buddhismus mit seinen Elementen der Achtsamkeit und Meditation spiegelt sich auch in der puristischen Inneneinrichtung wider: Konzentration auf das Nötigste, Wohnen in Harmonie, nichts Überflüssiges soll den Blick versperren. Die von der Natur inspirierten Formen sind klar und reduziert, viel Glas und offene Räume schaffen eine aufgeräumte Atmosphäre. Symmetrischen Anordnungen kommt eine große Bedeutung zu. Das eigene Zuhause wird als Ruhezone und Ort innerer Einkehr verstanden. Das Motto: Mut zur Lücke. So lassen viele Japaner die Mitte eines Zimmers bewusst leer – als Symbol der Offenheit ihres Herzens.

Japanisch einrichten: Farben und Materialien

Stylisches Teeservice in einem matten Schwarz kommt in Kombination mit Grau besonders gut zur Geltung
Die Kanne, Schalen und Becher aus der Tee-Serie Theo von Stelton sind eine Referenz an die asiatische Teekultur.
Foto: Stelton

Die Farben sind ruhig und gedeckt. Naturtöne wechseln sich mit Weiß und Bambusgrün ab, Pastellnuancen erinnern an zarte Kirschblüten und Orchideen. Kräftiges Rot ist typisch für Japan und sorgt im Mix mit Gold und Gelb für wohldosierte, modern interpretierte Farbakzente.

Verarbeitet werden natürliche Materialien wie helle heimische Hölzer, Bambus, Seide, Korbgeflecht und Rattan. Zu den traditionellen japanischen Möbeln und Wohnaccessoires zählen stimmungsvolle Lampions aus Reispapier, Bastmatten, niedrige Beistelltische, Bodenkissen, Futonbetten und Raku-Keramiken.

Dekoration wird nur sparsam eingesetzt, meist in Form von asiatischen Skulpturen und Origamikunst. Schriftzeichen, Geisha-Prints und florale Muster zieren Kissen und Stoffe.

Eine große Bedeutung kommt Pflanzen und Steinen zu – nicht ohne Grund sind die streng angelegten japanischen Gärten weltberühmt. Große Töpfe mit Bambus, Farn, Bonsai und Zierkirschen holen ein Stück Fernost auf den heimischen Balkon. Und drinnen? Wirken weiße Orchideen auf Fensterbank, Kommode oder Couchtisch zeitlos elegant.

Foto im Aufmacher: WestwingNow

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