Trends

Video: Zu Besuch im 5-Meter-Designhaus

von Bianka Echtermeyer

Das Europa-Magazin von Deutsche-Welle-TV zeigt kreative Architektur – und hat dieses Mal etwas Schmales ganz nah am Himmel entdeckt.

Wie kreativ sind die Europäer, wenn es um Architektur und Bauen geht? Welche außergewöhnlichen Häuser gibt es? Das sucht – und findet – das TV-Magazin „Euromaxx“ der Deutschen Welle, dem deutschen Auslandsrundfunk. Das Kultur- und Lifestyle-Format hat schon viele interessante Designhäuser und ihre Bewohner in ganz Europa gefilmt und sammelt die Stücke in der Serie „Ambiente“. Normalerweise können nur Zuschauer außerhalb von Deutschland das Programm über Satellit schauen, aber auf YouTube lädt der Sender einige interessante Videos hoch.

Genau wie den Film über das Designhaus des 38-jährigen Unternehmers Alexander Gebhardt am Stadtrand von Wien. Von außen wirkt das Haus mehr als schlicht: weiße Fassade, eingequetscht zwischen einem Nachbarhaus und einem Tor. Aber das ist zugleich auch das Besondere. Denn das ganze Haus, was in diesem Fall identisch mit dem Grundstück ist, ist nur fünf Meter breit. Und 35 Meter lang. Eine Lücke, eine Herausforderung, war deshalb die Devise für die Architekten vom Büro Caramel.

Die Fenster zeigen alle zum Himmel

Als Alexander Gebhardt der Deutschen Welle die Tür öffnet, ist er besonders stolz darauf, dass niemand von außen in sein Haus schauen kann. Wer jetzt spontan an ein dunkles, langes Mausloch denkt, liegt aber falsch. Das Haus ist lichtdurchflutet. Die Fenster zeigen nicht auf die Straße oder zu den Nachbarn, sondern nach oben. Der Hausherr ist also dem Himmel ganz nah.

Innen fließen die Räume ineinander, jeder Winkel ist funktional genutzt. Die Küche liegt auf einer Stufe zwischen Wohn- und Essbereich, vor dem Bett ist eine Badewanne in den Boden eingelassen.

Zwei Hausteile werden durch eine Terrasse verbunden, auf die Fläche draußen hat sich Alexander Gebhardt einen Whirlpool und eine Außendusche setzen lassen. Unten befindet sich ein eigener Kinosaal und im Hinterhaus ein Atelier. So kommt das Haus insgesamt auf 150 Quadratmeter – und das bei der kleinen Breite.

Am wichtigsten war dem Unternehmer aber das „Rotweinfeeling“, das das Designhaus für ihn ausstrahle. Nach der Arbeit zurückkommen und entspannen. Das sei das wahre Glück des Hauses.

Im Aufmacher: „CJ5“ hat der Hausherr sein Eigenheim genannt: „Cooking-Jay-5-Meter-breit“ ist die Übersetzung. Das ist eine Anspielung auf seine Küche, die wie ein DJ-Pult gestaltet ist. Foto: Screenshot/YouTube

Ähnliche Artikel

Kommentare

0
Loading...