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Video: Das Weimarer Bauhaus erklärt in 6 Minuten

von Bianka Echtermeyer

Wer nur eine grobe Ahnung davon hat, was sich hinter dem Namen Bauhaus verbirgt, sollte unbedingt dieses kurzweilige Video von Arte anschauen.

Bauhaus. Könntet ihr das aus dem Stegreif erklären? Und wie fing eigentlich noch einmal alles an? Weil es so viele Dinge gibt, von denen wir zwar ein bisschen Ahnung haben, aber irgendwie doch nicht genug, erklärt die Arte-Sendung „Karambolage“ diese Sachen einmal genau. Und das machen sie gut, denn nach den sechs Minuten hat man tatsächlich eine Menge behalten. Dafür benutzen sie einfache Animationen und Grafiken, der Text ist mal witzig, mal ernst, aber immer runtergebrochen auf das Wesentliche. 2006 wurde die Sendung mit dem „Adolf-Grimme-Preis“ ausgezeichnet.

In verschiedenen Rubriken wird Deutschen und Franzosen beigebracht, was sich zu wissen lohnt. Eine Reihe heißt das „Symbol“, eine andere der „Brauch“ und dann gibt es noch „Stil“. Und in dieser war das Bauhaus dran.

Das Bauhaus war eine Kunstschule

Die Wurzeln des Bauhauses liegen in Weimar. Viele denken bei dem Wort nur an einen Architekturstil, aber das Bauhaus war erst einmal eine Kunstschule. 1919 wurde sie von dem Architekten Walter Gropius gegründet. Er wollte die Bildende Kunst und die Angewandte Kunst zu einer Schule verbinden und benutzte diesen schlichten Namen. Berühmte Professoren waren die Maler Wassily Kandinsky und Paul Klee.

Aber wie wurde nun aus der Idee eine künstlerische Revolution, die das Design und die Architektur des 20. Jahrhunderts völlig verändert hat? Indem radikal anders gedacht wurde. Ziel war es nicht mehr, alles hübsch zu verzieren. Im Bauhaus lernten die Schüler, Dinge zu entwerfen, die schön, funktional und innovativ waren, aber gleichzeitig serienmäßig hergestellt werden konnten. Kunst sollte in den Alltag von jedem Bürger einziehen können. Auch in den der Unterschicht.

Das bedeutete, klare, reduzierte Formen, viel Stahl, rechte Winkel und große Fenster. Das machte Häuser und Produkte erst einmal kälter, aber auch funktionaler.

Als die Nationalsozialisten die Macht in Deutschland übernahmen, musste das Bauhaus schließen, aber die Schüler und Professoren trugen den Stil in die ganze Welt, vor allem in die USA. Und so prägt das Bauhaus das Design und die Architektur bis heute. Interessanterweise stehen heute die meisten Bauhaus-Gebäude in Tel Aviv in Israel. Nach der Schließung der Schule hatten dort ehemalige Schüler weitergearbeitet.

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