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Rose Quartz & Serenity: Die Pantone-Trendfarben 2016

von Laura Drühe

2016 wird puderrosa und himmelblau! Zumindest, wenn es nach Pantone geht. Wir gehen den neuen Trendfarben auf den Grund und zeigen, wie ihr sie am besten zu Hause umsetzt.

Jeden Dezember wird sie mit Spannung erwartet: Die Verkündung der Pantone-Trendfarbe, die im kommenden Jahr unter anderem in Mode, Kosmetik und Inneneinrichtung den Ton angeben wird. Für 2016 hat das Pantone Color Institute erstmals eine Kombination aus zwei Trendfarben bestimmt: Rose Quartz und Serenity.

Tolle Produkte von Bloomingville: Vorratsdosen und ein Brotkasten
Rosa und Hellblau wirken schön in Ton-in-Ton-Kombination, aber auch mit anderen Farben wie
Steingrau oder Gold-Metallic. Vorratsdosen Carina, Brotkasten Bread, alles von Bloomingville.
Foto: Bloomingville

Zarte Pastelltöne in unruhigen Zeiten

Rose Quartz (Pantone 13-1520) ist ein warmer, pudriger Rosaton, Serenity (Pantone 15-3919) ein kühl-helles Himmelblau. Größer hätte der Kontrast zur Trendfarbe 2015 – dem dunklen, kräftigen Marsala – also nicht sein können, so viel ist sicher. Doch weshalb ist die Wahl in diesem Jahr ausgerechnet auf zwei Pastelltöne gefallen? In der Pantone-Pressemitteilung heißt es dazu: „Wir befinden uns in unsicheren Zeiten, deshalb sehnen wir uns nach soften Farben, die Ruhe und Entspannung ausstrahlen.“ 2016 werden nun also sanfte Töne angeschlagen, die in der Farbpsychologie Sicherheit, Harmonie, Wohlbefinden, Ordnung und Frieden ausstrahlen.

Und noch ein gesellschaftspolitisches Statement liegt Pantone am Herzen: Mit der Wahl der neuen Trendfarben soll ein Zeichen für die Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern gesetzt werden. Mädchen tragen Rosa, Jungs nur Blau? Völlig überholt! Das Verschwimmen von Geschlechtergrenzen spiegelt sich auch im Farbverlauf wider, in dem die beiden Pastellfarben zu einer zarten Flieder-Nuance fusionieren.

Sofa von Impressionen in Hellblau
Hellblaues Sofa trifft auf kühlen Industrial-Chic. Der kupferfarbene Zeitungskorb setzt glänzende
Akzente. Sofa von Impressionen.
Foto: Impressionen

Wie man die neuen Trendfarben kombiniert

Auch in den eigenen vier Wänden vermittelt die harmonische Kombination aus dem warmen Roséton und dem ruhigen Hellblau Geborgenheit und Entspannung. Das können Wohnaccessoires wie Vasen, Kerzen, Kissen oder Geschirr sein. Aber auch Statement-Pieces wie ein skandinavisch-inspiriertes Sofa, ein Beistelltisch oder ein Teppich in sanften Pastelltönen sind besondere Blickfänge. Als Wandfarben eignen sich Rosa und Hellblau ebenfalls gut – vorausgesetzt, die Styling-Partner stimmen. Für einen coolen Stilbruch solltet ihr am besten zeitlose Klassiker wie die berühmten Eames-Stühle von Vitra dazu kombinieren. Kühle Materialien wie Beton, Marmor, Metall und Glas sowie kräftige Farben wie Violett, Steingrau, Dunkelblau, Safrangelb oder Dschungelgrün nehmen den Pastelltönen etwas von ihrer Zartheit und lassen sie schön erwachsen wirken.

Was genau macht das Pantone Color Institute eigentlich?

Das Pantone Color Institute gehört zum US-Unternehmen Pantone, dessen internationales Farbsystem die Farbauswahl weltweit vereinfachen soll. Das Institut unter Leitung von Leatrice Eiseman hilft Unternehmen, eine eigene Design-Strategie und Markenidentität mithilfe von Farbe zu entwickeln. So setzen Firmen wie Lufthansa, Starbucks oder Milka in ihren Firmenlogos Pantone-Sonderfarben ein, um bei den Konsumenten einen hohen Wiedererkennungswert zu schaffen. Seit dem Jahr 2000 hat sich das Institut auch auf die Prognose von Farbtrends spezialisiert. Dafür reist ein zehnköpfiges Trendscout-Team monatelang um die Welt, recherchiert auf Modenschauen und Messen, in Fußgängerzonen und Produktionsstätten, um aus all den Inspirationen eine Trendfarbe herauszufiltern, die am besten dem globalen Zeitgeist entspricht. Oder wie in diesem Jahr eben zwei.

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