Wohnbasics

moebel.de renoviert eine Ein-Zimmer-Wohnung in München

von / moebel.de Redaktion

Marie ist Mitte 20 und möchte ihr 34-Quadratmeter-Apartment mit 2.000 Euro so richtig auf Vordermann bringen. Seht euch hier die Vorher-Nachher-Story an.

 
 
 

In diesem Artikel:

  • Vorher: Die typische Studentenbude – zweckmäßig, aber ungemütlich
  • Womit anfangen? Mit dem Lieblingsstil und der Lieblingsfarbe
  • Umstyling für den alten Schrank
  • Alles so schön leicht hier… dank zierlicher und heller Möbel
  • Textilien machen alles wohnlicher
  • Nichts wird gemütlich, wenn die Beleuchtung nicht stimmt
  • Schönes muss nicht teuer sein: DIY-Idee für den kleinen Geldbeutel


Produkte zum Shoppen findest du am Artikelende.

Wie holt man mit kleinem Budget so viel wie möglich aus einem Ein-Zimmer-Apartment heraus? Wir von moebel.de haben uns zusammen mit einer Inneneinrichterin ans Werk gemacht und die kleine Studentenwohnung von Marie mit neuer Wandfarbe, neuen Möbeln und ein paar raffinierten Einrichtungstricks in ein Schmuckstück verwandelt.

Vorher: Die typische Studentenbude – zweckmäßig, aber ungemütlich

Maries Wohnung ist mit 34 Quadratmetern und einem fast quadratischen Grundriss typisch für eine Ein-Zimmer-Wohnung in München. Und wie bei fast allen Studentenwohnungen ist die jetzige Einrichtung vor allem praktisch: günstige Möbel, alles wirkt wie zufällig zusammengewürfelt, im Mittelpunkt steht ein riesiger Fernseher. Was bis dahin zweckmäßig war und funktionierte, soll schöner werden. Denn Marie arbeitet inzwischen in ihrem ersten Job und kann es sich leisten, das ein oder andere Ikea-Teil gegen etwas Hochwertigeres auszutauschen. Überhaupt soll alles wohnlicher werden und stärker ihrem Geschmack und Lifestyle entsprechen.

Für uns von moebel.de die perfekte Herausforderung. Wir möchten den Beweis antreten, dass sie für ein echtes Zuhause nicht erst jahrelang sparen muss, sondern auch mit kleinem Budget ihren Traum erfüllen kann – und das auf kleinstem Raum. Dafür nehmen wir uns den 20 Quadratmeter großen Wohnraum fürs Renovieren vor. 2.000 Euro wollen wir dafür maximal ausgeben.

Das größte Problem aus Maries Sicht: der fehlende Stauraum. Ihre ganzen Sachen müssen irgendwo unterkommen. Gleichzeitig soll es weiterhin die Möglichkeit geben, in dem Raum zu wohnen, zu essen und zu schlafen.

Womit anfangen? Mit dem Lieblingsstil und der Lieblingsfarbe

Marie wünschte sich ein weibliches, modernes Zimmer. Deshalb haben wir uns gemeinsam für ein pudriges Rosé als Wandfarbe entschieden. Außerdem wurde schnell klar, dass ihr helle, schlichte Möbel im skandinavischen Look am besten gefallen - die Kombi aus Holz und viel Weiß ist genau ihr Ding. Unsere Aufgabe war es jetzt, einen geschickten Mix aus günstigeren Lösungen und qualitativ hochwertigen Stücken zusammenzustellen.

Experten-Tipp: Ein klares Konzept spart Kosten. Bevor du dir neue Möbel und Accessoires kaufst, solltest du dir etwas Zeit nehmen und überlegen, welcher Stil zu dir passt und welche Farben du magst. Mach dir außerdem eine Liste dazu, welche Möbel du behalten möchtest und welche neuen Möbel du brauchst. So sparst du dir eine Menge Geld für Fehleinkäufe. Beginne beim Farbkonzept. In welcher Farbe sollen deine Wände gestrichen werden? Bei der Farbwahl solltest du die Lichtverhältnisse im Raum beachten. Je heller der Raum und die Möbel sind, desto dunkler kann der Farbton für die Wand sein. Wir haben uns für ein graustichiges Rose entschieden, Caparol Rose 10 aus dem Farbfächer 3D System Plus.

Umstyling für den alten Schrank

Wir haben die offenen Regale gegen ein schönes Sideboard ausgetauscht. Es bietet viel Stauraum und wirkt trotzdem sehr leicht, da es auf Füßen steht und weiß ist. Hinter den geschlossenen Fronten kann Marie Krimskrams verschwinden lassen. Türen zu, und alles sieht aufgeräumt aus. Ihren Schrank wollte Marie schon aus Kostengründen behalten. Er passte aber gar nicht zum neuen Einrichtungsstil. Die Lösung: Ein neues Styling für den Schrank muss her.

Experten-Tipp: Wenn du einen unansehnlichen Schrank hast, kannst du ihn mit einem Vorhang kaschieren. Befestige den Vorhang an einer Gardinenschiene an der Decke. Der Clou: Du schaffst hinter dem Vorhang zusätzlichen Stauraum. Vielleicht bleibt neben dem Schrank sogar noch Platz für Staubsauger und Co. Nutze auch den Raum auf dem Schrank bis zur Decke, zum Beispiel für Kisten und Körbe. Gerade in kleinen Räumen solltest du versuchen, so wenig wie möglich offen sichtbar herumliegen zu lassen. Das wirkt ruhiger und einladender.

Die Wohnung vor der Renovierung
Vor der Renovierung: Die große Couch und der überdimensionale Fernseher erschlagen das Zimmer förmlich.
Foto: moebel.de
Die Wohnung nach der Renovierung: Eine helle Einrichtung sorgt für eine freundliche Atmosphäre
Nach der Renovierung: Couchtisch und Kommode sind geblieben, der Rest der Einrichtung ist neu. Vor allem die hellen Farben und der zarte Fliederton der Wand hinter dem Schlafsofa lassen den Raum wohnlicher wirken.
Foto: moebel.de
Ein helles Sideboard sorgt für Stauraum. Deko auf dem Sideboard: silberne Teelichthalter, eine Glasglocke und eine Schale aus Holz.
Das Sideboard bietet jede Menge Stauraum und ist der ideale Platz für die Glas-Cloche und die beiden Metall-Windlichthalter.
Foto: moebel.de
Vor der gestrichenen Wand kommen das weiße Sideboard und die die weiße Leiter super zur Geltung.
Auch die Wand gegenüber der Schlafcouch ist farbig gestrichen. Davor kommen weiße Möbel besonders gut zur Geltung.
Foto: moebel.de
Genialer Trick: Der Schrank verschwindet hinter einem Vorhang.
Der raumhohe, helle Vorhang lässt den Schrank verschwinden. Für den besonderen optischen Effekt haben wir auf einen glatten, mit Bleiband beschwerten Stoff einen weißen Fadenvorhang gehängt. Damit die Fäden nicht „kleben“ bleiben, für den unteren Stoff am besten einen ganz glatten verwenden, zum Beispiel Polyester.
Foto: moebel.de
Der Vorhang bietet idealen Platz, um auch Haushaltsgeräte wie den Staubsauger zu verstauen.
Schön praktisch: Hinter dem Vorhang ist zusätzlicher Stauraum für Staubsauger, Kisten & Co. entstanden.
Foto: moebel.de
DIY-Tipp: Eine Leiter selbst bauen. Die Leiter eignet sich ideal, um Zeitschriften aufzubewahren und Pflanzen anzubringen.
Zum Selbermachen: Die Dekoleiter ist schnell gezimmert. Pflanzen und Zeitschriften lassen sich so ganz besonders inszenieren.
Foto: moebel.de

Alles so schön leicht hier… dank zierlicher und heller Möbel

Je zierlicher und heller die Möbel, desto besser passen sie zu kleinen Räumen. Daher haben wir das große, dunkle Schlafsofa von Marie gegen eine helle Zweisitzer-Ausziehcouch getauscht. Und auch der viel zu große Fernseher wurde durch einen passenden ersetzt. Am Essplatz wirkt der Tisch aus geöltem Holz richtig gemütlich, aber nicht schwer. Und die weißen Drahtstühle passen viel besser in den kleinen Raum als kompakte Esstischstühle.

In Maries Couchtisch sind vier kleine Hocker integriert, so können auch mal ein paar Gäste mehr kommen. Der filigrane Beistelltisch hat eine Platte, die auch als Tablett genutzt werden kann. Bei Bedarf lässt er sich außerdem platzsparend verstauen.

Experten-Tipp: Flexible Möbel und ein, zwei Eyecatcher machen deine Wohnung unverwechselbar. Gerade in beengten Räumen solltest du auf flexible Möbel setzen - zum Klappen, Rollen oder Ineinanderschieben.

Bei Möbeln und Leuchten lohnt es sich, etwas mehr Geld auszugeben. Hochwertige Stücke erkennst du an einer guten Verarbeitung. Auch für Designermöbel musst du meist tiefer in die Tasche greifen. Wähle ein bis zwei tolle Stücke aus, die das Zeug zum Klassiker haben. So verleihst du deiner Wohnung das gewisse Etwas und sie wird unverwechselbar.

Textilien machen alles wohnlicher

Kissen, Stoffe und Accessoires machen einen Raum wohnlich. Wir haben gemeinsam mit Marie einen farbenfrohen Streifenteppich ausgesucht. Ein bunter Teppich, gepaart mit neutralen, weißen Möbeln ermöglicht unzählige Dekorationsmöglichkeiten.

Experten-Tipp: Um das Zimmer nicht noch kleiner aussehen zu lassen, als es ohnehin schon ist, wählst du deine Vorhänge am besten in hellen Farben und aus leichten, fließenden Stoffen. Ein kleiner Trick, um niedrige Decken optisch zu heben: Nutze die gesamte Raumhöhe und bringe die Vorhänge direkt an der Decke oder knapp darunter an. Am Boden wirkt ein großer Teppich wie ein Weichzeichner. An seinen Farben kannst du dich orientieren, wenn du Accessoires für den Raum aussuchst.

Nichts wird gemütlich, wenn die Beleuchtung nicht stimmt

Ob ein Raum einladend und gemütlich wirkt, hängt ganz stark von seiner Beleuchtung ab. Deshalb hat Marie sich für ihre alte Lieblingskommode eine formschöne Tischleuchte ausgesucht. Ein echter Hingucker.

Experten-Tipp: Mehrere Lichtquellen einsetzen, wenn’s gemütlich werden soll. Auf einen Deckenstrahler am besten verzichten und stattdessen drei Lichtquellen auf unterschiedlichen Höhen im Raum verteilen, die du bei Bedarf zum Essen oder Lesen anschalten kannst. Sie sorgen darüber hinaus für eine ausreichende Beleuchtung im ganzen Raum.

Schönes muss nicht teuer sein: DIY-Idee für den kleinen Geldbeutel

Garantiert nicht von der Stange ist etwas Selbstgemachtes. Eine Dekoleiter beispielsweise zimmerst du schnell aus ein paar Holzleisten aus dem Baumarkt und etwas Farbe. Sie ist platzsparend und bietet deinen Lieblingszeitschriften oder Grünpflanzen einen spektakulären Auftritt.

Auf einen Blick: Das haben wir verändert

  • Zwei Wände bekamen einen warmen, roséfarbenen Anstrich
  • Ein helles Zweisitzer-Schlafsofa ersetzt den dunklen Dreisitzer
  • Statt des kleinen dunklen Teppichs bringt ein großer pastellfarbener Farbe in den Raum
  • Ein geräumiges Sideboard übernimmt die Aufgaben von drei Regalen
  • Der Fernseher wurde passend zur Raumgröße geschrumpft
  • Die Vorhangummantelung des Schranks schafft neuen Stauraum und ein ruhiges Gesamtbild
  • Im Essbereich warten ein neuer Tisch und drei neue Stühle auf die nächste Mahlzeit
  • Neue Gardinen machen es wohnlich und strecken den Raum optisch
  • Eine neue Stehlampe sorgt für gemütliche Stimmung
  • An der Decke leuchtet eine neue Lampe den Raum aus
  • Die Kommode wird durch die neue Tischleuchte zum Eyecatcher
  • Neue Accessoires betonen den Einrichtungsstil

Wir haben renoviert mit fachlicher Unterstützung von Inneneinrichterin Juliane Lehnicke.

Juliane Lehnicke ist Expertin für Home Staging und Einrichtungsberatung bei der Münchner Home Staging-Agentur. Sie berät Kunden, die ihr Zuhause verändern, stimmungsvoller gestalten oder verkaufen möchten. In unserer Rubrik Wohnideen zeigt sie einen Auszug ihrer Home-Staging- und Einrichtungsprojekte.

Der runde Holztisch mit den weißen Stühlen aus Metall ist der perfekte Ort für ein gemütliches Essen.
Gäste herzlich willkommen! Gefrühstückt und geredet wird am runden Holztisch, der spart im Vergleich zu einem eckigen viel Platz.
Foto: moebel.de
Ein echter Platzsparer: Couchtisch unter dem sich vier Hocker befinden. Das Weiß der Hocker und des Tisches kommen auf dem bunten Teppich besonders gut zur Geltung.
Im Couchtisch sind vier Hocker platzsparend integriert. Die Sitzecke steht auf einem Teppich mit bunten Streifen, dessen Farben an verschiedenen Stellen im Raum wieder auftauchen.
Foto: moebel.de
Individuell: Die Standard-Knäufe wurden gegen bunte Knäufe aus Keramik getauscht. Die Tischleuchte sorgt für gemütliches Licht.
Die Tischlampe spendet atmosphärisches Stimmungslicht. Schönes Detail an der Kommode: Marie hat die Standard-Knäufe gegen bunte Keramikknäufe getauscht. Damit kannst du schlichten Möbeln einen individuellen Touch geben.
Foto: moebel.de

Dir gefällt der Look und du möchtest ihn zu Hause nachstylen? Hier kommen passende Möbel und Accessoires.

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