Wohnbasics

Die sechs häufigsten Fehler beim Dekorieren

von Christiane Tillmann

Dekoration kann so einfach sein, wenn man sich an ein paar kleine Regeln hält. Welche das sind, erklären wir hier.

Irgendwie sind wir doch alle mehr oder weniger Deko-verrückt, oder? Es gibt so viele tolle Accessoires... Was du beim Arrangieren und Dekorieren vermeiden solltest, damit deine Lieblingsstücke auch richtig gut zur Geltung kommen, liest du hier.

Fehler 1: Viel hilft viel

Zugegeben, das Angebot an Dekoration ist ziemlich verführerisch, aber die echte Deko-Liebhaberin weiß: Zu viel Krimskrams ist kein Style-Katalysator, sondern eher schon ein Style-Killer. Statt hier einem Engelchen, da noch einem Bild von der letzten Hochzeit und dem Teddybär, den du vor zehn Jahren auf der Kirmes von deinem ersten Freund geschenkt bekommen hast, solltest du dich auf ausgesuchte Dekoration beschränken und diese an ausgesuchten Orten organisieren. Experten schwören dabei auf eine ungerade Anzahl von Objekten (z.B. fünf), die sie über eine optische Klammer zu einem Ensemble arrangieren. Das kann eine ähnliche Farbe, Struktur oder ein bestimmtes Muster sein. Auch ein Tablett hilft dabei, das Grüppchen optisch zusammenzuhalten.

Fehler 2: Auf jeden Trend aufspringen

Pastell trifft Retro, trifft Shabby Chic und 80ies? Lieber nicht! Wie bei der Anzahl deiner Deko-Stücke, solltest du dich auch bei kurzfristigen Mini-Trends zurückhalten und gezielt auswählen, welche Accessoires wirklich eine gute Ergänzung zu deinem Einrichtungsstil sind. Saisonale Dekoration macht dabei durchaus Sinn, da sich im Laufe des Jahres das Licht in deiner Wohnung und damit auch deine Stimmung ändert. Heißt: Experimente sind erlaubt, so lange du dir dabei selbst treu bleibst.

Dekoideen: Vasen gruppieren und nützliche Kissen drapieren
Links: Schön geordnet und mit grünem Knalleffekt: Vasen, Teelichter und Dosen von Bloomingville. Rechts: Drei sind genug: Immer schön darauf achten, dass deine neuen Deko-Ideen auch praktisch bleiben.
Fotos: Geliebtes Zuhause, House Doctor

Fehler 3: Funktionalität außer Acht lassen

Du hast so viele Deko-Kissen für dein Sofa geshoppt, dass du nun selbst leider mit einem Platz auf dem Boden vorlieb nehmen musst? Und deine neue Grünpflanze rankt sich nun so in den Raum, dass du leider den Fernseher kaum noch sehen kannst? Gar nicht gut! Denn egal, wie heiß ein Trend gerade ist – Funktionalität wird immer heißer sein. Wenn Dekoration beginnt zu nerven, weil sie im Weg steht, und insgesamt nur total unpraktisch ist, wirst du sie bereits nach kurzer Zeit verfluchen. Am besten machst du daher vorher auch immer nochmal den Realitätscheck. Nur schön reicht eben doch nicht.

Fehler 4: Kontraste vermeiden

Du bist eher so der Harmonietyp, der gern alles Ton in Ton arrangiert? Dann wird’s Zeit, ein bisschen mutiger zu werden und auch mal mit Kontrasten zu spielen. Denn die Wahrheit ist: Wer zu ähnliche Dinge miteinander kombiniert, der sorgt zwar dafür, dass nichts unangenehm auffällt, aber eben unter Umständen auch für langweiligen, charakterlosen Einheitsbrei. Besser: Einfach mal ein bisschen aus der Reihe tanzen und auch mal ein ungewöhnliches Detail einsetzen.

Dekoideen: Knallige Farben und Bilder schön ordnen
Links: Das knallt schön und macht gute Laune: Pinkes Love-Licht von A little lovely Company mit blauer Kommode und pinkem Hocker. Rechts: Bilder solltest du immer in Augenhöhe aufhängen - wie hier über dem Sofa, also etwas tiefer, als man es vielleicht vermuten würde.
Fotos: Geliebtes Zuhause, Pernille Folcarelli

Fehler 5: Höhen und Maße ignorieren

Der Klassiker unter den Deko-Fehlern: In den meisten Wohnungen hängen Wandbilder deutlich zu hoch, während Vorhänge zu niedrig angebracht werden. Gemälde und Fotografien sollten immer auf Augenhöhe hängen. Achtung: Am Esstisch und auf dem Sofa sitzt man. „Augenhöhe“ bedeutet hier also, dass die Bilder entsprechend tief hängen. Vorhänge hingegen solltest du nicht über dem Fenstersturz, sondern direkt unter der Decke anbringen.

Fehler 6: Alles in einem Laden kaufen

Es könnte so einfach sein: Man geht in den Laden und lässt sich komplett einrichten – quasi Deco all inclusive. Die Kissen perfekt auf das Sofa abgestimmt, die Bilderrahmen auf die Kommode und so weiter. Hat aber leider den Effekt, dass man nichts mehr von dir sieht. Dekoration lebt auch von Persönlichkeit, von den individuellen Dingen, die dir etwas bedeuten und die sich über die Jahre angesammelt haben.

Foto im Aufmacher: Shutterstock/ Daria Minaeva

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