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Designerporträt: Lars Beller Fjetland

von Christiane Tillmann

Viel zu schade für den Müll, findet Lars Beller Fjetland und macht aus recyceltem Holz und Kork wunderschöne neue Designermöbel und – accessoires.

Piep! Piep! Piep! Der Durchbruch kam mit einer illustren Vogelschar: Turned, so heißen die kleinen Holzskulpturen, die der norwegische Designer Lars Beller Fjetland im Jahr 2013 zum Leben erweckte. Die lustigen Federfreunde sind wegen ihrer Form und Maserung so markant, dass sie im Gedächtnis bleiben. Wohl auch, weil sie nicht nur schön, sondern auch noch nachhaltig sind. Fjetland Beller fertigt sie aus hölzernen Produktionsresten, somit sind sie ein reines Recyclingprodukt.

„Mag sein, dass diese Holzstücke es niemals von ihren Ursprüngen im Wald zum fertigen Möbelstück gebracht haben, sondern irgendwo auf dem Weg dorthin aussortiert wurden“, erklärt die Projektbeschreibung. „Doch als Basis eines gedrechselten Holzvogels starten sie nun ein zweites Leben.“

Die nachhaltig produzierten Vögel aus Holz von Lars Beller Fjetland
Lustige Vogelbande: Die Vögel aus der Serie Turned bestehen aus recyceltem Holz und sehen dazu auch noch toll aus.
Foto: Silvia Orlandi, Styling: Enrico Pompili and Valentina Cameranesi (Creative agency SM Associati)

Die Natur als stetige Inspirations- und Materialquelle

Der respektvolle Umgang mit den Ressourcen der Natur spielt für Lars Beller Fjetland eine große Rolle bei all seinen Entwürfen. Aufgewachsen an der norwegischen Westküste, spürte der Designer schon immer eine Faszination für die Verbindung von Funktionalität und erlesenen Naturmaterialien. Bereits 2011, noch während des Studiums an der Bergen Academy of Art and Design, etablierte er sein eigenes Designstudio und präsentiert nur ein Jahr später seine Designs auf der Mailänder Möbelmesse, wo er auf großes internationales Interesse stößt.

Heute arbeitet er für renommierte Marken wie Hem, Hay oder Discipline und wagt sich – neben seinen Lieblingsmaterialien Holz und Kork – mit seinen neueren Kreationen auch an Metall heran. So besteht die Tischlampe Cloche für Wrong for Hay aus einem filigranen, geschwungenen Fuß sowie einem metallisch glänzenden Schirm. Einerseits hat sie nostalgisches Flair, andererseits ist sie auch von der Natur inspiriert, denn das Vorbild für Cloche war eine Glockenblume, die ihre eisernen Wurzeln im Boden verankert, um mit ihrem metallenen Hut sanft die darunterliegenden Objekte zu erhellen – eben typisch Lars Beller Fjetland.

Im Aufmacher: Der norwegische Designer Lars Beller Fjetland. Foto: Chris Aadland

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