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Designer-Porträt Frédéric Sofia

von Christiane Tillmann

Wenn es um Outdoor-Möbel geht, darf die Luxembourg-Serie von Frédéric Sofia nicht fehlen. Aber wer ist der Mann hinter dem Fermob-Klassiker? Wir stellen ihn vor.

Ist er Künstler, Ingenieur oder Designer? Frédéric Sofia lässt sich nur schwer auf eine Disziplin festtackern. Zu vielfältig ist das Werk des Franzosen und zu ungewöhnlich seine Vita. Denn anfänglich hatte er mit dem, was er heute macht, nichts am Hut. Frédéric Sofia absolvierte ein Ingenieursstudium und machte einen Abschluss in Marketing, bevor er 1994 seine Self-Publishing-Agentur Wombat gründete. Dort entflammte seine Leidenschaft fürs Design.

Als Autodidakt zum Design-Erfolg

Design heißt für den Autodidakten allerdings immer auch, mit neuen Technologien zu spielen, neue Prozesse zu entdecken und durchzuprobieren, weshalb er auch noch heute gerne Fabriken besucht, um sich dort von Spezialisten inspirieren zu lassen. Bei seinen Interior-Designs spielen die Erkenntnisse, die er dort gewinnt, eine große Rolle. Und während er in der Kunst, die er in Zusammenarbeit mit seiner Frau Catherine Sofia kreiert, eine beinahe Pop-Art-ähnliche Richtung einschlägt, sind seine Designs schlicht und funktional. Oft bedienen sie sich bekannter Zeichen und Symbole.

Gartenstühle und Beistelltisch in Türkis auf einer Terrasse
Die Luxembourg-Serie von Frédéric Sofia.
Foto: Delphine Chanet

Der wohl bekannteste kommerzielle Erfolg des Parisers ist die Luxembourg-Serie für den französischen Outdoor-Möbel-Spezialisten Fermob. Die Metallmöbel, die aus stranggepressten Aluminiumlatten bestehen, welche durch die Behandlung mit UV-Schutz-Pulverlacken besonders witterungsbeständig gemacht wurden, stehen stellvertretend für das interdisziplinäre Werk des Kreativen. Mit den Serien Sixties und Saint Tropez schuf er gleich zwei weitere Meilensteine in der Fermob-Firmengeschichte. Frédéric Sofia selbst fasst seine Arbeit so zusammen: „Ich will Magie und Emotionen unter Berücksichtigung der Funktion eines Produkts in den Alltag bringen und ihm somit mehr Bedeutung verleihen.“

Foto im Aufmacher: Stephane Rambaud

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