nach oben

Rauchmelder
retten Leben

Rauchmelder
retten Leben

Wie ein kleines Gerät die
Familie beschützt

Wenn es brennt, ist der entstehende Rauch häufig die unterschätzte Gefahr. Nachts etwa funktioniert der Geruchssinn nur sehr eingeschränkt, die Betroffenen werden nicht rechtzeitig wach, um sich oder andere in Sicherheit zu bringen. Rauchmelder geben bereits nach kurzer Zeit laute Warntöne ab und können mit der dadurch gewonnenen Zeit Leben, Besitz und Wohnraum retten. Wichtig sind sie auch, um im Falle des Falles nicht den Versicherungsschutz zu verlieren.

Rauchmelderpflicht in Deutschland

Die Bundesländer sind sich nicht einig

Die Rauchmelderpflicht ist keine Entscheidung auf Bundesebene, sondern unterliegt den einzelnen Bundesländern. Sie wird jeweils in den Landesbauordnungen festgelegt und unterliegt der Anwendungsnorm DIN 14676. Diese besagt, dass in Schlaf- und Kinderzimmern sowie in Fluren eine Überwachung durch Rauchmelder notwendig ist.

  • Rauchmelderpflicht in

    Baden-Württemberg

    Neubauten: 11. Juli 2013
    Bestandsbauten: 01. Januar 2015
    Karte
  • Rauchmelderpflicht in

    Bayern

    Neubauten: 01. Januar 2013
    Bestandsbauten: 01. Januar 2018
    Karte
  • Rauchmelderpflicht in

    Berlin

    Neubauten: 01. Januar 2016
    Bestandsbauten: voraussichtlich ab 2020
    Karte
  • Rauchmelderpflicht in

    Brandenburg

    Neubauten: 01. Juni 2016
    Bestandsbauten: 31. Dezember 2020
    Karte
  • Rauchmelderpflicht in

    Bremen

    Neubauten: 01. Mai 2010
    Bestandsbauten: 01. Januar 2016
    Karte
  • Rauchmelderpflicht in

    Hamburg

    Neubauten: 01. April 2006
    Bestandsbauten: 01. Januar 2011
    Karte
  • Rauchmelderpflicht in

    Hessen

    Neubauten: 24. Juni 2005
    Bestandsbauten: 01. Januar 2015
    Karte
  • Rauchmelderpflicht in

    Mecklenburg-Vorpommern

    Neubauten: 01. September 2006
    Bestandsbauten: 01. Januar 2010
    Karte
  • Rauchmelderpflicht in

    Niedersachsen

    Neubauten: 13. April 2012
    Bestandsbauten: 01. Januar 2016
    Karte
  • Rauchmelderpflicht in

    Nordrhein-Westfalen

    Neubauten: 01. April 2013
    Bestandsbauten: 01. Januar 2017
    Karte
  • Rauchmelderpflicht in

    Rheinland-Pfalz

    Neubauten: 23. Dezember 2003
    Bestandsbauten: 12. Juli 2012
    Karte
  • Rauchmelderpflicht in

    Saarland

    Neubauten: 01. Juni 2004
    Bestandsbauten: 31. Dezember 2016
    Karte
  • Rauchmelderpflicht in

    Sachsen

    Neubauten: 01. Januar 2016
    Bestandsbauten: keine Regelung
    Karte
  • Rauchmelderpflicht in

    Sachsen-Anhalt

    Neubauten: 01. Januar 2016
    Bestandsbauten: keine Regelung
    Karte
  • Rauchmelderpflicht in

    Schleswig-Holstein

    Neubauten: 04. April 2005
    Bestandsbauten: 01. Januar 2011
    Karte
  • Rauchmelderpflicht in

    Thüringen

    Neubauten: 01. Mai 2004
    Bestandsbauten: 01. Januar 2019
    Karte

Qualitätsrauchmelder erkennt
man an den folgenden Gütezeichen:

TÜV Zertifizierung TÜV-Zertifizierung
Q-Siegel Q-Siegel
CE Zeichen CE-Zeichen

Unterschiede zwischen Billig-
und Qualitäts­rauchmeldern

Auf den ersten Blick unterscheiden sich die günstigen und die teuren Modelle nicht. Der entscheidende Punkt ist, dass sich zwar alle Hersteller an die DIN halten müssen, bei den Geräten von Discountern und Supermärkten aber nicht alle kontrolliert werden.

Qualitätsrauchmelder und somit ein sicheres Gerät erkennt man an zusätzlichen Gütezeichen wie zum Beispiel einer TÜV-Zertifizierung , dem Q-Siegel oder dem CE-Zeichen. Bei billigen Rauchmeldern besteht die Gefahr, ein ungetestetes Gerät zu erhalten. Die Qualitäts­rauchmelder gibt es beim Fachhändler oder Online zu kaufen.

Die billigeren Rauchmelder gibt es schon für unter 5 Euro, hochwertigere Modelle kosten je nach zusätzlichen Zertifizierungen zwischen 20 und 50 Euro.

Qualitätsrauchmelder erkennt
man an den folgenden Gütezeichen:

TÜV Zertifizierung TÜV-Zertifizierung
Q-Siegel Q-Siegel
CE Zeichen CE-Zeichen

Rauchmelder richtig montieren

Rauchmelder sollten in waagerechter Position an der Decke, am Besten in der Raummitte und mit mindestens einem halben Meter Abstand zur Wand angebracht werden.

An Dachschrägen mit über 20 Grad Neigung zur Horizontalen ist eine Installation etwa 50 Zentimeter unterhalb des höchsten Punktes ideal, um Luftpolster zu verhindern. Wer einen Fehlalarm vermeiden möchte, sollte die Rauchmelder nicht in der Nähe von Klimaanlagen oder Luftschächten montieren.

Rauchmelder richtig montieren
Rauchmelder korrekt warten Rauchmelder korrekt warten Rauchmelder korrekt warten Rauchmelder korrekt warten Rauchmelder korrekt warten

Rauchmelder korrekt warten

Das Gerät sollte einmal im Jahr von der verantwortlichen Person überprüft werden, ob es noch voll funktionsfähig ist. Dafür ist in vielen Bundesländern der Vermieter zuständig.

Mehr erfahren Erfahren Sie mehr über Ihre Rechte und Pflichten

Bei der Wartung wird getestet, ob die Tonsignale noch funktionieren und die Batterie noch ausreichend aufgeladen ist. Zudem wird geprüft, ob die Raucheintrittsöffnungen frei sind und der Rauchmelder genug Freiraum hat, also nicht von Hindernissen gestört wird. Die Wartung sollte laut DIN-Vorschrift dokumentiert werden, dafür gibt es spezielle Gerätepässe.

Die Geräte machen sich bei einem notwendigen Batteriewechsel bemerkbar, indem alle 30 Sekunden ein leises Piepen ertönt solange, bis die Batterie, meist eine 9V-Block-Batterie, ausgetauscht wurde. Das wird oft als nervig empfunden, ist aber natürlich somit ein sehr großer Sicherheitsfaktor.

Immer die passende Batterie mehrfach im Haus auf Reserve haben, um dem Piepen schnell ein Ende zu setzen.

Welche Räume sind am gefährdetsten

Wie in der Anwendungsnorm DIN 14676 festgelegt, müssen die Rauchmelder in den Bundesländern, die eine Rauchmelderpflicht besitzen, in Schlaf- und Kinderzimmern sowie in Fluren angebracht werden. Besonders in Kinderzimmern besteht die Gefahr, dass die Kinder heimlich mit einem Feuerzeug oder Streichhölzern spielen, die Kontrolle verlieren und sich aus der Situation nicht allein befreien können. Wenn sich der Alarm des Rauchmelders frühzeitig meldet, können die Eltern Schlimmeres vermeiden und die Kinder retten.

Zu beachten ist hierbei, dass ein Rauchmelder für einen etwa 60 qm großen Raum ausreicht. Ist der Raum größer, sollten gegebenenfalls zwei Rauchmelder installiert werden.

Dagegen sollte in der Küche kein Rauchmelder angebracht werden, weil dort eine stärkere Dampf- und Rauchentwicklung nicht ungewöhnlich ist. Für diese Räume gibt es aber spezielle Wärmemelder. Bei einer offenen Küche bietet sich ein Kombinationsmelder aus beiden Varianten an.

Funktionstüchtige Rauchmelder reagieren bei normalem Zigarettenkonsum in der Regel nicht. Wird der Rauch direkt in die Rauchkammer geblasen, löst der Melder aus. Dies sollte man aber in keinem Fall tun, auch nicht um den Melder zu testen.

Wohnzimmer
Küche
Flur
Schlafzimmer
Kinderzimmer
Badezimmer
Hausplan
Rechte und Pflichten Rechte und Pflichten

Rechte und Pflichten von Mietern und Vermietern

In vielen Bundesländern ist der Eigentümer des Hauses, meist also der Vermieter, für den Einbau und die Wartung der Rauchmelder zuständig (festgeschrieben jeweils in der DIN 14676). Er kann aber auch andere Personen mit diesen Aufgaben betrauen.

Für die Wartung verantwortlich ist der Mieter in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bremen, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen. In Sachsen-Anhalt und Schleswig- Holstein ist es nicht final geregelt. Beim Einbau ist einzig in Sachsen-Anhalt keine fixe Regelung getroffen worden, in allen anderen Bundesländern ist dafür der Eigentümer verantwortlich.

Unter Wartung versteht man die jährliche Prüfung der Funktionen und der Raucheintrittsöffnungen sowie des akustischen Signaltons mittels der Test-Taste.

Mehr erfahren Erfahren Sie mehr zur Rauchmelder-Wartung

Die Kosten für die Rauchmelder kann der Vermieter auf den Mieter umlegen, indem er die Jahresmiete um 11 Prozent der Anschaffungs­kosten anhebt (bei Kosten von 100 Euro also um 11 Euro).

Gute Gründe für Rauchmelder

  • Leben werden gerettet

    Je schneller ein Brand entdeckt wird, desto schneller kann man die Feuerwehr
    verständigen und sich aus dem Haus oder der Wohnung befreien.

  • Eigentum wird gerettet

    Besonders emotionale Gegenstände können durch ein frühzeitiges
    Bemerken des Brandes gerettet werden.

  • Nerven werden geschont

    Wer einen Rauchmelder besitzt, kann beruhigter Schlafen oder
    in den Urlaub fahren, ohne sich Sorgen zu machen.

  • Zeitgewinn

    Besonders für ältere Menschen wichtig, da diese mehr
    Zeit haben, sich in Sicherheit zu bringen.

  • Brand bekämpfen

    Eventuell kann der Brand auch alleine gelöscht werden,
    wenn die Brandquelle schnell entdeckt wird.

  • Verständnis beibringen

    Kinder verstehen die Wichtigkeit und Gefahr leichter, wenn man
    ihnen den Rauchmelder erklärt und sagt, was beachtet werden muss.

  • Strafen vermeiden

    Hätte ein Todesfall durch einen Rauchmelder verhindert werden können, droht eine Freiheitsstrafe. Versicherungen können im Schadensfall Zahlungen kürzen. Wenn ein Vermieter der Sorgfaltspflicht nicht nachkommt, können ihn beispielsweise in Niedersachsen Geldstrafen von bis zu 50.000 Euro erwarten.

Rauchmelder sollten nicht nur Pflicht sein sondern auch selbstverständlich

Die Rauchmelder sollten nicht nur als Pflichtgegenstand angesehen, sondern als ein lebenswichtiger Gegenstand akzeptiert werden. Sie sind klein, unauffällig und ohne große Kosten oder Aufwand zu montieren – und doch ist ihr Effekt so groß. Wichtig ist es, auf Qualitätsprodukte zu achten, sie regelmäßig zu warten und sich mit dem Vermieter über den Einbau und die Rechte und Pflichten auszutauschen.

Bitte bedenken Sie:

Ein Rauchmelder warnt nur die anwesenden Bewohner vor Rauch und Bränden – keine Vermieter, die Feuerwehr oder Rettungsdienste. Rauchmelder können eine Brand- entstehung nicht verhindern oder Brände löschen.