Wohnbasics

Wir wollen Frühling! Frühblüher toll inszenieren

von Katja Keweritsch

Arrangiert doch Pfingstrosen, Tulpen & Co. mal mit Gewürzen, Wolle und Gläsern zu einem fröhlichen Flowerpower-Mix, der die Sonne ins Haus holt.

Blütenmix aus Pfingstrosen

Optisch zurückhaltende Vasen sorgen dafür, dass Pfingstrosen wirken.
Damit Pfingstrosen richtig wirken können, sollten sich Vasen optisch zurücknehmen.
Foto: TollwasBlumenmachen.de

Pfingstrosen zählen mit ihren bauschigen Blumenköpfen zu den spektakulärsten Frühblühern. Die auch als Päonien bezeichneten Blumen stammen ursprünglich aus China. Heute gelten sie als fester Bestandteil traditioneller europäischer Bauerngärten.

Pfingstrosen gibt es in vielen Nuancen zwischen Weiß, Rosa und Rot. Besonders schön kommen die Farben zur Geltung, wenn man sie untereinander mischt. Damit die üppigen Blüten genug Platz haben, stellt man sie am besten in verschiedene Vasen und arrangiert das Ganze zu einem Ensemble. Dabei sollten sich die Vasen jedoch optisch zurücknehmen, da die Pfingstrosen selbst schon auffällig genug sind.

Tulpen: Je mehr, desto schöner

Praktisch: Ein Metallring sorgt dafür, dass die Tuplen in dieser Vase nicht auseinanderfallen.
Ein Ring aus Metall stützt die Tulpen und verhindert, dass sie auseinanderfallen.
Foto: TollwasBlumenmachen.de

Tulpen zählen zu den ersten Frühlingsboten auf dem Markt und in den Blumenläden. Stellt man sie zu Hause ins warme Zimmer, entfalten sie sich bereits nach einer Nacht zu ihrer vollen Schönheit. Denn: Tulpen wachsen in der Vase weiter. Schon nach kurzer Zeit beugen sich die Stiele über den Rand, was ihnen immer einen lässigen Look verleiht. Wem das zu unordentlich wirkt: Sticht man Tulpen direkt unterhalb des Blütenkopfs mit einer Nadel ein, so wachsen sie nicht weiter. Alternativ stützt auch ein Band oder Metallring die Blumen und verhindert, dass der Strauß auseinander fällt.

Damit Tulpen sich in der Vase lange halten, sollte man sie anfangs in jedem Fall anschneiden. Am besten füllt man die Vase auch nur zu etwa einem Drittel mit Wasser. Wenn es vollständig verbraucht ist, gießt man frisches nach. So können sich für Blumen schädliche Mikroorganismen erst gar nicht vermehren.

Für einen üppigen Tulpenstrauß wählt man am besten eine Vase mit einer weiten Öffnung. Dabei gilt: Je farbenfroher die Tulpen, desto zurückhaltender sollte die Vase sein. Entscheidet man sich jedoch für einen einfarbigen Strauß, so darf eine bunte Vase ruhig den fröhlichen Charakter der Tulpen unterstreichen.

Rosige Zeiten mit einfachen DIY-Vasen

Rosendeko mal ungewöhnlich: Wollknäule und Pappkarton sorgen für ein tolles Ergebnis
In flauschigen Wollknäulen wirken Rosen zart und romantisch.
Foto: Pflanzenfreude.de

Die Königin der Blumen einmal ganz anders inszeniert – mit dieser simplen DIY-Idee wirken Rosen weniger herrschaftlich, dafür umso romantischer. Benötigtes Material: ein Karton oder Pappe, Wollknäuel in unterschiedlichen Farben, ebenso viele Rosenstiele, am besten ebenfalls in verschiedenen Rosé- oder Rottönen, Blumenröhrchen oder Steckmoos.

Schneide die Pappe so zurecht, dass sie ein Rechteck bildet bzw. entferne den Deckel vom Karton. Man kann das Ganze zusätzlich locker mit einem Band umwickeln – das stabilisiert und verleiht dem Arrangement einen unkomplizierten Look. Kleine Stege aus Pappe im Inneren verhindern, dass die Wollknäuel verrutschen.

Damit die einzelnen Rosenblüten nicht zu schnell welken, kann man sie in schmale Blumenröhrchen aus Kunststoff stecken. Die gibt es im Blumenladen. Oder man nimmt Steckmoos, wässert es gut, umwickelt es unten mit Alufolie, damit der Pappkarton nicht nass wird, und setzt den Rosenstiel hinein. Fertig ist eine individuelle Vase, die nicht nur Rosen in Szene setzen kann.

Iris und Lavendel im Etagenlook

Kombinationstipp: Weiße Iris zusammen mit blauem Lavendel
Weiße Iris und blauer Lavendel bilden farblich ein tolles Team.
Foto: TollwasBlumenmachen.de

So kommt ein Stück Garten ins Haus: mehrere Blumen in eine große Schale pflanzen und das Ganze mit Moos dekorieren. Iris bzw. Schwertlilien eignen sich mit ihrem aufrechten Wuchs besonders für ein derartiges Arrangement. Zur Unterpflanzung können Lavendel oder Traubenhyazinthen benutzt werden, aber auch Bellis oder Hornveilchen sind denkbar. Durch die unterschiedliche Höhe der Pflanzen sollte in jedem Fall ein deutlicher Etagenlook entstehen. So wirkt das ganze besonders luxuriös.

Hängende Blumengärten

Hängende Blumendeko, bei der man die Blumenzwiebel sehen kann
Sichtbare Blumenzwiebeln wirken lässig und natürlich.
Foto: Pflanzenfreude.de

Ein kleiner hängender Garten macht sich prima an einem alten Bauernschrank, sieht aber auch an einem hübschen Wandhaken gut aus. Dafür benötigst du lediglich ein Glas mit einem Rand, der dick genug ist, um das Band zum Aufhängen zu halten. Besonders gut eignen sich Weckgläser. Wichtig: Säubere die Blumenzwiebeln zunächst unter fließendem Wasser. Es reicht dann, wenn der Boden des Glases leicht mit Wasser bedeckt ist und die unteren Enden der Wurzeln hineinragen. Zwiebelblumen halten in der Regel länger als Schnittblumen, sodass du lange Freude an deinem kleinen Indoor-Garten hast.

Scharfes Arrangement aus Chilis und Hyazinthen

Blumen kombiniert mit Gewürzen, Gemüse oder Obst
Mal was anderes – Blumen kombiniert mit Gewürzen, Gemüse oder Obst.
Foto: TollwasBlumenmachen.de

Warum nicht mal um die Ecke denken und Blumen mit Gewürzen, Gemüse oder Obst zu einem kreativen Stillleben arrangieren? Die weißen Blüten der Hyazinthen schweben wie Wolken auf ihren grünen Stängeln, die sich mit dem knalligen Rot der Chilischoten abwechseln. Ein dekoratives Band hält alles zusammen. Ebenso denkbar: Ranunkeln mit Rosmarin, weiße Narzissen mit Frühlingszwiebeln oder Allium mit Physalis.

Unter der Haube: Frühblüher in Glasglocken

Nicht nur für Käse eine tolle Sache: Blumen arrangiert unter Glasglocken
Glasglocken setzen Blumen gekonnt in Szene.
Foto: Pflanzenfreude.de

Ein kleiner Strauß aus Frühblühern wirkt unter einer Glasglocke besonders stylisch. Damit das Ganze weniger zufällig und mehr wie ein gewolltes Arrangement wirkt, sollten mindestens zwei Glasglocken nebeneinander platziert werden. Wichtig: Die Blumen schaffen sich unter der Glasglocke ihr eigenes Mikroklima, was dazu führen kann, dass sie schneller welken. Ein Luftschlitz zwischen Glas und Boden hilft. Ansonsten: Immer mal wieder lüften!

Auf einen Blick – Frühlingsstimmung mit Blumen

  • Blumen immer anschneiden, bevor sie in die Vase kommen – so halten sie länger.
  • Opulente Pfingstrosen wirken am schönsten in schlichten Vasen.
  • Tulpen wachsen in der Vase weiter. Gegenmaßnahme: mit einer Nadel unterhalb des Blütenkopfes einstechen.
  • Mit Steckmoos oder Blumenröhrchen lassen sich einzelne Blüten ungewöhnlich inszenieren – z. B. in Wollknäueln.
  • Luxuriöser Etagenlook: zwei verschieden hohe Blumenarten in einem Topf.
  • Zwiebelblumen wirken in einem Glas besonders natürlich.
  • Mal was anderes – Blumen mit Gewürzen, Gemüse oder Obst zu einem Stillleben arrangieren.
  • Glasglocken sehen stylisch aus, aber Achtung: Blumen müssen genügend Luft bekommen.

Foto im Aufmacher: Pflanzenfreude.de

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