Wohnbasics

Welche Farben fürs Schlafzimmer?

von Laura Drühe

Auch wenn wir nachts die Augen zu haben: Die richtige Farbwahl im Schlafzimmer hat großen Einfluss auf unsere Erholung. Drei Beispiele.

Grau, Blau, Rosa? Oder doch lieber Grün? Farbige Wände, Möbel und Accessoires schenken Räumen ihren ganz eigenen Look und Stil. Für welche Farbe wir uns dabei entscheiden, hängt natürlich immer von individuellen Vorlieben und der restlichen Inneneinrichtung ab. Schließlich sind die Geschmäcker – zum Glück – verschieden. Mindestens genauso wichtig wie die Wahl der Lieblingsfarbe ist aber auch deren Wirkung. Denn was nützt die schönste Farbe, wenn sie das Zimmer optisch verkleinert oder uns aufwühlt, obwohl wir doch eigentlich entspannen wollen?

Ein Schlafzimmer in der Farbe Beige
Ein Schlafzimmer in Erdfarben wirkt edel und beruhigend. Die Aussicht aus dem Fenster übrigens auch. Noch mehr Ideen fürs Schlafzimmer von Silke Strohlitz Vintage-Wohnen findest du in unseren Wohnideen.
Foto: Silke Strohlitz Vintage-Wohnen

Farben im Schlafzimmer sollen beruhigen

Gerade im Schlafzimmer können Farben unsere Stimmung und die Wirkung des Raumes erheblich beeinflussen – schließlich möchten wir an diesem Ort abschalten und Kraft für den nächsten Tag sammeln. Während intensive Farben wie Rot und Orange anregend und aktivierend wirken und somit schön ins Arbeitszimmer oder in die Küche passen, sind im Schlafzimmer zurückhaltende, sanfte Farben die optimale Wahl, da sie Geborgenheit und Ruhe vermitteln.

Farbtherapeuten und Einrichtungsexperten empfehlen Grün, Blau und Rosa. Denn diese Farben symbolisieren Ausgeglichenheit und fördern einen gesunden Schlaf. Während Rosa Aggressionen abbaut (und daher übrigens auch oft in Mannschaftskabinen im Profisport eingesetzt wird!), stehen Grün und Blau für Natur, Himmel und Meer. Ihr Anblick beruhigt unseren Puls und unterstützt die Erholung. Grün wirkt zudem regenerierend auf unseren Organismus und hilft, die leeren Kraftreserven aufzutanken.

Ebenfalls gute Farben fürs Schlafzimmer sind Erdtöne wie Ocker, Stein und Braun – gerne auch im Mix mit Pastelltönen oder Weiß. Ähnlich wie Aquafarben wirken auch sie beruhigend und symbolisieren Geborgenheit.

Generell und vor allem im Schlafzimmer gilt: Intensive, kräftige Töne können für Unruhe und optische Schwere im Raum sorgen. Daher solltet ihr lieber zu zarten, hellen Tönen wie Himmelblau, Lavendel, Rosa oder Hellgrau greifen. Denn je kühler die Farbe, desto beruhigender ihre Wirkung. Positiver Nebeneffekt: Helle Farben lassen den Raum größer wirken – perfekt also in kleinen Zimmern mit wenig Tageslicht oder in Kombination mit dunklen Möbeln.

Ein Schlafzimmer-Traum in Rosa: Bett, Lampen und Polsterbank in Rosa
So geht Farbe im Schlafzimmer: Rosatöne fördern die Erholung. Noch mehr Ideen fürs Schlafzimmer von Corbusier Home Staging findest du in unseren Wohnideen.
Foto: Corbusier Home Staging

Diese Farben solltet ihr im Schlafzimmer lieber meiden

Für die Farbgestaltung im Schlafzimmer gilt: kräftige Farben wie Orange, Rot und Gelb lieber sparsam verwenden. Sie sind voller Energie und wirken anregend (auch was den Appetit betrifft – also Vorsicht vor nächtlichen Essensgelüsten!). Gerade Rot wird auch eine aggressive Wirkung nachgesagt und wirkt im Schlafzimmer schnell bedrückend. Besser: zarte Varianten wie Rostbraun oder Apricot. Und Gelb? Steht doch für Sonnenschein und Glück und ist doch damit eine schöne Einrichtungsfarbe, oder nicht? Kurz gesagt: Ja – aber auch hier vor allem in Räumen, die der Kommunikation dienen wie Wohnzimmer oder Küche. Im Schlafzimmer hingegen sollte Gelb gerade aufgrund seiner aktivierenden Wirkung nicht zu kräftig und großflächig eingesetzt werden. Im Souterrain gelegene Zimmer lässt Gelb aber insgesamt wärmer und freundlicher wirken.

Im Aufmacher: Blau und Grün erinnern an die Natur und wirken entspannend. Noch mehr Ideen fürs Schlafzimmer von Architektur & Design Julian Christus findest du in unseren Wohnideen. Foto: Architektur & Design Julian Christus

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