Wohnbasics

Was das Wohnzimmer gemütlich macht

von Katja Keweritsch

Klar gehören Kerzen dazu. Aber große und kleine Wohnzimmer stellen unterschiedliche Ansprüche an die Gemütlichkeit. Wir zeigen, welche.

In diesem Artikel:

  • Wohne sinnlich
  • Wie viel Gemütlichkeit ist zu viel
  • Ein großes Wohnzimmer gemütlich gestalten
  • Kleines Wohnzimmer – gemütlich statt vollgestellt

Produkte zum Shoppen findest du am Artikelende.

Wohne sinnlich

Die Füße stecken in warmen Wollsocken und du fühlst den dicken, weichen Teppich unter deinen Zehen, die kuschelige Kaschmirdecke umhüllt dich federleicht auf deinem bequemen Sofa, das Feuer der Kerzen knistert, Tannenzapfen verströmen Waldaroma und der Tee schmeckt genauso köstlich wie die selbstgebackenen Plätzchen. Dazu ein gutes Buch oder ein anregendes Gespräch. So geht wohnen mit allen Sinnen. Ein hochflooriger Teppich vor dem Sofa, eine Decke aus echter Wolle und warmes, weiches Licht wirken Wunder.

Mit der kuscheligen Kaschmirdecke von Urbanara (Mitte) und Kerzen in den hübschen Ständern von Kähler Design (rechts) schmecken Tee und Plätzchen nochmal so gut.
Fotos: Shutterstock (links), Urbanara (Mitte), Kaehler Design (rechts)

Wie viel Gemütlichkeit ist zu viel?

Wie immer gilt es auch hier, das richtige Maß zu finden. Mit Holz vertäfelte Wände, klassische Teppiche, schwere Samtvorhänge, lederne Chesterfield-Sofas und Clubsessel definieren zwar die Gemütlichkeit in einem britischen Herrenclub, sind aber too much für jedes normale Zuhause. Deshalb: Klein beginnen. Bevor du dein ganzes Wohnzimmer umdekorierst, starte mit einem besonderen Kissen auf dem Sofa und einem hübschen Arrangement aus zwei Kerzenständern auf dem Beistelltisch. Lass das Ganze auf dich wirken. Nachlegen kannst du immer noch.

Ein großes Wohnzimmer gemütlich gestalten

In einem großen Wohnzimmer dürfen einzelne Stoffe, Farben oder Accessoires gerne auffälliger oder besonders üppig daher kommen, das belebt.
Foto: Oyoy (links), Morteens über Home24 (Mitte), Bemz (rechts)

Große Räume brauchen große Möbel. Alles andere wirkt verloren. Dabei kannst du dich sowohl für ein erweiterbares Modulsystem als auch für eine Eckcouch oder üppige Zwei- oder Dreisitzer-Sofas entscheiden. Wichtig ist, dass du den ganzen Raum nutzt: Eine Couch muss nicht zwangsläufig an der Wand „kleben“. Rück die Möbel ins Zimmer. Das wirkt gleich wohnlicher.

Damit einzelne Möbel in einem großen Raum auch optisch zueinander finden, solltest du Wohninseln schaffen. Das gelingt beispielsweise mit einem Teppich unter der Sitzgruppe und einem anderen Bodenbelag im Essbereich. Oder du wählst für die Leseecke eine besondere Tapete. Achte auf einheitliche Farben und Muster für alle Wohninseln. Das wirkt besonders harmonisch.

Was die Deko angeht: Auch hier am besten groß denken. Arrangiere Kerzenständer, Vasen oder Bilder jeweils in Gruppen. Das wirkt weniger zufällig und mehr wie ein gewolltes Ensemble. Die einzelnen Objekte dürfen dabei ruhig XL ausfallen und bei entsprechender Größe auch mal ganz lässig auf dem Boden stehen.

Kleines Wohnzimmer – gemütlich statt vollgestellt

Je weniger unterschiedliche Möbel, Farben und Accessoires in deinem kleinen Wohnzimmer auftauchen, desto größer, ruhiger und gemütlicher wirkt es. So zauberst du optische Weite:

  • Beschränk dich auf die absolut notwendigen Möbel (Sofa, Couchtisch, Sessel, TV-Board) und wenige Accessoires.
  • Entscheide dich für ein Modulsofa oder eine Eckcouch. Das wirkt lässiger und großzügiger als viele einzelne kleine Sitzmöbel.
  • Eine farbige Wand verleiht Tiefe und lenkt vom begrenzten Raum ab.
  • Investiere in ein ausgeklügeltes Lichtsystem: Wände rücken optisch auseinander, wenn sie angestrahlt werden. Und die Decke erscheint mit einem Fluter gleich höher. Mehrere kleine Lichtinseln spielen mit Licht und Schatten, was den Raum zusätzlich weitet.

Ähnliche Artikel

Kommentare

0
Weitere Artikel
 
 
 
 
Loading...