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Teppiche übereinander legen: Vier Tipps fürs Profi-Layering

von Christiane Tillmann

Flauschrausch voraus! Statt Teppiche ganz brav als stumme Schallschlucker und Fußwärmer unter die Möbel zu klemmen, werden sie nun gekonnt übereinander gestapelt.

Layer-Look heißt der neue Trend, den man so bereits aus der Mode kennt: Lagen aus unterschiedlichen Materialien und mit verschiedenen Formen und Strukturen kombiniert man so, dass dabei eine ganz neue Dynamik entsteht. Gleiches gilt auch beim Layering von Teppichen. Statt einem Statement Piece werden nun gleich zwei oder drei so miteinander kombiniert, dass ein markanter Mix auf dem Boden entsteht. So inszenierst du den Lagen-Trend richtig.

Eine simple, flache Basis wählen

Stell dir den untersten Teppich als Leinwand für die nächsten Lagen vor. Je schlichter er ist, desto dezenter wird der Gesamteindruck bzw. umso mehr treten die weiteren Teppiche in den Vordergrund. Bestens geeignet sind flach gewebte Modelle in dezenten Farben und vielleicht sogar in einem Uni- oder nur leicht melierten Ton.

kuschel Feeling übereinander gelegte Teppiche
Kuschel-Feeling für die Lounge-Ecke: Die übereinander gelegten Teppiche ergeben in dieser Szenerie von Westwing Now ein harmonisches Ensemble.
Foto: Westwing Now

Bloß nicht zu genau sein

Ja, am Ende soll ein harmonisches Bild entstehen, dennoch lebt der Layer-Look von etwas Chaos – wenn auch geordnet. Am besten platzierst du deine Teppiche daher asymmetrisch aufeinander. Dazu ist natürlich auch das Spiel mit verschiedenen Größen wichtig. Wähle den größten Teppich als Basis und platziere zum Beispiel ein Fell darauf, das wiederum an einen Läufer anschließt. Möchtest du mehr als zwei oder drei übereinander platzieren, solltest du darauf achten, dass du die einzelnen Objekte nicht zu voluminös wählst, um Stolperfallen zu vermeiden.

Mit Formen und Strukturen spielen

Bei diesem Look ist ja gewünscht, dass etwas auf dem Boden los ist, daher ist es sinnvoll, zu möglichst unterschiedlichen Strukturen zu greifen. Mische beispielsweise schlichte Kurzflor-Teppiche mit solchen in Flechtoptik oder Modellen aus unterschiedlichen Materialien. Flickenteppiche können so zu Kuhfellen oder Flokatis einen reizvollen Kontrast bilden. Das Foto unten zeigt einen flachen Baumwollteppich mit Zickzackmuster zu einem hochflorigen marokkanischen Beni Ourain Teppich mit blauen Rauten. Die Basis bildet ein hellbraunes Tierfell ohne auffällige Musterung.

Kuschel-Feeling mit übereinander gelegten Teppichen
Schöner Stilmix aus Orient und Moderne. Der wilde Mix funktioniert, weil sich die Farben der Einrichtung bei den Teppichen wiederholen.
Foto: Westwing Now

Finde den gemeinsamen Nenner

Neben Material und Form spielen auch Muster eine wichtige Rolle beim Layering. Natürlich kann man sich auch komplett auf schlichte, einfarbige Modelle beschränken. Besonders beim Boho- und Retro-Look sind Muster allerdings Pflicht. Achte beim Kombinieren unterschiedlicher Designs darauf, dass sich markante und dezente Muster gut miteinander ergänzen und dass sie aus einer gemeinsamen Farbfamilie stammen. Das gilt übrigens auch für den Rest der Einrichtung: Im Idealfall finden sich die Farben deiner Teppiche auch irgendwo im Raum wieder.

Im Aufmacher: Teppiche von Beliani. Foto: Beliani

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