Deutschlands größtes Möbel- und Einrichtungsportal
Finde über 3 Millionen Produkte
Die besten Angebote aus 250 Shops

Richtig lüften: So geht's

von LAURA LEMM

Stoßlüften ersetzt Klimaanlagen und verhindert Schimmelbildung. Wir sagen, wie richtig lüften funktioniert und welchen Unterschiede es zwischen Sommer und Winter gibt.

Warum richtiges Lüften so wichtig ist

Klar geht es darum, verbrauchte Luft auszutauschen. Aber richtiges Lüften kann noch mehr: Es verhindert, dass sich Schimmel in deiner Wohnung bildet. Und es spart Energie. Denn: Fenster in Dauerkippstellung treiben die Heizkosten im Winter unnötig in die Höhe, da ein Großteil der Wärme direkt zum Fenster hinaus fliegt. Zudem kühlen die Wände in Fensternähe aus, so dass Luftfeuchtigkeit dort kondensieren und sich Schimmel bilden kann. Besser: Mehrmals täglich für einige Minuten Stoßlüften.

Was den Schimmel angeht: Er gehört zu den Pilzen und braucht Feuchtigkeit, um zu gedeihen. Davon gibt es in Wohnräumen reichlich. Denn: Eine vierköpfige Familie gibt täglich etwa 12 Liter Feuchtigkeit an die  Luft um sie herum ab – durch duschen, kochen, spielen, schlafen. Vor allem in Küche, Bad und Schlafzimmer musst du deshalb regelmäßig Feuchtigkeit rauslüften. Nur so verhinderst du, dass sich die feuchte Luft an den generell kühleren Wänden absetzt und Schimmel entsteht.

Was bedeutet eigentlich Stoßlüften?

Ganz einfach: das Fenster nicht auf Dauerkippstellung lassen, sondern es regelmäßig ausreichend lange sperrangelweit aufreißen. Am besten klappt der Luftaustausch dabei, wenn du quer lüftest. Das heißt: Du öffnest gleichzeitig die Fenster gegenüberliegender Räume und lässt die Zwischentüren offen. So entsteht Durchzug. Die verbrauchte feuchte Luft fließt schnell nach draußen und die frische trockene Luft strömt hinein – auch ein prima Mittel gegen Konzentrationsschwäche und Müdigkeit.

Richtig lüften im Winter

Damit deine Wohnung nicht auskühlt, solltest du in den Wintermonaten – also etwa von November bis März – nur kurz querlüften: Etwa fünf bis zehn Minuten pro Fensteraufreißen. Da die Luft im Winter trockener ist als im Sommer, gelingt ein Austausch der feuchten Innenluft viel schneller. Tipp: Denk dran, die Heizkörperventile währenddessen zu schließen. Sie laufen sonst auf Hochtouren und verballern unnötig Energie. Wie oft solltest du im Winter stoßlüften? Mindestens viermal pro Tag. Wichtig: Die Fenster nicht kippen. Die Wände in Fensternähe kühlen sonst aus, so dass die Luftfeuchtigkeit dort kondensieren und sich Schimmel bilden kann. 

Richtig lüften im Sommer

Wichtig ist in den Sommermonaten der richtige Zeitpunkt zum Lüften: In den frühen Morgenstunden ist die Außenluft besonders kühl und trocken, so dass du dann mindestens für 20 Minuten die Fenster aufreißen solltest. Zusätzlich kannst du spät abends noch einmal länger lüften, wenn sich die Hitze zurückgezogen hat. Den restlichen Tag über solltest du möglichst wenig lüften, damit die heiße Sommerluft nicht nach innen dringt. 

Wie du deinen Keller am besten lüftest

Im Sommer solltest du deinen Keller kaum lüften. Und auch nur dann, wenn die Luft draußen kälter ist als drinnen, am besten also in den frühen Morgenstunden. Denn: Die warme, feuchte Außenluft schlägt sich sonst an den kühleren Kellerwänden nieder, kondensiert und es bildet sich Schimmel. Das gilt insbesondere für Häuser, die vor dem 2. Weltkrieg oder direkt danach entstanden sind, weil hier die Keller noch nicht abgedichtet wurden. Im Winter solltest du deinen Keller genauso häufig und lange lüften, wie die anderen Räume deines Zuhauses auch, dadie kühle Außenluft trocken ist und du die Feuchtigkeit gut rauslüften kannst. 

Die besten Tipps zum Lüften

  • Wenn du duschst oder kochst, solltest du den entstandenen Wasserdampf direkt im Anschluss nach draußen lüften.

  • Schließ beim Kochen oder Duschen die Zimmertüren – so verhinderst du, dass sich Feuchtigkeit in anderen Räumen verteilt.

  • Wenn du Wäsche in der Wohnung trocknest, lüfte diesen Raum häufiger und halt die Zimmertür geschlossen.

  • Die Qualität und Feuchtigkeit von Luft sind nur sehr begrenzt wahrnehmbar. Ein Hygrometer (Luftfeuchtemesser) kann dich an regelmäßiges Lüften erinnern.

  • Die Temperatur sollte in deinem Zuhause nie unter 16 Grad fallen, da Schimmel kühle Feuchtigkeit liebt. Stell die Heizung deshalb im Winter nie ganz ab, auch nicht, wenn du zur Arbeit gehst.

  • Entscheide dich für Schränke mit Füßen und platziere sie einige Zentimeter vor der Wand. So kann die Luft besser zirkulieren.

  • Auch beim Bügeln wird viel Feuchtigkeit an abgegeben. Danach solltest du deshalb unbedingt stoßlüften.

  • Halt die Tür zu weniger beheizten Räumen wie dem Schlafzimmer möglichst geschlossen, damit sich keine Feuchtigkeit an den Wänden absetzen kann.

Die beliebtesten Produkte auf moebel.de

Nach oben