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    So funktioniert Smart Home, das vernetzte Zuhause

    von Katja Keweritsch

    Stell dir dein Smart Home so vor: Du kommst nach Hause, deine Lieblingsmusik läuft, die Raumtemperatur ist muckelig warm und deine Kaffeemaschine lässt dir schon einen frischen Kaffee ein. Fast als hättest du einen unsichtbaren Hauselfen.

    Was für Vorteile ein Smart Home noch bereit hält und was passiert, wenn mal der Strom weg ist, liest du hier.

    Smart Home: egal ob Heizung, TV oder Jalousien - so intelligent ist dein vernetztes Zuhause

    Smart Home – was ist das eigentlich?

    Smart Home steht für ein intelligentes Zuhause, in dem unterschiedliche Geräte von der Lampe über die Heizung bis hin zum Rasenmäher untereinander und mit dir kommunizieren.

    Alternative Bezeichnungen: Smart Living, Connected Home oder eHome. Das Herz dieses Systems bildet eine Steuerungszentrale, die all deine Wünsche speichert. Im Alltag kommunizierst du dann per Handy-App oder Sprachassistent mit deinem Smart Home.

    Wichtig: Ein Smart Home soll dir das Leben erleichtern. Deshalb geht es bei intelligentem Wohnen immer um die drei Bereiche Komfort, Energiesparen und Sicherheit.

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    Mehr Komfort mit vernetzten Smart Home Geräten

    Im Prinzip kannst du jedes strombetriebene Gerät in deinem Zuhause intelligent nachrüsten. Das gilt für Thermostate genauso wie für Entertainment Systeme, Lampen, Alarmanlagen oder Haushaltsgeräte. Die Kommunikation läuft über eine Smart Home App oder den Sprachassistenten. 

    Richtig komfortabel und smart wird es, wenn du einzelne Elemente per Software miteinander verknüpfst und sogenannte Szenarien entwirfst. Du sagst dann einfach "Alexa, aktiviere Wohnzimmerkino" und die Jalousien fahren herunter, das Licht wird gedimmt, TV und Soundanlage schalten sich ein und der Wasserkocher springt an für den Tee. 

    Ein weiteres individuelles Szenario könnte sein: An heißen Tagen erkennen Wärmesensoren, dass sie den Rasensprenger anwerfen und die Markise ausfahren müssen, während drinnen die Klimaanlage oder der Ventilator in Gang gesetzt wird. Auf diese Weise bietet dir dein Zuhause ein ganz neues Level an Komfort.

    Energie sparen mit einem Smart Home

    Wohlfühltemperatur per Knopfdruck – das ganze Jahr über. Und dabei noch Energie sparen. Das ist eine der Kernkompetenzen des Smart Home.

    Denn: Intelligente Wand- oder Heizkörperthermostate stimmen ihr Heizverhalten aufeinander ab, erkennen notwendige Anpassungen per Sensor, schalten sich automatisch aus, wenn niemand zu Hause ist und heizen energiesparend auf, sobald sich ein Bewohner dem Haus nähert.

    Natürlich kannst du jederzeit manuelle Änderungen vornehmen, wenn du im Winter einmal allzu verfroren sein solltest. 

    Auch die Fenster sind in einem Smart Home über die Steuerungszentrale mit der Heizung verbunden. Wenn du lüftest leiten Sensoren diese Info weiter, so dass sich die Heizungsthermostate runter regulieren.

    Auf diese Weise entweicht keine Wärme nach außen. Zudem kannst du dich über die Smart Home App jederzeit über den Stromverbrauch aller Geräte informieren und sie beim Verlassen deines Zuhauses mit einem Mal ausschalten. So sparen sie nämlich am meisten Energie.

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    Urlaub, Wochenende, Winterzeit: Ein Smart Home bietet dir mehr Sicherheit

    Mehr Sicherheit dank Smart Home – die Smart Home Systeme informieren dich dank ihrer Sensoren sofort, wenn ein Wasserschlauch geplatzt ist oder sich ein Brand entwickelt. Eine intelligente Türklingel mit Kamera zeigt dir auf deinem Handy zudem, wer vor der Tür steht. So kannst du dem Postboten per Lautsprecher mitteilen, wo er das Paket abgeben soll.

    Bei einem Einbruchsversuch, aktiviert dein Smart Home Alarmanlage Szenario nicht nur einen schrillen Alarm, sondern schaltet zeitgleich bestimmte Lampen ein und informiert dich per App. Und wenn du in den Urlaub fährst, laufen Beleuchtungsszenarien ab, damit es immer aussieht, als wäre jemand zuhause. Smart Home macht es möglich.

    Magenta Smart Home Sicherheit

    Smart Home: die Installation

    Keine Sorge – die meisten Hersteller legen heute größten Wert darauf, dass du ihr Smart Home System ohne weitere Hilfe oder technisches Vorwissen innerhalb kürzester Zeit einrichten kannst.

    Alles, was du brauchst, ist ein Smartphone oder Tablet, von dem aus du alles ganz intuitiv per App regelst. Zusätzliche Sensoren oder Kameras musst du natürlich ebenfalls installieren.

    Wichtig: Die meisten Smart Home Systeme laufen über Bluetooth oder WLAN. Feste Verkabelungen sind nur bei wenigen Anbietern notwendig.

    Stromausfall – und dann?

    Kein Strom / kein Akku, kein WLAN, kein Netz – das sind die drei großen worst-case-Szenarien einer digitalen Gesellschaft. Aber was bedeuten sie für dein Smart Home?

    Kein Strom / kein Akku

    Viele Sensoren (wie der Rauchmelder) laufen über Batterien und funktionieren auch bei einem Stromausfall. Aber weder Router noch Steuerungszentrale können ohne Strom arbeiten. Das heißt: nichts geht mehr. Tipp: Viele Smart Home Systeme verfügen heute über eine sogenannte USV (unterbrechungsfreie Stromversorgung) – das ist eine Art Batterie, die die Geräte ständig mit Strom speist während sie geladen wird. Auf diese Weise funktioniert das Smart Home auch noch bei Stromausfall.

    Kein WLAN

    Passiert gerne mal bei Gewitter. Wenn du ein Smart Home System hast, das alle Daten in einer Cloud speichert, geht dann gar nichts mehr. Bei Systemen, die lokal arbeiten, funktionieren alle Szenarien – allerdings lassen sie sich für die Dauer des Ausfalls nicht per App oder Sprachassistent steuern. Wichtig: Natürlich kannst du alle Geräte auch weiterhin manuell betätigen.

    Kein Netz

    Cloudbasierte Smart Home Systeme funktionieren ohne Internetverbindung nicht. Alle anderen laufen normal weiter und lassen sich auch per Handy bedienen – wenn man sich im heimischen WLAN befindet.

    Magenta Smart Home

    Die Kosten für ein Smart Home Zuhause

    Wie immer ist das mit den Kosten so eine Sache – viele Hersteller bieten Smart Home Einsteigersets für etwa 200 Euro an. Einzelne fernsteuerbare Smart Home Lampen gibt es sogar schon ab 10 Euro. Aber wenn du Haus und Geräte umfassend vernetzen möchtest, musst du dich auf höhere Investitionen um die 1000 Euro einstellen.

    Tipp: Überleg genau, was du dir von einem Smart Home System wünschst. Viele Hersteller bieten Erweiterungen an, so dass du mit wenigen Features beginnen kannst, um Schritt für Schritt nachzurüsten. 

    Das passiert mit den Daten aus deinem Smart Home

    Datensicherheit und Datenschutz sind riesige Themen in Deutschland. Deshalb verschlüsseln Hersteller von Smart Home Systemen alle Daten bevor sie das Haus über das Internet verlassen, um in einer Cloud gespeichert zu werden.

    Der Verschlüsselungsstandard ist dabei oft so komplex wie beim Internetbanking. Viele Hersteller nutzen zudem Server in Deutschland, die sie regelmäßig auf Datensicherheit testen lassen.

    Anbieter von Smart Home Systemen

    Die bekanntesten Anbieter von Smart Home Systemen:

    • Amazon Echo

    • Apple Homekit

    • Devolo Home Control

    • Google Nest

    • Innogy Smart Home / Livisi

    • Philips Hue

    • Samsung Smart Things

    • Telekom – Magenta Smart Home

    Der große Nachteil von Smart Home Systemen: Sie sind nicht kompatibel. Einige Hersteller setzen auf Bluetooth, andere auf WLAN, eine eigene Verkabelung oder die Stromleitung. Außerdem gibt es unterschiedliche Industrie- und Funknetzstandards für drahtlose Netzwerke wie Zigbee oder Z-Wave. Das macht es nicht einfacher. 

    Die Lösung: Nach ersten Smart Home Erfahrungen haben sich einige Hersteller zusammengetan. So arbeitet Qivicon z.B. mit Philips, Miele, Telekom, Samsung und Sonos zusammen.

    Die Alternative: mehrsprachige bzw. offene Systeme. Über die Steuerungszentrale lassen sich hier neben Geräten des Herstellers auch welche von Drittanbietern einbinden. Solche Smart Homes sind heute auf dem Vormarsch.

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