Wohnbasics

Kunst an der Wand: Diese fünf Fehler solltest vermeiden

von Christiane Tillmann

Von künstlerisch wertvoll bis optisch bedenklich: Kunst richtig zu inszenieren ist eine Kunst für sich. Wir verraten die häufigsten Fehler.

Offiziell geht in der Kunst ja immer alles – beim Kunst an die Wand bringen hingegen sieht das schon ganz anders aus. Wenn man schon ’nen kleinen Picasso geerbt hat, sollte man den Gesamteindruck nicht verderben indem man ihn unprofessionell aufhängt. Damit dir das nicht passiert kommen hier unsere besten Tipps, wie du klassische Anfängerfehler verhinderst.

Fehler 1: Die falsche Höhe
Hängst du ein Bild zu niedrig oder – das passiert häufiger – zu hoch auf, ruinierst du nicht nur den Gesamteindruck, sondern verwehrst dir selbst und anderen Betrachtern einen guten Ausblick auf dein Meisterwerk. Daher gilt generell: Bilder sollten in Augenhöhe aufgehängt werden. Und die richtet sich eben auch nach der Einrichtung deines Raums. Über dem Sofa oder Esstisch darf ein Bild also tendenziell tiefer hängen als beispielsweise im Flur.

Fehler 2: Maßstäbe ignorieren
Wer ein winziges Bild an eine riesige Wand bringt, der sorgt dafür, dass es dort ganz verloren aussieht. Umgekehrt eignet sich ein Riesen-Poster nur bedingt, um es an die schmalste Wand der gesamten Wohnung zu kleben. Behalte beim Einrichten daher insgesamt immer die Proportionen deines Zuhauses im Auge und kombiniere die richtige Wand mit dem richtigen Kunstwerk. Übrigens: Das kleine Bild darf natürlich trotzdem an die breite Wand – dann aber in guter Gesellschaft. Die beliebte Petersburger Hängung, bei der du ganz nah Bild an Bild hängst, lässt dir die Möglichkeit, viele verschiedene Motive miteinander zu kombinieren und in der Größe und Breite zu variieren.

Bilder in Szene setzen geht auf verschiedenen Wegen: Bilder hinstellen oder Bilder aufhängen
Links: Inspiration am Arbeitsplatz: Wer sich wegträumen will, liegt mit dem Poster von Ruben Ireland goldrichtig. Mitte: Die Petersburger Hängung passt dank vieler kleiner Details an so ziemlich jede Wand. Rechts: Der schwarze Rahmen zum „Don' count“-Poster von Bloomingville wirkt modern und schafft einen schönen Kontrast zu Bild und Wand.
Fotos v.l. : Juniqe, Ferm Living, Bloomingville

Fehler 3: Auf den falschen Rahmen setzen
Kann man einsetzen, muss man aber nicht: Bilderrahmen können prima als Stilmittel genutzt werden, um dein Kunstwerk noch besser in Szene zu setzen. Opulente Rahmen verleihen deinem Bild so mehr Schwere und Aufmerksamkeit, während du über mehrere gleiche Rahmen beispielsweise eine Klammer für deine Galerie erzeugen kannst. Bei wenig Platz verzichte am besten ganz auf den Rahmen und lass das Bild pur wirken. Besonders interessant: gekonnte Stilbrüche, zum Beispiel supermoderne Bilder in barocken Bilderrahmen oder klassische Ölgemälde ohne Rahmen.

Fehler 4: Ins falsche Licht rücken
Wer sein neues Bild liebt, der hält es vor schädlichen Einflüssen fern. Dazu gehört vor allem Sonne. Hängt dein neues Meisterwerk nämlich zu lang im prallen Licht, bleicht es aus und sieht schon nach kurzer Zeit gar nicht mehr hübsch aus. Wärme- und UV-Strahlung zerstören kontinuierlich die Farben. Daher: Entweder aus der Sonne holen oder speziell verglasen lassen, zum Beispiel in Mirogardglas.

Fehler 5: Kunst muss an die Wand
Muss Sie wirklich? Nein! Auch wenn die Regel (siehe Fehler 1) besagt, dass man Bilder am besten in Augenhöhe platziert, sollte dich das nicht vom Experimentieren abhalten. Aufgestellte Rahmen, zum Beispiel auf einer Kommode oder aber auf dem Boden, können ein interessanter Eyecatcher sein, der unsere üblichen Sehgewohnheiten infrage stellt. Wichtig: Bilder für den Boden sollten möglichst groß sein, damit sie ihren Effekt nicht verfehlen.

Im Aufmacher: Posterreihe von Pernille Folcarelli. Foto: Geliebtes Zuhause

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