Gartentrends 2019: So kann die Outdoor-Saison starten

von KATJA KEWERITSCH

Bienenfreundlich soll er sein, smart natürlich und mit viel Platz zum Relaxen – hier kommen die Zutaten für die neuesten Gartenlooks.

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Ein naturnaher Garten für Bienen & Insekten

Freier Flug für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge & Co. – das ist das Ziel eines naturnahen Gartens. Sicher kein Wunder, dass dieser Trend in Zeiten von Klimawandel und Fridyas-for-Future-Demos so immens an Zuspruch gewinnt. Ein Naturgarten ist wichtig, gleichzeitig aber auch wunderschön!

Vorbild ist der üppige englische Cottage Garden mit seinen heimischen Blumen, Stauden und Bäumen. Chemische Dünger und Pestizide sind tabu - meist sind sie auch gar nicht notwendig, weil Schädlinge gegen Vögel, Insekten und Würmer keine Chance haben. Das Tolle an einem naturnahen Garten: Hast du ihn erst einmal angelegt, wächst alles wie von allein. Dein Garten reguliert sich selbst, macht wenig Arbeit und belohnt dich mit dem Summen der Bienen und einem wahren Blütenmeer.

Do’s in einem Naturgarten:

  • Wildblumenwiese anlegen

     Heimische Blumenarten von Akelei über Malven bis hin zu Kornblumen bereiten ein wahres Festmahl für Bienen und Schmetterlinge. Einmal ausgesät, kommen sie jedes Jahr wieder.

  • Wildsträucher pflanzen

     Sie dienen als Nistplatz, Schutzraum und Nahrungsquelle für viele heimische Vögel und Insekten. Als Hecke bieten sie zudem Igeln im Winter Unterschlupf.

  • Trockenbiotope einplanen

     Geschnittene Zweige und Äste halten Schutzraum für Insekten und Igel bereit, wenn du sie in einer ruhigen Ecke deines Gartens deponierst.

  • Nistkästen aufstellen

    Vögel und Fledermäuse freuen sich über Brutplätze, wo sie ihre Jungen aufziehen können.

Don’ts in einem Naturgarten:

  • Immergrüne Hecken anlegen

    Buchs, Kirschlorbeer, Thuja – immergrüne Hecken sind in deutschen Gärten beliebt. Aber sie bieten weder Nahrung noch Nistplätze oder Schutzräume für Vögel und Insekten.

  • Formgehölze schneiden

     Heimische Sträucher sollten maximal einmal pro Jahr gestutzt werden. Ansonsten kannst du sie ganz sich selbst überlassen. So bieten sie ausreichend Schutz, Nahrung und Nistplätze für Vögel und Insekten.

  • Chemische Dünger und Pestizide verwenden

    Die Schädlingsbekämpfung erledigen Vögel, Marienkäfer und andere Nützlinge. So bleibt das natürliche Gleichgewicht erhalten.

  • Blumen mit gefüllten Blüten pflanzen

    Damit Blumen besonders üppig wirken, wurden Arten ohne Staubblätter im Blütenkern gezüchtet, die dafür mehr Blütenblätter bilden. Leider bieten solche Exemplare aber weder Nahrung für Insekten noch können sie sich über Bestäubung vermehren. Sie sind rein dekorativ und damit ungeeignet für einen naturnahen Garten.

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Gartentrends 2019: Wasser marsch!

Ob Schwimmteich, Bachlauf, Brunnen, Wasserspiel, Feuchtbiotop oder wassergefüllte Wanne – 2019 dreht sich im Garten alles um das blaue Nass. Denn: Egal in welcher Form oder Größe, Wasser beruhigt und verwandelt jeden Garten in die sprichwörtliche Wohlfühloase.

Doch nicht nur für Menschen ist Wasser im Garten ein Segen - auch Bienen, Libellen, Frösche, Igel, Fische und Vögel profitieren von Wassergärten. Zusammen mit üppig blühenden Sumpf- oder Wasserpflanzen schaffst du so einen neuen Lieblingsort in deinem Garten.

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Gartentrends 2019: Chillen im Freiluftwohnzimmer

Die Zeit der weißen Plastikstühle und langweiligen Gartenbänke ist endgültig vorbei! Der Garten wird zum Sommer-Wohnzimmer, wo wir chillen, die Zeit mit Familie und Freunden genießen und es uns gut gehen lassen. Ideal passen dazu die neuen Outdoor-Möbel, die nicht nur wahnsinnig hübsch aussehen, sondern auch noch Regen und Sonne trotzen.

Besonders angesagt sind neben kuscheligen Lounge-Ecken filigrane Liegen aus Bambus oder Metall sowie Hanging Chairs und Hängematten. Alles gerne in Naturtönen von Weiß über Grau bis hin zu Schwarz. Das erinnert dich an den viel gepriesenen Skandi-Look? Stimmt. Der hyggelige Einrichtungsstil aus dem Norden zieht jetzt mit wetterfesten Materialien in unsere Gärten.

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Im Trend: Smart Gardening mit vielen Lichtquellen

Die Technik hält Einzug in unsere Gärten. Zu den Mährobotern gesellen sich Gartengeräte, die per App gesteuert werden und beispielsweise das Blumengießen übernehmen. Einige von ihnen sind sogar in der Lage, das Wetter zu überwachen und bei Bedarf selbstständig mit dem Wässern zu beginnen. Smart Gardening nennt sich dieser Gartentrend 2019, dessen Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft scheint.

Als Nebenprodukt des Smart Gardening rückt jetzt auch die Beleuchtung des Gartens wieder in den Mittelpunkt. Solarbetriebene Lampen, per App anzuknipsende Lichterketten und sensorgesteuerte Wegleuchten – gerne in farbenfrohen Lichttönen. Viele unterschiedliche Lichtquellen sorgen jetzt im Garten für ein spannendes Spiel zwischen hellen und dunklen Bereichen, was optisch Weite schafft. Besonders schön: Die neuen Gartenleuchten sind so hübsch und wohnlich, dass man sie im Winter glatt ins Wohnzimmer stellen kann.

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Jetzt kommt Farbe in den Garten!

Wie bei vielen Trends entwickelt sich auch was Möbel- und Accessoires-Farben im Garten angeht eine gegenläufige Richtung zum vorherrschenden Grau/Schwarz/Weiß des Skandi-Looks. Es kommt Farbe ins Spiel! Nichts Grelles, kein Neon. Aber fein aufeinander abgestimmte Terrakottatöne, ein gelber Tupfer zwischendurch, warmes Karamell oder auch ein entspanntes Mintgrün. 

Das korrespondiert mit den neuen Farbtrends für deine Inneneinrichtung.  Pantone hat Living Coral zur Farbe des Jahres 2019 erklärt – ein dezentes Korallenrot, das vor Energie sprüht. Und Dulux sieht in Spiced Honey die neue Farbrichtung – ein gleichzeitig natürlich und elegant wirkendes Karamell.  Tipp: Wenn du dich gar nicht zwischen ruhigem Skandi-Stil und belebendem Farbrausch entscheiden kannst, richte doch einfach zwei unterschiedliche Sitzecken in deinem Garten ein.

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