Wohnbasics

Fünf typische Beleuchtungsfehler

von Christiane Tillmann

Zu dunkel, zu tief, zu grell: Auch bei der Lichtauswahl kann man mal daneben greifen. Mit unseren Tipps passiert dir das ab sofort nicht mehr.

Es gibt drei sehr gute Gründe, um sich Gedanken über die Beleuchtung im Wohnzimmer zu machen: Leuchten sind ein nicht zu unterschätzendes Gestaltungsmittel, sie erhellen den Raum und vor allem beeinflussen sie auch maßgeblich unsere Stimmung. Grund genug also, diese klassischen Beleuchtungsfehler zu vermeiden.

Fehler 1: Zu wenig Lichtquellen

Eine helle Lampe unter der Decke plus Fernseher reichen doch, um das Wohnzimmer zu beleuchten, oder?! Stimmt. Im Prinzip ist das hell genug. Gemütlich ist es aber nicht. Und wenn du nebenbei auch noch in einer Zeitschrift blättern willst, musst du die Deckenlampe schon auf Flutlichtstärke stellen. Dabei bist du von einer wohnlichen Beleuchtung gar nicht so weit entfernt, wie du vielleicht denkst. Ideal sind drei Lichtquellen auf drei Ebenen, zum Beispiel eine Deckenleuchte für die Allgemeinbeleuchtung, eine Leseleuchte mit zielgerichtetem Licht und mindestens eine weitere Lampe für die Stimmung. Das kann eine Tischleuchte, aber auch eine Lichterkette oder Kerze sein. Wenn du dann noch darauf achtest, dass die Deckenleuchte dimmbar ist, darfst du dich Beleuchtungsprofi nennen.

Fehler 2: Die falsche Lichttemperatur

Dein Zuhause ist komplett mit Energiesparlampen ausgestattet? Super Sache! Das spart immerhin Strom. Kleiner Wermutstropfen: Energiesparlampen „schlucken“ einen Teil des sichtbaren Farbspektrums. Heißt konkret: Die Farben in deinem Zuhause bekommen einen Grauschleier und leuchten nicht so intensiv und warm wie bei der guten, alten Glühbirnenbeleuchtung. Einen ähnlichen Effekt haben kaltweiße LED-Lampen. Was kannst du tun? Dort, wo du es schön gemütlich haben willst, auf die Lichtfarbe bzw. das Leuchtmittel achten. Gelbliches, warmweißes Licht spenden LEDs zwischen 1.900 und 2.700 Kelvin. Damit kannst du gezielt ein, zwei Energiesparlampen im Wohnzimmer ersetzen. Einfacher Merksatz zur Farbtemperatur: Je größer die Kelvin-Zahl, desto kälter ist das Licht.

Fehler 3: Zu wenig Power

Du fühlst dich immer so müde, wenn du auf der Couch liegst? Das kann einerseits an Überarbeitung liegen, andererseits aber auch an einer zu schwachen Lichtquelle. Da Dunkelheit unseren Körper zur Produktion des Schlafhormons Melatonin anregt, solltest du - so wachbleiben erwünscht ist - eine nicht zu dunkle Beleuchtung wählen. Die Maßeinheit für die Helligkeit deiner Lichtquelle heißt Lumen und entspricht den früher gängigen Watt-Zahlen. Die Umrechnung ist ganz einfach: die Watt-Zahl mal zehn entspricht dem Lumen-Wert. 40 Watt entsprechen also 400 Lumen.

Fehler 4: Deine neue Lampe ist nicht blendfrei

Im Laden war die Leuchte noch wunderschön, aber kaum hast du sie angebracht, nervt sie nur noch. Das Problem: Deine Leuchte strahlt dir unschön ins Auge. Beim Kauf also unbedingt prüfen, ob das Licht blendfrei ist. Die Birne sollte nicht einsehbar und durch einen Schirm, Reflektor oder Milchglas verdeckt sein.

Fehler 5: Deine Lampen hängen in der falschen Höhe

Wie bei Kunst gibt's natürlich auch für Lampen eine perfekte Höhe. Die ist immer dann wichtig, wenn sich niemand den Kopf stoßen und Flächen oder Räume gleichmäßig ausgeleuchtet sein sollen. Bestes Beispiel ist die Esstischlampe. Sie hängt richtig, wenn sie etwas über Augenhöhe platziert ist, das sind etwa 60 cm über der Tischfläche. Und: Einen langen Tisch immer mit zwei Lampen ausleuchten statt mit einer - dann sieht auch wirklich jeder am Tisch, was bei dir auf dem Teller liegt.

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Fotos im Aufmacher: V.l.n.r.: Stehleuchte Status, Tischleuchte Jenna und Hängeleuchten Normmalm, alle von Home24. Fotos: Home24

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